Allgemeine Berichte | 15.04.2019

Kirchenkonzert von Musica Miellahno in St. Katharina Nievern

Die Himmel rühmen!

Der Chor mit seinen Solisten und dem Dirigenten. Foto: Jürgen Heyden

Nievern. Unter diesem Motto war das Kirchenkonzert von Musica Miellahno in St. Katharina Nievern angekündigt worden und genau mit jenem mächtigen Werk von Ludwig van Beethoven wurde es auch eröffnet. Die beeindruckende Kraft und Dynamik von sechzig Sängerinnen und Sängern, bereichert durch den Klangteppich des Streichquartetts „Dies Lunae“ und am Piano begleitet von Katerina Dolke, machte bereits bei diesem ersten Stück deutlich, dass es sich um ein am Geschmack des Publikums orientiertes Konzert handeln würde. Das Programm versprach einen Reigen bekannter und beliebter Werke der Kirchen- und Klassikliteratur. Der Vorsitzende Dieter Grein begrüßte die erwartungsvollen Gäste und drückte seine Freude darüber aus, dass das Gotteshaus mit über dreihundert Besucherinnen und Besuchern trotz des herrlichen Frühlingswetters bis auf den letzten Platz besetzt war. Er übergab die Moderation an den aus Mainz angereisten Bernhard Müller, dem dank seines fast 40-jährigen Wirkens als Seelsorger in St. Katharina sowohl Land und Leute als auch das Gotteshaus und der Chor bestens vertraut sind. Bernhard Müller hatte eine Moderation der anderen Art vorbereitet: Einem religiös ausgerichteten „Roten Faden“ folgend bettete er die Stücke thematisch passend ein. Diese Art der Programmführung gab dem Konzert einen wohltuenden Rahmen. Der Chor animierte die Besucher mit dem Lied „Schau auf die Welt“ von John Rutter zu einer bewussten Sicht auf die Schönheit der Schöpfung. Die Männer des Chores singen dieses Werk besonders gern, ist ihnen hier doch die Textzeile „Wir sind Wesen von Gottes Gnaden“ zugedacht. Es folgte das von Katerina Dolke in anmutiger und einfühlsamer Art gespielte Solostück „Jesus bleibet meine Freude“ von J.S. Bach, bevor „Dies Lunae“ das „Allegro aus dem Streichquartett in C-Dur“ von W.A. Mozart und danach das „Larghetto aus dem Streichquartett op. 10 Nr. 2“ von Luigi Boccherini intonierte. Dann hatte „Septime“, das Kleine Ensemble des Chors, seinen ersten Auftritt mit dem wunderbaren „Ave Maria“ von Bach /Gounod. Bei dem mit hoher Präzision und viel Gefühl vorgetragenen Stück wurden die sieben Sängerinnen und Sänger sensibel von Katerina Dolke am Piano begleitet. Der Chor setzte bei dem mit angemessener Dynamik vorgetragenen „Miserere mei“ von Antonio Lotti dem Programm ein weiteres musikalisches Glanzlicht auf. Das folgende Stück „Pie Jesu“ aus dem Requiem von A.L. Webber war für viele Besucher und Mitwirkende einer der Höhepunkte des Konzertes. Mit welcher Stimmkraft, sicherer Intonation und Gespür für den Charakter des Stückes die beiden Solistinnen Irina Kotykova und Kerstin Koch, untermalt vom Chor, dem Piano und den Streichern dieses Lied darboten, war schon eine Klasse für sich und erzeugte eine kollektive Gänsehaut und anschließende Bravorufe aus dem Publikum.

A-capella Stücke mit außergewöhnlich schönen Melodien

Der Chor bot den Gästen mit „Ich bete an die Macht der Liebe“ und „Tebe Poem“ – beide aus der musikalischen Feder von D. Bortnianski – sehr gefühlvoll zwei a-capella Stücke mit außergewöhnlich schönen Melodien an, bei denen man förmlich spüren konnte, mit wie viel Freude die Sängerinnen und Sänger an dieses Liedgut herangegangen waren. Mancher Besucher wurde dazu animiert, einfach mit geschlossenen Augen zuzuhören. Mit dem weithin bekannten „Air“ von J.S. Bach, eigentlich ein Instrumentalstück für Streicher, bot „Septime“ dem Publikum dann eine Vocalise – also ein „Lied ohne Worte“ dar. Erstaunlich, wie harmonisch und angenehm dieses Werk auch ohne Instrumente klingt. Aus der Deutschen Messe von Franz Schubert hatte sich das Ensemble den Anhang „Anbetend deine Macht und Größe“ ausgesucht. Ergänzt von Piano und Streichern brachten die Sängerinnen und Sänger dieses von starken Dynamiksprüngen geprägte Stück mit eindrucksvoller Energie zu Gehör.

Irina Kotykova konnte im folgenden Stück „Alleluja“ aus „Exsultate Jubilate“ von W.A. Mozart alle Register ihrer strahlenden Sopranstimme ziehen. Von Katerina Dolke am Piano perfekt begleitet brillierte sie mit beneidenswerter Leichtigkeit bis in höchste Höhen – einfach bewundernswert! Das Streichquartett erhielt mit „Andante di Molto“ von K. Stamitz und Katerina Dolke mit „Juni“, der „Barcarole“ aus „Die Jahreszeiten“ von P. Tschaikowsky Gelegenheit, sich solistisch vorzustellen.

Musica Miellahno ergriff danach wieder die musikalische Initiative und bot dem Publikum mit W.A. Mozarts „Ave verum corpus“ eine der weltschönsten Melodien dar. Das Streichquartett lieferte die passende Begleitung und so wurde dieses Stück zum perfekten Hörgenuss.

Den Schlusspunkt markierte wiederum ein Werk von W.A. Mozart: „Laudate domunim“. Nach einem glockenklaren Solo von Irina Kotykova, das von Frau Dolke sowie den Streichern empfindsam begleitet wurde, setzte schließlich der Chor ein und führte dieses Stück gemeinsam mit der Solistin zum Finale.Ein wunderschönes Konzert hatte sein Ende gefunden. Dieter Grein dankte dem musikalischen Leiter Wassily Kotykov, allen Künstlerinnen und Künstlern, dem Chor und allen sonstigen Mitwirkenden sowie den Helferinnen und Helfern. Für den Moderator, Bernhard Müller, hatten die Organisatoren sich etwas Besonderes einfallen lassen: Der Nieverner Bäckermeister Heiner Walldorf hatte ihm ein Riesenbrot in Form der Nieverner Kirche gebacken. Das Publikum verabschiedete die Mitwirkenden mit stehenden Ovationen. Den Zugabenwunsch erfüllten Chor und Musiker mit der zweiten Strophe von „Die Himmel rühmen“, womit sich der musikalische Kreis schloss. Musica Miellahno ist dem eigenen Bedürfnis, Mottokonzerte mit Anspruch zu bieten, einmal mehr nachgekommen. Mal sehen, was in zwei Jahren auf dem Programm steht….

Das Konzert wurde in Bild und Ton professionell aufgezeichnet. DVDs können zum Preis von 10 Euro (plus evtl. Porto) beim Vorsitzenden Dieter Grein unter der Telefonnummer 0 26 03 / 1 39 68, per email unter musica.miellahno@gmx.de oder bei allen Sängerinnen und Sängern bestellt werden. Infos über den Chor und viele Fotos vom Konzert befinden sich unter www.musica-miellahno.jimdo.com Pressemitteilung

Musica Miellahno

Der Chor mit seinen Solisten und dem Dirigenten. Foto: Jürgen Heyden

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