Allgemeine Berichte | 16.02.2026

Die Ehrenamtler kümmern sich herzerwärmend um Samtpfoten in Not - doch nun benötigen die Helfer dringend Unterstützung!

Die Koblenzer Katzenhilfe braucht nun selber Hilfe

Katzen sind schwer krank, unterernährt oder in einem besorgniserregenden Allgemeinzustand.  Foto: privat

Koblenz. Was im Jahr 1992 als nachbarschaftliche Initiative begann, ist heute eine feste Größe im regionalen Tierschutz: Die Koblenzer Katzenhilfe e. V. entstand aus einer einfachen, solidarischen Idee – Katzenhalterinnen und Katzenhalter wollten sich gegenseitig bei der Urlaubsbetreuung ihrer Tiere unterstützen. Doch schon bald wurde deutlich, dass in Koblenz und Umgebung weit mehr gebraucht wurde als gelegentliche Hilfe unter Tierfreunden. Immer häufiger wurden ausgesetzte, verwilderte oder abgegebene Katzen gemeldet. Aus der privaten Unterstützung wuchs Schritt für Schritt ein engagierter Tierschutzverein, der sich heute mit großem Fachwissen, viel Erfahrung und vor allem mit Herzblut um Katzen in Not kümmert.

In den vergangenen Jahren hat sich die Situation spürbar verschärft. Die Zahl hilfsbedürftiger Tiere steigt kontinuierlich, während viele Tierheime längst an ihre Kapazitätsgrenzen geraten sind. Auch die Koblenzer Katzenhilfe arbeitet regelmäßig am Limit. Zahlreiche der aufgenommenen Katzen sind schwer krank, unterernährt oder in einem besorgniserregenden Allgemeinzustand. Ihre medizinische Versorgung erfordert intensive Betreuung – oft über Wochen oder sogar Monate hinweg.

Vielfältige Aufgaben

Ein besonders bewegendes Beispiel ist der kleine Kater „Urmelchen“. Äußerlich wirkt er wie ein acht Wochen altes Kitten, tatsächlich ist er jedoch mindestens acht Monate alt, vermutlich sogar älter. Er leidet unter schweren Koordinationsstörungen, ist extrem kleinwüchsig und benötigt umfassende medizinische Betreuung. Selbst eine Vorstellung in der Universitätsklinik in Gießen wurde ermöglicht. enn für den Verein ist kein Weg zu weit, wenn es darum geht, einem Tier zu helfen. Sein Krankheitsbild gilt als medizinische Besonderheit. Urmelchen steht stellvertretend für viele Schicksale, mit denen die Ehrenamtlichen täglich konfrontiert sind. Solche Fälle sind längst keine Ausnahme mehr: Alte oder kranke Tiere werden ausgesetzt, verwilderte Katzenpopulationen wachsen weiter. Die Helferinnen und Helfer sind häufig rund um die Uhr im Einsatz, auch nachts, um gemeldete Tiere zu sichern und in Sicherheit zu bringen.

Die aufgenommenen Katzen werden auf privaten Pflegestellen sowie im vereinseigenen Katzenhaus untergebracht. Dort erhalten sie medizinische Versorgung, liebevolle Pflege und die notwendige Zuwendung, bis sie in ein dauerhaftes und verantwortungsvolles Zuhause vermittelt werden können. Der Verein erfüllt dabei die gleichen Voraussetzungen wie ein Tierheim und arbeitet eng und vertrauensvoll mit dem zuständigen Veterinäramt zusammen. Moderne Versorgungsräume, eine separate Quarantänestation, konsequente Hygienemaßnahmen sowie eine lückenlose Dokumentation und tierärztliche Begleitung nach geltenden tierschutzrechtlichen Vorgaben sind selbstverständlich.

Darüber hinaus betreut die Koblenzer Katzenhilfe mehrere feste Futterstellen für freilebende Katzen in Koblenz und Umgebung. Diese Tiere werden regelmäßig versorgt, kastriert und tierärztlich betreut. Kranke Katzen werden gesichert, behandelt und – sofern möglich – wieder in ihr gewohntes Revier zurückgebracht. Zu den zentralen Aufgaben gehören die Aufnahme und Versorgung von Fund- und Abgabekatzen, tierärztliche Betreuung und Kastrationsmaßnahmen, die intensive Pflege kranker Tiere, die Betreuung von Futterstellen, die Vermittlung in verantwortungsvolle Hände, die Beratung von Tierhalterinnen und Tierhaltern sowie umfassende Aufklärungsarbeit im Bereich Tierschutz.

Dringende Hilfe benötigt!

Seit vielen Jahren nutzt der Verein ein gemietetes Gebäude als Katzenhaus. Nun soll dieses Objekt verkauft werden – eine Situation, die große Unsicherheit mit sich bringt. Mehrere Kaufinteressenten haben das Gebäude bereits besichtigt. Die Suche nach alternativen Mieträumen blieb bislang erfolglos: Entweder waren Tiere dort nicht erwünscht oder die Mietkosten überstiegen die finanziellen Möglichkeiten des Vereins. Deshalb steht die Koblenzer Katzenhilfe vor einem der größten Projekte ihrer Geschichte: dem Erwerb eines eigenen Heims – eines Ortes, der bleibt. Ein Ort der Sicherheit und der Stabilität für die Tiere und für die ehrenamtlich Engagierten.

Das Gesamtprojekt umfasst rund 400.000 Euro. Dank der außergewöhnlich großzügigen Unterstützung der Else-Schütz-Stiftung ist dieses Ziel in greifbare Nähe gerückt. Um den Kauf vollständig realisieren zu können, fehlen noch 18.000 Euro, die über Spenden aufgebracht werden sollen. Neben finanzieller Unterstützung werden dringend weitere helfende Hände gesucht. h langfristig im Tierschutz engagieren möchten.

Weitere Informationen

Mehr Informationen unter:

www.koblenzerkatzenhilfe.de

ROB

Foto: Privat

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Katzen sind schwer krank, unterernährt oder in einem besorgniserregenden Allgemeinzustand. Foto: privat

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