Mosel-Maifeld-Radroute wurde in Pillig offiziell ihrer Bestimmung übergeben
„Die Menschen können hier Ruhe suchen und finden“
Pillig. Gemeinsam mit den Kommunen des Landkreises Mayen-Koblenz hat die Rhein-Mosel-Eifel-Touristik (REMET) ein attraktives und nutzerfreundliches Angebot für Radfahrer geschaffen. Vier Radtouren wurden entwickelt, optimiert oder schon bestehende Wege unter einem neuen Verwaltungsansatz neu konzipiert. Die landschaftlichen und kulturellen Highlights des Landkreises wurden für Gäste aus Nah und Fern gezielt erlebbar gemacht. Stellvertretend für alle Radtouren fand die offizielle Eröffnung auf der Nette-Obst-Radrunde, die unter dem Motto „Abwechslung garantiert“ firmiert, statt. Die Kulisse des Neuwieder Beckens, der Blick auf die umliegenden Vulkane der Eifel, das malerische Rheintal, die Streuobstwiesen hinter St. Sebastian bis zu den Holunderplantagen bei Kettig, aber auch die Idylle am namensgebenden Fluss Nette machen den Reiz aus und die Kontraste auf nur 42 Kilometern erlebbar.
Die Mosel-Maifeld-Radroute mit dem Leitbild „Idylle und Weite“ weist einen tollen Kontrast zwischen Tälern und Hochfläche auf. Mit dem schattigen Schrumpftal, Münstermaifeld und der Stiftskirche, den weiten Blicken über das Maifeld und das Elzbachtal mit der Pyrmonter Mühle. Das alles auf nur 30 Kilometern, allerdings sind auf dieser Strecke die meisten Höhenmeter zu bewältigen. Diese Route wurde in Pillig, auf dem Wirtschaftsweg Richtung Sevenich, im Beisein von Landrat Dr. Alexander Saftig, von Maximilian Mumm (Bürgermeister der Verbandsgemeinde Maifeld), von Anton Reiter (Beigeordneter der Verbandsgemeinde Maifeld), von Henning Schröder und Michael Schwippert (beide REMET), von den Ortsbürgermeistern Horst Klee (Pillig) und Christian Sommer (Naunheim) sowie vom Metternicher Ortsvorsteher Uwe Krause ihrer Bestimmung übergeben.
„Wir haben etwas Gutes auf den Weg gebracht und in Zusammenarbeit mit der REMET einen großen Schritt getan“, verdeutlichte Mumm in seiner Begrüßungsansprache. „Wir haben dieses Projekt nun ins Leben gerufen, obwohl es zahlreiche Diskussionspunkte gab. Aber nichts, was nicht aus der Welt geschafft werden kann. Wir müssen Verständnis entwickeln bei Landwirten und Radfahrern. Unsere Landschaft ist prädestiniert dafür, dass die Menschen hier Ruhe suchen und finden können. Wir hoffen auf ein gedeihliches Miteinander.“
Fahrradfahren liegt im Trend, etwa ein Drittel der Deutschen nutzt das Fahrrad an mehreren Tagen in der Woche.
Immer mehr Menschen erkunden auch in der Freizeit die Gegend auf dem Drahtesel. Urlaub mit dem Fahrrad ist in und für viele Regionen längst ein wichtiger Wirtschafts- und touristischer Standortfaktor. Jedes Jahr werden in Deutschland vier Millionen Fahrräder verkauft. „Und genau hier liegt unsere Motivation. Der Landkreis Mayen-Koblenz hat landschaftlich enorm viel zu bieten“, erklärte Landrat Dr. Saftig. „Mit der Eifel, dem Hunsrück sowie dem Mosel- und dem Rheintal punkten wir in Sachen Vielfalt, aber auch Schönheit. Es ist daher unsere Aufgabe und auch unsere Verantwortung, unsere Region für den Radtourismus interessant zu machen und Menschen zu motivieren, bei uns mit dem Rad Urlaub zu machen.“
Viele Problemfelder mussten gelöst werden, räumte Dr. Saftig ein. „Routen mussten gefunden und optimiert werden, die Verkehrssicherungs- und Unterhaltungspflicht war einvernehmlich und rechtssicher zu regeln. Vor allem der Konsens mit den Landwirten musste gefunden werden“, so der Landrat weiter. „Es war schon ein kleiner Fahrrad-Marathon, aber zum Glück sind wir alle gemeinsam durchs Ziel geradelt.“ Und der Chef des Landkreises schloss seine Ausführungen mit einer Aussage des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy: „Nichts ist vergleichbar mit der einfachen Freude, Rad zu fahren.“
Die beiden weiteren Radtouren erstrecken sich an der malerischen Mosel zwischen Winningen und Hatzenport (Mosel-Genuss-Radeln unter dem Motto „Weinkultur erleben“) sowie auf dem Maifeld-Radwanderweg zwischen Mertloch und Mayen („Bequem auf der Bahntrasse“). Alle Touren wurden einheitlich beschildert und zeigen dem Radfahrer unverkennbar den Weg. In weiteren Umsetzungsphasen sollen ab 2017 neue Routen in anderen Teilregionen des Landkreises folgen.
Der Naunheimer Ortsbürgermeister Christian Sommer, ein leidenschaftlicher Radfahrer, macht sich mit den neuen Schildern vertraut.
Für Maximilian Mumm (links), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Maifeld, und Landrat Dr. Alexander Saftig lag die Hauptaufgabe darin, einen vernünftigen Konsens zwischen Landwirten und Fahrradfahrern zu finden.
