Allgemeine Berichte | 05.12.2025

Die Rauhnächte

Nadinee Kreuser.  Foto: privat

„Zwischen alten Nächten und neuen Hoffnungen – die Rauhnächte neu entdecken“

Wenn das Jahr sich dem Ende neigt und die Nächte länger werden, beginnt eine Zeit, die seit Jahrhunderten Menschen fasziniert: die Rauhnächte. Zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar liegt eine ganz besondere Phase — zwölf Nächte, die oft als „Zwischen den Jahren“ gelten, eine Zeit des Übergangs, des Innehaltens und des Neubeginns.

Was viele nicht wissen: Bevor die Rauhnächte beginnen, gibt es die sogenannten Sperrnächte. Sie starten in diesem Jahr am 8. Dezember und führen bis zur Wintersonnenwende am 21. Dezember. Ab diesem Tag kehrt das Licht zurück, ganz langsam, Minute für Minute.

Und weil diese Zeit auf das Wiederkommen des Lichts zuläuft, geht es in den Sperrnächten vor allem um eines: loslassen.

Ich mag diese Vorstellung. Nicht erst am Jahresende aufzuräumen, sondern Schritt für Schritt innerlich Platz zu schaffen: unnötige Gedanken aussortieren, Dinge loslassen, Notizen machen, die man nicht mit ins neue Jahr nehmen möchte.

Es ist erstaunlich, wie befreiend es sein kann, einmal aufzuschreiben, was man hinter sich lassen möchte – und es damit auch innerlich „abzusperren“.

Wenn dann am 25. Dezember die Rauhnächte beginnen, öffnet sich ein anderer Raum: ein Raum fürs Wünschen, Hoffen und Neuorientieren.

Besonders berührend finde ich das 13-Wünsche-Ritual. Alle Wünsche werden positiv formuliert.

Wer nachzählt, merkt schnell: zwölf Nächte – aber dreizehn Wünsche.

Zwölf davon werden in den Rauhnächten verbrannt, ungelesen, jeder für eine Nacht.

Ein Wunsch bleibt übrig.

Und genau diesen darf – oder besser: muss – man sich im neuen Jahr selbst erfüllen.

Ich sammle meine Wünsche nicht erst kurz vorher. Ich beginne schon jetzt damit.

Das Schöne daran: Man merkt, wie sich die eigenen Gedanken sortieren, was wirklich wichtig ist – und was nur laut war, aber nicht wesentlich.

Es ist kein großes Ritual, eher ein kleines Werkzeug, das mich erinnert:

Das neue Jahr beginnt nicht erst am 1. Januar.

Man kann schon vorher damit anfangen, Licht zu suchen.

Vielleicht liegt genau darin der Zauber dieser Zeit:

dass in der dunkelsten Phase des Jahres etwas wächst, das uns leise in Richtung Hoffnung schiebt.

Nadine Kreuser

Nadinee Kreuser. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

Bahnhof Engers wird barrierefrei

  • Gitta Meyer: Und wenn nur 2 ode 3 Menschen leicht an dem Zug ran und reinkommt ist es das wert. Ich habe einen Mann ,der behindert ist,und im Rollstuhl sitzt. Da sind mir die Mäuse egal. Es kann sich keiner vorstellen ,wenn.man nicht selbst betroffen ist.
  • Hildegard DÖTSCH : Wurde im Vorfeld geprüft, wieviel beeinträchtige Menschen täglich den Bahnhof/ die Züge nutzen würden/wollen? Die Rodung bringt eine Vielzahl an Vögel, die in den Birken lebten in Bedrängnis. Auch Kleintiere, Eidechsen, Mäuse etc.

Neuwied: Gesunde Bäume sollen gefällt werden

  • Inge: Unmöglich das so was in der heutigen Zeit in der das Thema Umweltschutz, Kimaschutz, Artenschutz ect. angeblich so groß geschrieben wird .Die Begründungen die Bäume zu fällen sind so was von daneben und anders zu klären.
  • Sandra Schneider: Das sehe ich auch so, das macht den Ychulhof auch nicht größer. Es wäre sehr schade um die alten Bäume.
  • Sven : Typisch Neuwied alte Bäume fällen un kleine neu pflanzen. Lastt die alten großen stehen.

Initiative "Rettet die Alte Post" in Rheinbach

  • Lukas Wegberg: Drin war ich noch nie, aber der Außenbereich dieses Etablissements ist nebst Bahnhof der einzige unästhetische Fleck in der gesamten Stadt, der mir spontan einfällt. Dass die Kneipe nun einer anderen...
Sonderseite Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
Gesundheitsexperten in Bad Neuenahr-Ahrweiler
Dauerauftrag 2026
Lernfux
Stellenanzeige Zanhtechniker
Lustig, närrisch, kunterbunt
Innovatives aus der VG Weißenthurm
Stellenanzeige Produktionsmitarbeiter
Wir helfen im Trauerfall
Empfohlene Artikel

Kirchdaun. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen haben Gelegenheit, die Atmosphäre im Backhaus zu erleben, den Teig selbst zu kneten, die Brotlaibe zu formen und ihr eigenes Sauerteigbrot herzustellen, das dann im Steinbackofen gebacken wird. Gäste sind herzlich willkommen. Die Backkurse finden am Montag, den 16. März und Dienstag den 17.März jeweils ab 16 Uhr im Backes in 53474 Kirchdaun, Brunnenstr. 38 statt.

Weiterlesen

Weitere Artikel

Kerben. In Deutschland leben rund 11 Millionen Menschen mit Diabetes mellitus, wobei mindestens 9,1 Millionen von ihnen an Diabetes Typ 2 leiden. Fast jeder kennt jemanden, der mit dieser Erkrankung zu kämpfen hat. Doch ist die Diagnose tatsächlich unausweichlich? Welche Maßnahmen können ergriffen werden, um die Krankheit oder ihre Folgen zu verhindern?

Weiterlesen

Bachem. Der Kapellenverein Bachem e. V. lädt seine Mitglieder zur ordentlichen Mitgliederversammlung 2026 ein. Die Versammlung findet am Donnerstag, 16. April 2026, um 19.30 Uhr in der St.-Anna-Kirche Bachem statt. Neben den turnusmäßigen Berichten stehen in diesem Jahr auch Neuwahlen des Vorstands und der Kassenprüfer auf der Tagesordnung.

Weiterlesen

Allgemeine Berichte

Trödelmarkt in Polch

Polch. Am 3. Mai findet in Polch bereits zum neunten Mal der beliebte Floh- und Trödelmarkt der „Helf Angels, Nachbarschaftshilfe Maifeld e.V.“ statt.

Weiterlesen

Sonderseite Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
Helfende Hände gesucht
Pellets
Wir helfen im Trauerfall
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0102#
Schnitzelbuffet MK
Innovatives aus der VG Weißenthurm
Innovatives aus der VG Weißenthurm
Candlelight Schwimmen
Image Anzeige // Närrische Preise 50%
Titelanzeige
Innovatives aus der VG Weißenthurm
Eröffnunsganzeige - für MC, RM
Stellenanzeige SHK-Anlagenmechaniker u. Kundendienstmonteur
Wir helfen im Trauerfall
Celtic Rhythmus
Stellenanzeige - diverse Bereiche