Allgemeine Berichte | 08.03.2016

Polizeihubschrauberstaffel ist wichtig für die Innere Sicherheit

Die „Sperber“ bleiben in Winningen

Innenminister Roger Lewentz besuchte den Stützpunkt und kündigte Investitionen in die Helikopter an

Die „Sperber“ bleiben in Winningen und werden mit neuerer Kameratechnik ausgerüstet, darüber freuen sich die 36 Bediensteten der Polizeihubschrauberstaffel.

Winningen. Beim Besuch der Polizeihubschrauberstaffel in Winningen informierte Innenminister Roger Lewentz, gemeinsam mit dem Leiter der Abteilung Polizei Karl-Otto Dornbusch und dem Leiter der Hubschrauberstaffel Ralf Schmitz, über die Lage und kündigte Investitionen an. Zwei Hubschrauber des Typs Eurocopter H mit TV- und Wärmebildtechnik sind bei der Polizeihubschrauberstaffel (PHUST) im Einsatz. Für ihre Kennung benutzen die Piloten die Namen „Sperber I“ und „Sperber II“.

Zusammenarbeit mit Hessen soll ausgebaut werden

Lange Zeit fürchteten die 36 Bediensteten, davon 24 Polizeibeamte, um den Standort. In der Planung war eine Zusammenlegung mit PHUST im hessischen Egelsbach. Monatelang wurde das Für und Wider ausgelotet. Am Ende war klar: Es spricht mehr für den Verbleib des Stützpunktes in Winningen. Es ist eine gute Zusammenarbeit mit den Kollegen in Hessen, mit gegenseitigen Einsätzen, wenn nötig. Zusammen stehen fünf Hubschrauber und ein Flächenflugzeug zur Verfügung. Die hessischen und rheinland-pfälzischen Hubschrauber unterscheiden sich in Größe und Technik, mit ein Grund, dass die Zusammenlegung scheiterte. Auch die Liegenschaften, die einen Umbau und hohe Investitionen erforderlich machen würden, waren ein ausschlaggebender Grund. „Wir wollen die Zusammenarbeit weiter ausbauen“, erklärte Karl-Otto Dornbusch, „und suchen nach weiteren Feldern der Kooperation.“ Für Ralf Schmitz ist klar: „Wir haben ein optimales Einsatzmanagement mit Hessen. Die Kooperation soll vertieft werden, wir planen eine Bereitschaft an Sonn- und Feiertagen.“ Telefonisch stimmt sich die Winninger Staffel mit Hessen über Personal und Material ab, fünf Maschinen sind ein besseres Potenzial, um schneller und besser mehr Einsätze fliegen zu können. Ein guter Grund für das Verbleiben der Polizeihubschrauberstaffel in Rheinland-Pfalz. Positiv für den Erhalt der Staffeln an ihren Standorten ist auch deren zentrale Lage, von wo aus die Einsätze in den jeweiligen Bundesländern optimal geflogen werden können.

Gestiegene Herausforderungen durch den Terrorismus

Der Innenminister bezeichnete die Winninger Hubschrauberstaffel als wichtige Säule der inneren Sicherheit in Rheinland-Pfalz. „ Unsere gesamte Polizei richtet sich an den gestiegenen Herausforderungen durch den internationalen Terrorismus aus. Dazu gehört auch unser fliegendes Personal“, erklärte Lewentz. Er erinnerte daran, dass die Winninger Polizisten und Polizistinnen während der schrecklichen Anschläge von Paris in Alarmbereitschaft versetzt worden waren: „Es war zeitweise unklar, ob Terroristen möglicherweise in Richtung Rheinland-Pfalz flüchten.“ Herausragende Einsätze waren aber auch „Rock am Ring“, die ADAC Rallye Deutschland, der Rheinland-Pfalz-Tag in Ramstein-Miesenbach oder der G7-Gipfel in Bayern.

Dass das Land in die Helikopter investieren will, hörte der Leiter der PHUST Ralf Schmitz gerne. „Wir werden unsere beiden Hubschrauber jetzt mit einem verbesserten Kamerasystem ausstatten, um auf terroristische Lagen und eine enge Zusammenarbeit mit den Spezialeinheiten noch besser reagieren zu können“, kündigte Lewentz an. 3,05 Millionen Euro kostet die künftige Videotechnik. Damit können die Maschinen weitaus höher fliegen, aber dennoch scharfe und hoch auflösende Bilder an die Einsatzzentrale liefern. „Es ist für uns ein taktischer Vorteil bei Observationen und Zugriffen. Je höher der Hubschrauber fliegt, umso geringer die Wahrnehmung der Verdächtigen“, erklärte Schmitz. Innerhalb eines Jahres kommen mehr als 1000 Flugstunden zusammen, 2015 waren es 1298. Innenminister Lewentz überzeugte sich, dass die beiden Hubschrauber auf dem aktuellen Stand der Technik sind: „Im Hinblick auf den Wartungszustand und die Laufzeit pro Maschine sind sie etwa in der Mitte eines realistischen Lebenszyklus angekommen.“ Den Vorwurf des Landesvorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft Benno Langenberger, der Material und Kameras als „Edelschrott“ bezeichnete, weist der Minister weit von sich: „Wir würden keinen Hubschrauber in die Luft schicken, wenn wir Bedenken hätten, das Fluggerät wäre nicht in Ordnung.“ Kaum ausgesprochen, setzte sich Lewentz ohne Bedenken für einen Rundflug über Rhein und Mosel in einen Helikopter, dessen Pilot ihm seinen Wohnort Kamp-Bornhofen aus der Vogelperspektive zeigte.

Ein faszinierender Blick über die Region bot sich nicht nur den Piloten.

Ein faszinierender Blick über die Region bot sich nicht nur den Piloten.

Eine Menge Technik istim Cockpit zu beherrschen.

Eine Menge Technik istim Cockpit zu beherrschen.

Zur Lage und über künftige Investitionen informierten (v. l.) der Leiter der Abteilung Polizei Karl-Otto Dornbusch, Innenminister Roger Lewentz und der Leiter der Polizeihubschrauberstaffel Ralf Schmitz. EP

Zur Lage und über künftige Investitionen informierten (v. l.) der Leiter der Abteilung Polizei Karl-Otto Dornbusch, Innenminister Roger Lewentz und der Leiter der Polizeihubschrauberstaffel Ralf Schmitz. Fotos: EP

Innenminister Roger Lewentz beim Rundflug über Rhein und Mosel.

Innenminister Roger Lewentz beim Rundflug über Rhein und Mosel.

Ein aktuelles Video zu diesem Thema finden Sie im Internet unter: www.blick-aktuell.tvReinschauen lohnt! Viel Spaß.

Ein aktuelles Video zu diesem Thema finden Sie im Internet unter: www.blick-aktuell.tv Reinschauen lohnt! Viel Spaß.

Die „Sperber“ bleiben in Winningen und werden mit neuerer Kameratechnik ausgerüstet, darüber freuen sich die 36 Bediensteten der Polizeihubschrauberstaffel.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Daniela Jacobs: Auch Fußgänger ????? sollten beachtet werden!Wenn jeder nur ein bisschen, wäre vieles einfacher!
  • K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"

Kruft: Zwischen Dauerkritik und Tatendrang

  • Rolf Stern : Der Text wirkt weniger wie eine Einordnung, sondern eher wie der Versuch, berechtigte Kritik abzuwürgen. Gerade bei öffentlichen Geldern ist Nachfragen keine Dauerschleife, sondern demokratische Pflicht.
  • Andreas Lung: Liebe Frau Schumacher, Sie haben offensichtlich überhaupt nicht verstanden, worum es geht.
  • Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht 2026
Schulze Klima -Image
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Tag der offenen Tür
Stellenanzeige mehrere Stellen
PR-Anzeige
Empfohlene Artikel
Auf der Bühne herrschte bei den Spielen eine lockere Atmosphäre.  Foto:WAMFO.de
17

Nürburgring. Ally-Pally-Atmosphäre am Nürburgring: Tausende Fans der fliegenden Pfeile haben die Ringarena am vergangenen Samstag erneut in einen Darts-Tempel verwandelt. In den Trikots ihrer Lieblingsspieler oder kreativ verkleidet als Zwerg oder Zielscheibe, erlebten rund 4.000 Besucher bereits im fünften Jahr spannende Partien zwischen den bekannten Größen des (Dart)Sports. Auf der Bühne der „Darts-Arena“ lieferten sich die Darts-Stars spannende Duelle.

Weiterlesen

Die Erwachsenengruppe ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.  Foto: privat
24

Remagen. Die Magic Dancers Remagen sind ein traditionsreicher Verein mit Herz, Leidenschaft und einer besonderen Geschichte. Gegründet im Jahr 1993, gingen sie ursprünglich aus einer Aerobic-Gruppe hervor. Über die Jahre entwickelten sie sich stetig weiter und sind seit 2025 als eigenständiger Verein organisiert. Heute stehen die Magic Dancers für Gemeinschaft, Kreativität und tänzerische Vielfalt – und das generationenübergreifend.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
307

Aufgrund von Wartungsarbeiten muss´die Stromversorgung zeitweise eingestellt werden

Kein Strom in Sinzig-Westum und Löhndorf

Sinzig. Am Dienstag, 14. April, führt die Rhein-Ahr-AöR Arbeiten an der Wasserversorgung in Sinzig-Westum durch. Zur Sicherheit der Arbeiter muss dazu ein Mittelspannungskabel der Energienetze Mittelrhein (enm) zeitweise abgeschaltet werden.

Weiterlesen

Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel.  Foto:privat
15

Allgemeine Berichte

EIN-Spruch: Fest(e) der Befreiung

Vom 01.-09. April wird die jüdische Pessach Woche begangen, die nahezu zeitgleich zusammenfällt mit der von den Christen begangene Kar- und Osterwoche. Durch Jesus bedingt hängen beide Festtraditionen, auch inhaltlich, miteinander zusammen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
411

Leserbrief zu „HeimatCheck: Bad Neuenahr: Zu viele unangeleinte Hunde im Stadtgebiet?“

Leserbrief: „Das ist keine Tierliebe, das ist Egoismus!“

Ich bin fast 75 Jahre alt. Seit meinem 17. Lebensjahr habe ich Hunde. Zwei dieser Hunde wurden von unangeleinten Hunden angefallen, und so schwer verletzt, dass sie nur durch hohe tierärztliche Kunst gerettet werden konnten. Beide hatten ihr Leben lang mit den Folgen zu kämpfen.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Holz Loth-Entsorgung
Rund ums Haus
Fahrer gesucht (m/w/d)
Titel
Ostergruß
Hasenhoppeln & Heimatshoppen
fit für`s Alter?
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
SB Standesamt
Stellenanzeige
Angebotsanzeige (April)
Dauerauftrag 2026
Ostergrußanzeige
Anzeige Lange Samstage
Unterstützeranzeige
Stellenanzeige Personalreferent/in
Stellenanzeige Kita