Allgemeine Berichte | 12.02.2019

Fachbacher Karnevalisten stechen in See

Die Narren übernahmen das Gemeindehaus

Schüsselübergabe des Bürgermeisters Dieter Görg an Alex Patzig. Fotos: MFU

Fachbach. Traditionsgemäß starten die Fachbacher Narren mit dem Erstürmen des Dorfgemeinschaftshauses, um bis Aschermittwoch die Macht und den Schlüssel des Bürgermeisters Dieter Görg zu entreißen.

Am Sonntagmorgen trafen sich die Jecken bei Familie Morsch, um gemeinsam mit der Bad Emser Karnevalsgesellschaft (EKG) und den Roten Husaren den Plan zu besprechen, wie sie am besten das Flaggschiff des Kapitäns von Fachbach entern könnten.

Wasser gab es je genug, wenn auch nicht unter dem Kiel, sondern von oben. Was aber so ein richtiger Karnevalist ist, den kann nichts erschüttern. Nach der Stärkung hieß es Anker lichten, Kanone klarmachen und ablegen.

Großer Widerstand seitens des „Segelschiffs Fachbach“, mit Kapitän Dieter Görg an Bord, wurde nicht geleistet. Das Narrenschiff „FCV Helau“ enterte es im Handumdrehen. Mit dabei viele Freunde der Kolpingfamilie Nievern-Fachbach-Miellen, Karnevalsverein Weiß-Blau Arzbach e.V. und Bürger.

Der Kapitän Alex Patzig des „FCV Fachbach“ begrüßte alle Matrosen und Passagiere mit einem dreifach kräftigen „Helau“. Von weit her sind sie diesmal gekommen und mussten den Schiffsverkehr nutzen, da es über die Straßen, aufgrund der vielen Baustellen nicht ging. „Die Umgehungsstraße ist ja schon soooooo „ALT“, bekam sie jetzt einen neuen Flüsterasphalt.

Hindernisse gibt es auch auf dem Wasser. Niedrigwasser, Schneechaos dank Frau Holle spielte für und alles keine Rolle. Nun sind wir hier, und verlangen bitte sehr, wie es der Brauch und Sitte ist, den Rathausschlüssel. Das Geld, das kannst Du behalten, denn seit Jahren schon bist Du pleite. Ein Sparschwein macht jetzt seine Runde. Helau!“

Daraufhin Bürgermeister Görg: „Helau, ihr lieben Weltenbummler, auch ich bereise als Kapitän der „SS-Fachbach“ die ganze Welt. Ich möchte Ihnen unser Schiff einmal vorstellen. Es handelt sich um ein Segelschiff mit Hilfsmotor. Seit nunmehr 23 Jahren bin ich der Kapitän. Die Mannschaft besteht aus einem 1. und 2. Offizier, 16 Besatzungsmitgliedern und einem Bordmonteur. Wir haben beständig 250 Passagiere an Bord. Neuerdings fährt das Schiff unter der „Reederei VGBEN“ - da haben sich zwei kleine defizitäre Reedereien zusammengeschlossen um ihr Minus zu reduzieren. Allerdings muss da einer die Punkt- mit der Strichrechnung verwechselt haben. Während Minus geteilt durch Minus plus ergibt, bleibt Minus Plus Minus, immer noch Minus.

Wegen der finanziellen Nöte unserer Reederei bekommen wir unsere guten Einnahmen zum größten Teil abgenommen, so das wir uns jedes Jahr Geld leihen müssen.

So haben wir des öfteren im Mainzer Hafen angelegt um Treibstoff aufzunehmen, den man uns vorher geklaut hatte. Tolle Passagiere haben wir an Bord. Eine Gruppe kümmert sich um die Sicherheit. Sobald das kleinste Qualmwölkchen aufsteigt, ist sie da und löscht das Feuer. Wiederum andere bespaßen den Rest der Passagiere oder regen sie zu sportlichen Betätigungen an. Es gibt aber auch viele, die teilnahmslos in ihrer Kabine rumhängen und sich selten auf Deck sehen lassen.

Vier Jahre fährt unser Schiff in ruhigen Gewässern. Viele Klippen werden umschifft. Mit straff gespannten Segeln voraus durch viel Sonne, nur ab und zu regnet es mal.

Doch im 2. Halbjahr des 5. Jahres bekommen wir von unserer Reederei zur Auflage gemacht, das Bermudadreieck zu kreuzen. Als Kapitän muss ich das Schiff dann immer hart am Wind und senkrecht zu den Wellen halten. Auch Meuterei gibt es an Bord. Fünf Mal haben wir jetzt das Bermudadreieck gekreuzt.“ „Kommt die Passagierin zum Käpten gerannt - ruft „Kapitän, Kapitän unser Schiff sinkt. Kapitän - „Na und, ist doch nicht ihr Schiff.“ Fachbach Helau.

Husaren und Zwergenmariechen

Nach dieser spannenden und lustigen Episode des Bürgermeisters Görg, spielten die Husaren zum Sieg auf. Die Zwergenmariechen und die Nachwuchsgarde des FCV unter der Leitung von Hanna Münden, präsentierten auf engstem Raum ihre Gardetänze und wurden mit reichlich Applaus belohnt.

Prinzessin Valesca I. von Glanz und Glitzer hatte leider noch immer keine Stimme. So richtete der Hofkanzler, Frank Spiegel die Grußworte der Prinzessin Schmetterling an das närrische Volk.

Wichtige Haltepunkte des Kreuzfahrtschiffes „FCV-Helau“ Fachbach: 16. Februar um 19.11 Uhr Närrische Sitzung in der Gemeindehalle Fachbach; 17. Februar um 14.11 Uhr Kinderkarneval in der Gemeindehalle Fachbach „Eintritt frei“, 3. März um 14.11 Uhr Karnevalsumzug ab Sportplatz Fachbach

Prinzessin Valesca I. von Glanz und Glitzer, Hofkanzler Frank Spiegel überbringt die Grußworte, da die Prinzessin ohne Stimme ist.

Prinzessin Valesca I. von Glanz und Glitzer, Hofkanzler Frank Spiegel überbringt die Grußworte, da die Prinzessin ohne Stimme ist.

Die Zwergenmariechen zeigten ihr Können.

Die Zwergenmariechen zeigten ihr Können.

Die Roten Husaren sorgten für gute Musik.

Die Roten Husaren sorgten für gute Musik.

Schüsselübergabe des Bürgermeisters Dieter Görg an Alex Patzig. Fotos: MFU

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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