Allgemeine Berichte | 17.01.2018

Doris Ohm stellt im Stadtmuseum aus

Die Besucher können zahlreiche Collagen bewundern

Museumsleiter Dieter Ohm und Heide Simm freuten sich über diegroße Resonanz beim Publikum bei der ersten Ausstellung des Jahres 2018.

Altendorf-Ersdorf. Für die Verantwortlichen des Meckenheimer Stadtmuseums rund um den Vorsitzenden Dieter Ohm hätte das Jahr nicht viel besser beginnen können. Am vergangenen Samstag wurde unter viel Zuspruch einer interessierten Öffentlichkeit die Werke der Meckenheimer Künstlerin Doris Ohm in einer Vernissage dem breiten Publikum vorgestellt. In einer kurzen Rede ging Heide Simm auf das Schaffenswerk der Künstlerin im Detail ein. Doris Ohm lebt seit 2004 in Meckenheim und ist vielen als Geheimtipp für stilsicheres Einrahmen von Bildern bekannt. Mit dieser professionellen Expertise wurde sie 2013 Mitglied der Meckenheimer Künstlergruppe „EigenArt“, die im Jahr 2011 von Heide Simm gegründet wurde, um insbesondere professionell arbeitenden Kunsthandwerkern und Künstlern ein Forum in Meckenheim zu schaffen. Doris Ohm fing durch die Beschäftigung, Bildwerken durch gekonntes Einrahmen besonderen Ausdruck zu verleihen Feuer, selbst künstlerisch tätig zu werden, und wandte sich nachhaltig der Gestaltung von Collagen und Radierungen zu. Die Bezeichnung Collage gilt sowohl für diese Technik der bildenden Kunst als aber auch für ein Kunstwerk, das in dieser Technik entstanden ist. Einer der berühmtesten Künstler auf diesem Wege war Max Ernst, für den die Collage mehr als nur ein bloßes Stilmittel war, er definierte diese in 1962 in seinen autobiografischen Notizen „Wahrheitsgewebe und Lügengewebe“ wie folgt: „Collage-Technik ist die systematische Ausbeutung des zufälligen oder künstlich provozierten Zusammentreffens von zwei oder mehr wesensfremden Realitäten auf dem einer augenscheinlich ungeeigneten Ebene – und dem Funken Poesie, welcher bei der Annäherung dieser Realitäten, überspringt.

Eine Collage kann z.B. Zeitungsausschnitte, Bänder, farbige Papierstücke oder Fotografien enthalten, die auf einem festen Untergrund, zum Beispiel Pappe, geleimt werden. Auch moderne digitale Technik kann zum Einsatz kommen. Doris Ohm wählt als bildnerisches Mittel Ausschnitte aus Magazinen, Büchern, Fotografien oder Einzelbildern. Sie entlockt den ausgewählten Bildsequenzen durch Schichtung und raffiniertes Aneinanderreihen auch durch die Version der Mixed Media Technik einen erweiterten Blickwinkel und schafft wie von Max Ernst beschrieben, durch ihre Kompositionen neue überraschende Bildinhalte. Bei der Mixed-Technik, die bei vielen Bildern dieser Ausstellung zum Einsatz kam, werden einzelne Collage-Elemente in Farbflächen eingebunden; die Grenzen zwischen Malerei und Collage verschwinden in fließenden Übergängen. Doris Ohm folgt bei der Entstehung der Werke nicht immer einem genauen Plan, sondern lässt sich von dem assoziativen Impuls des Augenblicks lenken, der oft besonders Stimmiges hervorbringen kann. Seit 2009 besucht Doris Ohm regelmäßig Seminare unter anderem in der Akademie Altenahr, aber auch der renommierten Kunstakademie in Bad Reichenhall, um ihre Wahrnehmung zu schulen und sich in neuen Techniken zu erproben.

STF

Doris Ohm mit ihrem Werk „Kino der Kunst“, welches unteranderem auf das Werk von Charlie Chaplin abstellt. Fotos: -StF-

Doris Ohm mit ihrem Werk „Kino der Kunst“, welches unter anderem auf das Werk von Charlie Chaplin abstellt. Fotos: -StF- Foto: Stefan Fassbender Pressebuero

Museumsleiter Dieter Ohm und Heide Simm freuten sich über die große Resonanz beim Publikum bei der ersten Ausstellung des Jahres 2018. Foto: Stefan Fassbender Pressebuero

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