Allgemeine Berichte | 17.06.2025

Intensives Theatererlebnis zur Erinnerungskultur im JuBüZ

„Die Ermittlung“: Holocaust-Theaterstück berührt und fordert heraus

Elke Bastuck, Sofía Cosano Boettiger, Verena Evers, Christa Greis, Erwin Groß, Linda Godlinski, Vivien Henning, Ninja Lehnert, Simone Lorenz, Anja Mehner, Cansin Öncebe, Anna Lea Paulig, Jonathan Werle, Anuschka Schäfer-Winkler. Foto: Bernd Schmidt

Koblenz. Mitte Mai 2025 präsentierte das generationsübergreifende Amateurschauspielensemble des Stadtteiltheaters Karthause im städtischen JuBüZ vier ausverkaufte Vorstellungen des Stücks „Die Ermittlung“ von Peter Weiss – ein Theaterstück Erinnerungskultur. Im Zentrum standen Original-Textpassagen aus den Frankfurter Auschwitzprozessen der 1960er Jahre. Beklemmend, intensiv und berührend erlebte das Publikum die Aussagen von Zeugen, Angeklagten, Richtern, Anklägern und Verteidigern. Die schonungslosen Schilderungen physischer und psychischer Gewalt wurden durch assoziative Ensembleszenen ergänzt, in denen der heutige Umgang mit dem Holocaust kritisch beleuchtet wurde. In einer künstlerisch gestalteten Kulisse mit von der Decke hängenden Formen entfaltete sich ein emotional bewegendes Spiel, das die Zuschauenden nachhaltig beeindruckte.

Gefördert wurde das besondere Theaterprojekt von der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz. Diese Unterstützung ermöglichte unter anderem eine Sondervorstellung für Schülerinnen und Schüler der Realschule plus Karthause, der Albert-Schweitzer-Realschule, der Diesterwegschule und der IGS Koblenz. Alle beteiligten Schulen gehören dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ an.

Im Anschluss an jede Vorstellung fand eine moderierte Nachbesprechung statt, geleitet und begleitet von Prof. Dr. Stephan Bundschuh von der Hochschule Koblenz. Dabei bot sich dem Publikum die Möglichkeit, über das Gesehene und Erlebte zu reflektieren, Fragen zu stellen und in einen kritischen Austausch zu treten. Viele Zuschauende nutzten diese Gelegenheit zur intensiven Auseinandersetzung mit Auschwitz und dem Holocaust. Das Theaterstück machte deutlich, wie relevant das Thema für nachfolgende Generationen bleibt und dass das Theater – durch seine sinnliche und assoziative Ausdrucksform – ein Ort und eine Schule der Empathie sein kann.

Die Regie übernahm der Diplom-Theaterpädagoge (FH) Michael Lüdecke, das Bühnen- und Kostümbild gestaltete die Szenenbildnerin Nicole Heidel. Mit der letzten Aufführung verabschiedeten sich Lüdecke und das Ensemble des Stadtteiltheaters von den Zuschauenden im JuBüZ. BA

Elke Bastuck, Sofía Cosano Boettiger, Verena Evers, Christa Greis, Erwin Groß, Linda Godlinski, Vivien Henning, Ninja Lehnert, Simone Lorenz, Anja Mehner, Cansin Öncebe, Anna Lea Paulig, Jonathan Werle, Anuschka Schäfer-Winkler. Foto: Bernd Schmidt

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