Allgemeine Berichte | 15.03.2022

Odendorf-Essiger Zehnthausverein

Die Eifel – Vielfalt in Burgengestalt

Norbert Knauf hielt Vortrag über die Eifeler Burgenlandschaft

Der ausgewiesene Eifelkenner Norbert Knauf nahm das Publikum auf eine spannende Reise mit.  Foto: privat

Swisttal-Odendorf. Am 10. März war es endlich so weit. Der Odendorf-Essiger Zehnthausverein konnte nach langer Zwangspause sein Vortragsprogramm wieder aufnehmen.

Norbert Knauf - ausgewiesener Eifelkenner und als Referent im Zehnthaus wohl bekannt - nahm das zahlreich gekommene Publikum auf eine abwechslungsreiche und spannende Reise durch die Eifeler Burgenlandschaft mit.

In dem Eifeler Viereck, bestimmt durch die Städte Aachen, Bonn, Koblenz und Trier, befinden sich annähernd 400 Burgen, Schlösser und befestigte Adelssitze. Damit – hob Knauf hervor - ist die Eifel die burgenreichste Landschaft Deutschlands.

„Alles, was älter ist als unser Opa, ist römisch“, so zitierte er eine scherzhafte Eifeler Redensart, um dann hinzuzufügen, dass dies für die hiesigen Burgen sogar teilweise zutreffe. Der Begriff Burg leite sich von den römischen Limestürmen - den „burgi“ – her. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich diese in unserer Region über schlichte Turmhügelburgen, sogenannten Motten, zu mitunter mächtigen Festungen, an die sich häufig Siedlungen und Ortschaften anschlossen.

Allein im Kreis Euskirchen gibt es 134 Burgen und kleinere Festen. Am Beispiel des Euskirchener Burgenrings zeichnete er daher modellhaft die Entwicklung der Burgen und Schlösser in der Eifel nach.

Die Auseinandersetzungen des Kölner Erzbistums mit den Grafen von Jülich um den Besitz des Euskirchener Gebiets war maßgeblich für die Befestigung der Region. So haben einerseits die Jülicher Euskirchen seit dem frühen Mittelalter mit einem Ring von Burgen umgeben. Andererseits hat der Kölner Bischof im 12. Jahrhundert die bei Stotzheim gelegene Hardburg zu einer Trutzburg gegen die Rivalen ausgebaut. Als Euskirchen 1355 dann an die Jülicher fiel, bewehrten diese den Ort mit Stadtmauern gegen die kurkölnischen Festungen Zülpich und Lechenich.

Knauf referierte – orientiert an den Läufen der Eifelflüsse - äußerst kenntnisreich und detailliert, aber auch kurzweilig, über die gesamte Eifeler Burgenlandschaft. Dabei sprach er neben den allgemeinhistorischen Ereignissen auch die bau- und sozialgeschichtlichen Aspekte an und illustrierte ebenso anschaulich das Leben der Eifeler Menschen im Mittelalter. Das Publikum dankte es ihm mit lebhaftem Applaus.

Der ausgewiesene Eifelkenner Norbert Knauf nahm das Publikum auf eine spannende Reise mit. Foto: privat

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