Handballverein Vallendar
Derby-Zeit in Vallendar
Nach der Niederlage in Merzig geht es am Samstag, 20. Februar gegen die HSG Kastellaun/Simmern
Vallendar. Die Vallendarer Handballer mussten am vergangenen Wochenende beim direkten Tabellennachbarn HSV Merzig-Hilbringen antreten. Ein Sieg hätte einen großen Schritt in Richtung des gesicherten Mittelfelds bedeutet. Die Saarländer hatten nach starkem Saisonstart ihre letzten sieben Spiele verloren, zeigten gegen die Löwen jedoch eine starke Leistung. Die Vorzeichen für die Begegnung im Saarland standen denkbar schlecht, denn neben den Langzeitverletzten Merlin Busse, Sven Schleier und Lucas Gerdon gesellte sich nun auch noch Abwehrspezialist Phillip Müller hinzu, der mit einer fiebrigen Grippe das Bett hüten musste. Der junge Torben Waldgenbach war in der A-Jugend-Bundesliga mit der HSG Wetzlar unterwegs. Hilfe bekam man einmal mehr von Christopher Jackmuth, der sich immer besser an das Niveau in der RPS-Oberliga gewöhnt. Außerdem griff Reckenthäler auf Thilo Scholz aus der 2. Mannschaft zurück. Der großgewachsene WHU-Student sollte den Innenblock verstärken und hatte sich mit zuletzt ansprechenden Leistungen in der Vallendarer Reserve angeboten. Die Löwen vom Rhein fanden zunächst gut ins Spiel, immer wieder setzte man durch schnelle Gegenstöße kleine Nadelstiche und konnte zwischenzeitlich mit 5:4 in Führung gehen. Dann fanden die Gastgeber besser in die Partie, besonders die Abwehr der Hausherren stand sicher und spielte körperlich robuster. Vallendar trug die Angriffe zu unstrukturiert vor, verzettelte sich immer mehr in Einzelaktionen. Lediglich die Würfe von Lukas Hertz saßen gut, seine Formkurve zeigt seit dem Jahreswechsel steil nach oben. In der Verteidigung fand man kein richtiges Mittel gegen die guten Kreuzbewegungen der HSV, welche so immer wieder freie Räume für Kreis und Außen schufen. Merzig spielte sich nun in einen kleinen Rausch, setzte sich immer weiter ab und konnte den Vorsprung bis zur Halbzeit auf 14:7 ausbauen. In der Halbzeit rüttelte Führungsspieler Tim Meder seine Mannschaftskollegen wach und forderte wieder mehr Engagement. Meder dazu: „Trotz des hohen Rückstandes wollten wir das Spiel nicht verloren geben. Wir haben uns für den zweiten Durchgang vorgenommen den Merziger Vorsprung langsam abzuknabbern und wieder ins Spiel zu kommen.“ Dieses Vorhaben gelang auch, denn der HVV kämpfte sich Tor um Tor heran. Nun merkte man auch eine gewisse Nervosität bei den Saarländern, welche die teils knappen Niederlagen der letzten Wochen sicher noch in ihren Köpfen trugen. Fünf Minuten vor dem Ende konnten die Löwen den Rückstand auf verkürzen. Jedoch hatte die HSV wohl die größeren Kraftreserven. Durch zwei schnelle Treffer war die Partie schließlich entschieden und der HVV musste sich mit 26:21 geschlagen geben.
Mit einer besseren Leistung in der ersten Halbzeit hätte man aus dieser Partie sicher etwas Zählbares mit nach Hause nehmen können. Am kommenden Samstag, 20. Februar steht dann das enorm wichtige Rheinland-Derby gegen die HSG Kastellaun/Simmern auf dem Spielplan. Nach einem deutlichen Erfolg in der Hinrunde möchte man unbedingt beide Punkte in Vallendar behalten, um die Hunsrücker auf Distanz zu halten. Anpfiff in der Sporthalle auf dem Mallendarer Berg ist am Samstagabend wie gewohnt um 18 Uhr.
