Bürger engagieren sich nach „Winninger Art“
Der neue Weihnachtsmarkt wird ein Fest im Lichterglanz
Winningen. „Winningen im Lichterglanz“ heißt der „neue“ Weihnachtsmarkt am 26. und 27. November in der Moselgemeinde. Zunächst hatte es so ausgesehen, als werde es in Winningen keinen Weihnachtsmarkt mehr geben. Eine Bürgerinitiative wollte sich damit jedoch nicht zufriedengeben. Das Ergebnis: An zwei Tagen wird die Gemeinde zum Weihnachtsdorf der besonderen „Winninger-Art“. Der größte Teil des Ortskerns ist in das Fest einbezogen, in 14 Straßen und auf Plätzen präsentieren Bürger vom Holzstern bis zum Döbbekooche, von Textilien bis zum Winninger Glühwein alles, was die Vorweihnachtszeit erhellt. Fast 50 Geschäfte und Privatleute stehen derzeit in der Programmliste, dazu gibt es Lichtinstallationen und viel Musik. Belohnt werden damit die Bemühungen vor allem von Elvira Löhr, Andreas Brühl und Thomas Lange, die einfach nicht aufgeben wollten.
Nachdem einige Beratungen nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben, gab es bei einem „Alles-oder-nichts“-Treffen interessierter Bürger den Durchbruch. Da die Veranstaltung „Winningen im Lichterglanz“ heißt, soll sich der Ort in seinem Zentrum entsprechend „anziehen“. Über die Straßen werden Lichterketten gespannt sein, hier und da ein Schwedenfeuer brennen. Die Initiatoren hoffen, dass die Anwohner überall im Ort, also nicht nur in den „Lichterstraßen“ ,Kerzen in die Fenster stellen und mithelfen, ein ganz besonderes Ambiente zu erzeugen. Ein besonderes Ereignis dürften die Lichtinstallationen von Garry Krätz, Light Art, werden. Der Bereich Weinbrunnen, der Marktplatz und vor allem die evangelische Kirche werden samstags zwischen 18 und 20 Uhr in „Licht gehüllt“ und zahlreiche Besucher und Fotografen anziehen. Bereits freitags (25. November, ab 18 Uhr) ist der Kirchturm illuminiert, damit weithin sichtbar ist, dass am ersten Advent in der Gemeinde Winningen das „Lichterfest“ stattfindet. Damit die Besucher -und Winninger- genau wissen, wo etwas stattfindet, wird es ein Faltblatt geben, in dem die Straßen und Angebote detailliert aufgeführt sind. Bis auf den „letzten Drücker“ wird am Programm gearbeitet. Änderungen sind deshalb nicht ausgeschlossen. Fest steht, dass hier und da Livemusik angeboten wird. Selbstverständlich wird die Winninger Winzerkapelle auftreten. Auch der Gesangverein „Liedertafel“, eine Flötengruppe und der Kinderchor „Rotkehlchen“ der Musikschule Op den Camp stehen in den Startlöchern. Vor der evangelischen Kirche wird es ein Drehorgelkonzert geben, bevor die Spieler durch die Gemeinde ziehen. Die Winninger „Fischer-Singers“ haben zugesagt, sich mit Gospelgesang zu beteiligen. Im Museum ist „Fassleuchten“ mit Glühwein angesagt. Mit dabei sind Alphornbläser und eine Dixieland-Gruppe aus den Niederlanden, die jeweils durch die Gemeinde ziehen. Inoffiziell beginnen die Lichtertage schon freitags mit einer Andacht und einem Konzert der Musikschule op den Camp in der Evangelischen Kirche. Wie es sich gehört, kommt auch der Nikolaus -und zwar an beiden Tagen. Er zieht mit Knecht Ruprecht durch das Dorf.
