Allgemeine Berichte | 04.04.2017

Am 4. April wird die neue 50-Euro-Banknote in Umlauf gebracht

Der neue 50er ist noch sicherer

LKA: Auf Sicherheitsmerkmale achten

© Europäische Zentralbank

Region. Die Deutsche Bundesbank hat im Jahr 2016 rund 82.200 falsche Euro-Banknoten im Nennwert von 4,2 Millionen Euro registriert. Die Zahl der Fälschungen fiel gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent niedriger aus. Die Einführung der Europa-Banknotenserie hat sich positiv auf die Anzahl der Fälschungen ausgewirkt und zu einem merklichen Rückgang der 20-Euro-Fälschungen beigetragen. Einen ähnlichen Effekt erhofft man sich von der Einführung der neuen 50-Euro-Banknote. Der 50-Euro-Schein ist mit einem Anteil von über 60 Prozent (49.938 Falsifikate) die im Jahr 2016 am häufigsten gefälschte Banknote in Deutschland. Das Falschgeldaufkommen in Rheinland-Pfalz entspricht dem Bundestrend. Auch hier ist der 50 Euro-Schein die am häufigsten gefälschte Banknote (2.286 Falsifikate). Die Polizei rät dazu, Banknoten und Münzen stets aufmerksam zu prüfen, denn für Falschgeld gibt es keinen Ersatz. Ob der Schein in der Hand falsch ist oder nicht, lässt sich durch das Prinzip „Fühlen-Sehen-Kippen“ schnell erkennen“. In die Prüfung sollten mehrere Sicherheitsmerkmale einbezogen werden, denn die Sicherheit der Euro-Banknoten liegt im Zusammenspiel der verschiedenen Merkmale.

Tipps für schnelle Tests

Schnelltest mit Fühlen: Beim Fühlen kommt es darauf an, wo Sie die Banknote anfassen. Fassen Sie die Banknote mit Daumen und Zeigefinger genau auf die deutlich fühlbaren Schriftzeichen BCE, ECB, EZB, EKT, EKP an. Die neuen 5-, 10-, 20- und 50er Europanoten haben auf der Vorderseite rechts und links deutlich fühlbare aufgedruckte Balken/Striche. Schnelltest mit Kippen: Je nach Situation möchten Sie vielleicht eine Banknote unauffällig auf Echtheit überprüfen, beispielsweise damit Ihr Gegenüber nichts davon bemerkt. Während der Test selbst nur Sekundenbruchteile erfordert, muss man sich vorher einige ausgewählte Sicherheitsmerkmale besonders genau ansehen. Der Schnelltest besteht aus zwei separaten Teilen: Kippen und Fühlen. Jede Banknote weist sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite je ein Echtheitsmerkmal aus der Kategorie „Kippen“ auf: Das Hologramm oder der Farbwechsel. Also ist immer ein „Kippen“-Merkmal sichtbar. Sie sehen sich die Banknote schon an, wenn Ihr Gegenüber sie Ihnen reicht. Während er den Arm ausstreckt, verändert sich der Betrachtungswinkel auf die Banknote. So können Sie das Geld oft schon prüfen, bevor Sie es in der Hand haben. War die Banknote gefaltet oder können Sie aus einem sonstigen Grund nichts erkennen, dann müssen Sie die Banknote auffalten oder glätten. Eine winzige Kippbewegung aus dem Handgelenk lässt sich in diesem Bewegungsablauf unauffällig unterbringen. Schauen Sie dabei auf die Banknote. Schon eine relativ geringe Kippbewegung führt zum Farbwechsel bzw. zur Sichtbarkeit des Glanzstreifens, wenn Sie auf den Effekt achten. Leider lassen sich nicht alle Eigenschaften des Hologramms in voller Detailschärfe prüfen. Hier reicht es, bei den Hologramm der 50 EUR - 500 EUR Scheinen auf die Bewegung der konzentrischen Kreise aus Regenbogenfarben zu achten. Bei den 5 EUR - 20 EUR Scheinen wandern die Regenbogenfarben parallel durch den Hologrammstreifen. Etwas Übung mit einem Geldschein sollte reichen, um den Kipptest zu lernen und in normalen Handbewegungen der Geldannahme unterzubringen.

Erklärende Videos werden auf der Seite der Bundesbank unten als Download angeboten. www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Standardartikel/Aufgaben/Bargeld/falschgelderkennung.html Quelle Deutsche Bundesbank Sollten Sie dennoch einmal Falschgeld erhalten, informieren Sie umgehend die Polizei. Hierbei ist es wichtig, eine Personenbeschreibung, Besonderheiten wie das Kfz-Kennzeichen des Zahlers zu merken und zu notieren. Achten Sie darauf, dass Sie sich nicht selbst in Gefahr bringen. Weitere Informationen, auch zu den neuen Europanoten, und zu weiteren Prüfmöglichkeiten erhalten sie auf den Internetseiten der Polizei www.polizei-beratung.de .

Pressemitteilung Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz

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