Allgemeine Berichte | 12.09.2017

Netzwerktreffen Namibia in Koblenz

Deutsch-namibische Partnerschaften gestalten die Zukunft beider Länder

52 Engagierte aus Deutschland und Namibia trafen sich in Koblenz.Julia Fröder Bischöfliche Pressestelle Koblenz.

Koblenz. „Ich habe viel gelernt und freue mich, dass ich die Möglichkeit hatte mich mit anderen Aktiven auszutauschen.“, fasst Selma Gaingos ihr Feedback zum zweiten Netzwerktreffen deutsch-namibischer Partnerschaften in Rheinland-Pfalz zusammen.

52 Engagierte aus Deutschland und Namibia trafen sich am 9. September in Koblenz, um sich über ihre Projekte und Kooperationen auszutauschen und sich gegenseitig zu informieren. Anne-Sophie Pahl von der Onlineplattform youvo.org gab einen Einblick in die Kommunikation von sozialen Organisationen, Helene Steigertahl von der Universität Bayreuth informierte zu Namibian Englishes, Christian Lieder stellte die Fördermöglichkeiten von Engagement Global vor, Patricia Ndjavera und Vernon Malumanie vom Verein Suni e.V. berichteten zu Erfahrungen aus deutsch-namibischen Austauschprogrammen. Zudem stellten die Deutsch-Namibische Gesellschaft, der Gemeindedienst für Mission und Ökumene Mittelrhein Lahn, die Light for the Children Foundation, Suni e.V. und die Technische Universität Kaiserslautern ihre gemeinsamen Aktivitäten vor.

Engagement ist nicht immer einfach

Das hohe Engagement der Aktiven aus Namibia und Deutschland ist dabei nicht immer einfach. Die deutsche Kolonialgeschichte wirft Ihren Schatten auch auf die Partnerschaften: Über eine offizielle Entschuldigung zur Vergangenheit und wie das Verhältnis beider Länder aussehen soll, darüber verhandeln seit zwei Jahren die Abgesandten Ruprecht Polenz und Dr. Zed Ngavirue im Namen ihrer Regierungen. In Namibia verfolgt man die Verhandlungen gespannt – in Deutschland beschäftigt das Thema kaum jemanden.

„Umso wichtiger ist es gemeinsam die Zukunft zu gestalten.“, betont Barbara Scharfbillig, Fachpromotorin für internationale Partnerschaften in Rheinland-Pfalz. „Egal ob im Technologietransfer, bei Sport und Musik oder im Engagement für soziale Projekte. Wir alle müssen einen Weg finden respektvoll und sensibel miteinander umzugehen.“, erklärt die Fachpromotorin.

Gefördert wurde das Netzwerktreffen Namibia vom Kolping Bildungswerk Trier, Bot für die Welt, Katholischer Fonds und dem Entwicklungspolitischen Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz. Eine Übersicht zu deutsch-namibischen Partnerschaften in Rheinland-Pfalz gibt es vom Kolping Bildungswerk info@kolping-trier.de

52 Engagierte aus Deutschland und Namibia trafen sich in Koblenz.Foto: Julia Fröder Bischöfliche Pressestelle Koblenz.

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