Kreuzweg am Apollinarisberg
Die Station V erhielt wieder ein Bronze-Relief
Remagen. Vor mehr als acht Jahren war das Entsetzen groß: Sechs Bronzereliefs des Kreuzweges am Apollinarisberg wurden gestohlen. Mit Hilfe und Unterstützung des Fördervereins konnte bereits im Jahr 2018 die Station VII (Jesus fällt zum zweiten Mal) als Relief in Auftrag gegeben und angebracht werden. Anfang 2022 übernahm ein Remagener Bürger, er möchte jedoch anonym bleiben, aus Verbundenheit zu seiner Heimat die Kosten für die Wiederherstellung der Station VI (Veronika mit dem Schweißtuch).
Durch die Finanzierung des Fördervereins konnte nun das Bronze-Relief der Station V wieder hergestellt werden. Es lag, wie auch bei den anderen Stationen, kein Modell mehr vor, sodass die Künstlerin Stefanie Pung aus Thür erneut auf Grundlage der vorhandenen Reliefs und Fotografien der Station eine Form aus Plastilin erstellen musste. Nach deren Fertigstellung erfolgte Ende 2025 in der Gießerei Pelikan (Bendorf) der Bronzeguss. Nach der Winterkälte jedoch noch rechtzeitig vor Ostern wurde es jetzt mit Mörtel und Schrauben fest fixiert.
Der Tenor könnte lauten: Wir wollen nicht kapitulieren. Nicht vor den Metalldieben und auch nicht vor der Aufgabe der Erhaltung dieses christlichen und kulturellen Denkmals in Remagen. Ein Blick in die 150-jährige Geschichte zeigt, dass die Erhaltung eines solches Objekt, das jeden Tag Sonne und Regen, sowie den Menschen ausgesetzt ist, eine immerwährende Aufgabe ist. Vielleicht finden sich noch weitere Spender…
