Allgemeine Berichte | 12.04.2019

Beliebte Veranstaltungsreihe steht wieder in den Startlöchern

„Dichtung und Wahrheit“ bringt hochkarätiges Programm nach Schloss Bürresheim

Beginn der Veranstaltungen am Freitag, 24. Mai

Initiator Dieter Dierkes freut sich auch in diesem Jahr wieder auf hochkarätige Veranstaltungen. Foto: SOT

St. Johann. Am 24. August im Jahre 79 nach Christus ereignete sich in Kampanien, einer Region an der Westküste Italiens (die Hauptstadt ist Neapel), eine Katastrophe unermesslichen Ausmaßes: Beim Ausbruch des Vesuv begruben Staub- und Aschemassen die antike Stadt Pompeji (ebenso wie Herculaneum, Stabiae und Oplontis) vollkommen unter sich und beendeten alles Leben dort mit einem Schlag. Das einst blühende, wohlhabende Pompeji geriet mit den Jahren in Vergessenheit - wurde aber rund 1700 Jahre später wiederentdeckt: Am 6. April 1748 begannen die Ausgrabungen mit Genehmigung des neapolitanischen Königshauses offiziell und man fand die antike Stadt unter der zu Stein gewordenen Vulkanasche weitestgehend konserviert.

Den Auftakt macht der Ausbruch des Vesuvs

Zahlreiche Ausstellungen erzählen ihre Geschichte seither - immer wieder ist Pompeji Gegenstand in Kunst und Literatur. Und damit startet in diesem Jahr auch die außergewöhnliche Veranstaltungsreihe „Dichtung und Wahrheit“ auf Schloss Bürresheim in die neue Saison: Am Freitag, 24. Mai, um 18 Uhr hält kein Geringerer als Universitätsprofessor Dr. phil. Peter Rieme ( Universität des Saarlandes, Geschäftsführer klassische Philologie, Altertumswissenschaften) einen Vortrag unter der Überschrift „Die Vesuvkatastrophe 79 n. Chr. im Lichte der antiken Literatur und der modernen Vulkanismusforschung“. Nach dem starken Auftakt wird die Burgenforscherin Cornelia Thielmann am Freitag, 14. Juni, um 18 Uhr unter der Überschrift „Was Hölzer uns erzählen können“ überraschende Erkenntnisse zur Baugeschichte von Schloss Bürresheim vorstellen, die zugleich die Methoden der Bauforschung verfeinern sollten.

Baushistorie, Udo Jürgens - und ein Mädchen aus Seide

„Aber bitte mit Udo“ heißt es am dann am Freitag, 21. Juni, wieder ab 18 Uhr: Das „Trio P“ ist zu Gast bei Dichtung und Wahrheit: Mit den international bekannten Sängern, Musikern und Schauspielern Andreas Barth, Jonathan Beisiegel und Uwe Kohls begibt sich das Publikum auf eine mehr als kurzweilige Reise in die (Musik-)Welt des wohl größten deutschsprachigen Chansonniers aller Zeiten. Am Freitag, 26. Juli, bringt die zauberhafte Schauspielerin Eva Wiedemann, bekannt nicht zuletzt durch die Mayener Burgfestspiele, „Das kunstseidene Mädchen“ mit nach Bürresheim: In einer szenischen Lesung aus dem gleichnamigen Roman von Irmgard Keun, erfahren die Zuschauer ab 18 Uhr alles über die großen Hoffnungen einer jungen Frau, die sich im Berlin der 30er Jahre nichts sehnlicher wünscht, als „ein Glanz“ zu werden.

Französische Chansons in einem poetischen Land

Was wäre „Dichtung und Wahrheit“ ohne Carola Moritz und Michael Policnik? Mit „Voyage – eine Reise mit Chansons“ wird das großartige Schauspieler- und Musiker – Duo am Freitag, 30. August, ab 18 Uhr auf Schloss Bürresheim sein – ein Programmpunkt, den auch Menschen, die bisher der Überzeugung waren, Chansons seien „nicht so ihr Ding“, auf keinen Fall verpassen sollten - er wird sie eines Besseren belehren!

„Hier ist poetisches Land“ stellt dann am Freitag, 6. September, der derzeitige Intendant der Mayener Burgfestspiele unter Beweis: Mit einer Lesung über Natur, Wald und die Heimat Eifel wird er seine Zuhörerschaft ab 18 Uhr verzaubern.

Monsieur Ibrahims Blumen bilden den Abschluss

Der krönende Abschluss der Veranstaltungsreihe ist auch in diesem Jahr wieder Peter Nüesch vorbehalten: Mit dem Programmhighlight „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ trägt er am Freitag, 20. September, die Geschichte eines zwölfjährigen jüdischen Jungen namens Moses vor, dessen Vater ein selbstbezogener Depressiver und rein beruflich ein „Anwalt ohne Fälle“ ist, während die Mutter die Familie schon früh verlassen hat. In Monsieur Ibrahim, einem Ladenbesitzer in der Pariser „Rue Bleue“, findet Moses einen Freund und wertvollen Lebensberater - ihm gelingt es, den Jungen für die kleinen und großen Freuden des Lebens zu sensibilisieren. Beginn zur gewohnten „Dichtung und Wahreit“ – Zeit um 18 Uhr.

Wegen des begrenzten Platzangebots im Ahnensaal ist eine Anmeldung erforderlich unter Tel. (02 61) 66 75 15 35 oder per E-Mail an carmen.butenschoen@gdke.rlp.de.

Initiator Dieter Dierkes freut sich auch in diesem Jahr wieder auf hochkarätige Veranstaltungen. Foto: SOT

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