Allgemeine Berichte | 23.04.2026, 08:54 Uhr

Vielfältiges Programm rund um die Kultur- und Erlebniswoche vorgestellt

Die 19. „Nacht der Vulkane“ verspricht eine spannende Festwoche

Die Organisatoren und Sponsoren der diesjährigen „Nacht der Vulkane“.  Foto: AKS
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Burgbrohl. Wo vor 13.000 Jahren Vulkane ausbrachen und mit Ascheregen und Strömen glühender Lava die Landschaft um den Laacher See für immer prägten, wird wie jedes Jahr auch 2026 gefeiert werden. Bei einer Pressekonferenz im Schloss Burgbrohl stellten die Organisatoren rund um Sarah Stein, Geschäftsführerin des Zweckverbandes „Sagenhafte Vulkanregion Laacher See“ sowie die beteiligten Orts- und Verbandsbürgermeister ein vielfältiges Programm vor. Eine ganze Woche lang vom 17.-26.Juli werden viele Veranstaltungen die Region bereichern. Mit Konzerten, Festen, Comedy, Wanderungen, Vorträgen und Kinderprogrammen wird der Countdown für den Höhepunkt, den simulierten Vulkanausbruch von Burg Olbrück eingeläutet.

Johannes Bell, Bürgermeister der VG Brohltal und amtierender Vorsitzender der Zweckgemeinschaft, begrüßte zunächst die Anwesenden und streifte kurz die Geschichte von Schloss Burgbrohl, das auch als Außenamt des Burgbrohler Standesamtes fungiert. Dann skizzierte er den Anlass der Festwoche, nämlich den Ausbruch der regionalen Vulkane, deren Auswürfe bis nach Norwegen und Italien gelangt waren. Die Gegend um den Laacher See werde zwar als gefährliches Gebiet bezeichnet, doch sei mit einem erneuten Vulkanausbruch erst in ca. 1000 Jahren zu rechnen, prognostizierte der Bürgermeister. Und er erwähnte, dass ohne die Unterstützung zahlreicher Sponsoren von Banken, Energieunternehmen und regionalen Firmen ein solches Event nicht machbar sei.

Sebastian Busch, Bürgermeister der VG Pellenz, stellte den Start der Woche, das Foodtruck-Festival in Plaidt vor, das am Wochenende 17.07. - 19.07. im Nettepark stattfinden wird. Zahlreiche Foodtrucks werden frisch zubereitete Spezialitäten aus aller Welt anbieten, die bei Live-Musik und entspannter Festivalatmosphäre genossen werden können.

Der ehemalige Intendant der Mayener Burgfestspiele Peter Nüesch stellte einen weiteren Höhepunkt des Eröffnungswochenendes vor. Am Fr, 17.07. wird in der Burgbrohler Kaiserhalle eine italienische Nacht stattfinden, gestaltet vom kalabrischen Liedermacher Santino de Bartolo und der internationalen Gitarrengröße Lulo Reinhardt.

Abwechslungsreiches Programm

Wer bei einer komödiantischen Busfahrt mit Kai Kramosta die Verbandsgemeinden Mendig, Brohltal und Pellenz als schönste Reise ihres Lebens erleben möchte, sollte den 18. und 19.Juli freihalten.

Der Stadtbürgermeister von Mendig, Achim Grün, wird nicht als Kurt-Beck-Double auftreten, sondern machte Werbung für den traditionellen „Blauen Montag“ am 20.Juli: mit Oldtimer-Bussen und Traktoren wird ein unbekanntes Ziel angefahren. Nach einer Besichtigung wird schnell der gemütliche Teil des Abends eingeläutet, der ein rustikales Abendessen und leckeres Bier enthält. Und gleichzeitig wandelt man dabei auf den Spuren der früheren Färberhandwerker. Denn zur Blaufärbung von Stoffen tranken die Färber viel Alkohol, um mit der Pflanze Färberwaid und alkoholhaltigem Urin den Farbstoff herzustellen. Und während die Färbergesellen montags ihren Rausch ausschliefen, trockneten die Stoffballen an der Luft und nahmen dabei ihre blaue Farbe an.

Dies ist der Ursprung der Begriffe „blau machen“ und „blau sein“.

Der darauffolgende Dienstag gehört ganz dem Laacher See. Hoteldirektor Gerhard Pohl vom Seehotel und die Kommunikationsreferentin Maria Verena Gassauer stellten den Maria-Laach-Tag vor. Die Betriebe des Klosters öffnen alle Türen und Tore, es werden zahlreiche Führungen angeboten, ein großes Kinderprogramm findet statt, man kann einer Orgelmatinee lauschen oder zusammen mit Mönchen in der Klostergaststätte speisen.

Lauschige Nächte

Und wer einmal einen lauschigen Abend erleben möchte, der kann ab 19 Uhr im Garten der Villa Reuther eine Weinprobe mit musikalischer Begleitung und einem zauberhaften Blick auf den Laacher See genießen.

Der Festwochenmittwoch ist Kindertag. Der Nickenicher Bürgermeister Detlev Leersch stellte die Programmpunkte vor, die u.A. ein spielerisches Erleben des Phänomens Vulkanismus beinhalten. Von der Schatzsuche auf Burg Olbrück über Tuffsteinhämmern in Weibern bis zu einer Fledermausrallye am Mendiger Lava-Dome werden die Kids spannende Erfahrungen sammeln. Und ganz neu in diesem Jahr: 3x Kindertheater, jeweils um 15 Uhr in Oberdürenbach, Kretz und Mendig.

Donnerstag, der 23.Juli ist Wandertag. Gemeinsam mit den Bürgermeistern der drei beteiligten Verbandsgemeinden wird eine familienfreundliche Strecke erwandert mit dem Highlight eines rustikalen Picknicks.

Am Freitagabend tritt der Sänger und Mandolinenspieler J.P.Weber im Hummeshof Mendig auf und bringt seinem Publikum kölsches Liedgut nahe.

Und schon naht das große Abschlusswochenende: Der Samstag steht ganz im Zeichen des bezaubernden Lichterfestes in Hain am Fuße der Burg Olbrück. Um 14 Uhr beginnt das große Markttreiben mit Kunst- und Handwerkerständen. Mit Beginn der Dämmerung verwandelt sich der Ort in eine Bühne aus Licht, Musik, Zauberern und Feuer – bis zum simulierten Vulkanausbruch von der Burg um 23 Uhr als grandiosem Höhepunkt der Erlebniswoche.

Der Sonntag bietet einen ruhigen Ausklang mit einem Rheinvokal-Konzert in der Abteikirche Maria Laach. Die Rheinische Kantorei und Concerto Köln werden mit Bach-Motetten für Besinnlichkeit und Friedlichkeit sorgen.

Den Organisatoren ist es gelungen ein Programm zu entwerfen, das Frohsinn und Kontemplation, Party und Nachdenklichkeit, kulinarische Genüsse und Ohren- wie Augenschmaus enthält und für Groß und Klein besondere Momente bietet. Wir dürfen uns alle freuen auf eine wunderbare „Nacht der Vulkane“ 2026. AKS

Die Organisatoren und Sponsoren der diesjährigen „Nacht der Vulkane“. Foto: AKS Foto: Picasa

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