Allgemeine Berichte | 05.12.2023

Die 100. Vermittlung bei Wohnen für Hilfe – doppelte Unterstützung

Gleich zwei Studenten, Girish Iysurey und Iqbal Aburaida, leben bei Frau Dötsch in Koblenz-Bubenheim und unterstützen sie bei vielfältigen Aufgaben im Alltag. Quelle: Studierendenwerk Koblenz

Koblenz. Im April dieses Jahres hat sich für Mia Dötsch (71) einiges geändert. Sie entscheidet sich, zwei Studenten bei sich zu Hause in Koblenz-Bubenheim aufzunehmen. „Wohnen für Hilfe“ erscheint ihr als spannendes Projekt, von dem sie genau im richtigen Moment erfahren hat. Es bietet Wohnraumgebenden die Möglichkeit, von Studierenden Unterstützung im Alltag zu erhalten. Dafür können die Studierenden mietfrei bei ihnen wohnen. Das Projekt des Studierendenwerks Koblenz und der Hochschule Koblenz freut sich über die 100. Vermittlung seit der Gründung 2017.

Im April 2023 zieht Iqbal Aburaida (21) zu Mia Dötsch, erst einmal zum Probewohnen. „Das hat sofort gut geklappt“, berichtet die Hauseigentümerin. So zieht einen Monat später noch der 23-Jährige Girish Iysurey dazu. Genug Platz im Haus hat Mia Dötsch. Im Dachgeschoss des Hauses haben beide Studenten jeweils ein eigenes Zimmer und Bad, die Küche teilen sie sich. „Das ist natürlich eine besondere Situation, gleich zwei Menschen aufzunehmen. Die beiden müssen sich ja auch verstehen, damit das funktioniert“, erzählt die 71-Jährige weiter. Inzwischen haben sich die beiden Studenten eingelebt und verstehen sich gut. Den Haushalt gemeinsam zu führen war anfangs eine Herausforderung, die sie mittlerweile meistern. Viel Zeit zu Hause haben beide aber ohnehin nicht. Beide studieren Maschinenbau, Girish Iysurey im siebten und Iqbal Aburaida im zweiten Semester. Durch das Studium und Nebenjobs sind sie ausgelastet.

Mia Dötsch unterstützen sie vor allem bei der Garten- und Hofarbeit. Die Faustregel bei „Wohnen für Hilfe“ ist eine Stunde Hilfeleistung pro Monat pro Quadratmeter individueller Zimmerfläche. Vor allem beim Heben und Tragen von schweren Gegenständen, beispielsweise Wasserkisten, benötigt Dötsch regelmäßig Unterstützung. Ansonsten helfen beide flexibel bei Tätigkeiten, die spontan anfallen: Hofkehren, Gartenpflege, kleinere Reparaturen. Jetzt im Herbst packen die beiden Studenten noch viel im Garten an und machen ihn winterfest. In den Semesterferien erledigen sie die Arbeit meist gemeinsam, ansonsten leisten sie ihre Stunden separat voneinander, da ihre Stundenpläne sehr unterschiedlich sind. Die Rentnerin hat dafür Verständnis. „Frau Dötsch interessiert sich für unser Studium, welche Klausuren wir schreiben und so. Das ist schön“, berichtet Aburaida. „Ja, man muss ihn manchmal aber auch daran erinnern, mal eine Pause vom Lernen zu machen und an die frische Luft zu gehen“, entgegnet sie schmunzelnd.

Aburaida trifft, wenn er dann doch einmal Freizeit hat, Freunde zum Gaming oder Sport oder telefoniert mit seiner Familie in der Heimat. Iysurey und Aburaida spielen auch mit dem Enkelkind von Mia Dötsch Fußball. „Ich fühle mich sehr wohl hier. Frau Dötsch ist wie eine Oma für mich geworden“ teilt der 21-Jährige mit.

Besonders schön findet die 71-Jährige, wenn sie ab und zu gemeinsam Essen. Dann lädt sie beide ein, zuletzt gab es Zwetschgenknödel. „Es ist einfach schön, wenn wir uns am Tisch gemeinsam unterhalten können“, beginnt sie. „Manchmal gibt es Wörter, die die beiden nicht verstehen. Dann nutzen wir Google und amüsieren uns über manche Übersetzungen“, ergänzt sie lachend. Die beiden sind sich einig, dass sie vor allem den Humor von Mia Dötsch schätzen: „Es gibt oft lustige Momente mit ihr!“

Respekt, da sind sich alle drei einig, ist für sie für ein gelingendes Zusammenleben wichtig. Selbst wenn es einmal eine Auseinandersetzung gibt, „nehmen sie es sich nicht krumm“, ergänzt die Wohnraumgeberin. Dötsch schätzt, dass sie sich auf die beiden Studenten verlassen kann und diese immer verantwortungsbewusst und höflich sind. Aburaida und Iysurey wiederum sind froh über die Möglichkeit, bei Mia Dötsch wohnen zu können und wollen all die Erfahrungen, die sie mit „Wohnen für Hilfe“ machen, nicht missen.

Weitere Informationen und Kontakt: Studierendenwerk Koblenz, Anne Dommershausen, Projektleiterin „Wohnen für Hilfe“, Hochschule Koblenz, Konrad-Zuse-Straße 1, 56075 Koblenz, Tel. (02 61) 95 28 -981, E-Mail: koblenz@wohnen-fuer-hilfe.de, Website: https://www.wohnen-fuer-hilfe.de.

Pressemitteilung des

Studierendenwerk Koblenz

Gleich zwei Studenten, Girish Iysurey und Iqbal Aburaida, leben bei Frau Dötsch in Koblenz-Bubenheim und unterstützen sie bei vielfältigen Aufgaben im Alltag. Quelle: Studierendenwerk Koblenz

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