Allgemeine Berichte | 25.05.2023

Die Trinkwasserversorgung im Landkreis Cochem-Zell ist sichergestellt.

Kreis Cochem-Zell. In einem Artikel einer Tageszeitung wird den Kreiswerken Cochem-Zell vorgehalten, sich nicht früh genug um Lösungsalternativen für den in den letzten Jahren festgestellten Rückgang der Grundwasserneubildung bemüht zu haben. Dem widerspricht der Leiter der Kreiswerke Cochem-Zell Karl-Josef Fischer vehement.

Aufgrund rückläufiger Niederschlagsmengen in den letzten Jahren, die sich regional sehr unterschiedlich darstellen, jedoch im Durchschnitt von Rheinland-Pfalz rund 25 Prozent betragen, sind die Grundwasserneubildungsraten zwangsläufig auch rückläufig. Dies haben die Kreiswerke Cochem-Zell sehr wohl frühzeitig erkannt und sich um entsprechende Lösungsalternativen bemüht.

Der Landkreis bezieht rund 30 Prozent seines Wasserbedarfs außerhalb des Landkreises. Daher wurde in Gesprächen mit den Werkleitungen der beiden Wasserversorgungszweckverbände Eifel-Mosel und Eifel, deren Mitglied der Landkreis Cochem-Zell ist, erreicht, dass die dem Landkreis Cochem-Zell zustehenden Wasserversorgungskontingente bei Bedarf vollumfänglich genutzt werden können, was im Falle höherer Wasserbedarfe zu mehr Versorgungssicherheit geführt hat. Im Falle des Wasserbezuges vom Wasserversorgungszweckverbandes Eifel ist darüber hinaus sogar ein Mehrbezug über das zustehende Kontingent hinaus zugesichert.

Die Erneuerung der Hochbehälter hat neben einer Qualitätssicherung auch zu mehr Bevorratung geführt.

Aber auch die eigenen Wassergewinnungs- und Aufbereitungsanlagen wurden frühzeitig in den Blick genommen, um die Versorgungssicherheit, insbesondere bei hohen Wasserverbrauchsmengen im Sommer, deutlich zu erhöhen. So wurde in die Wassergewinnungsanlagen in Strohn, Uersfeld und Zell, die zu den größten Eigengewinnungsanlagen der Kreiswerke Cochem-Zell gehören, in den vergangenen fünf Jahren mehr als zweieinhalb Millionen Euro investiert, um die Förderung, Aufbereitung und den Transport größerer Wassermengen zu ermöglichen.

Allein durch die zuvor genannten Maßnahmen haben die Kreiswerke Cochem-Zell in den vergangenen zehn Jahren rund sechs Millionen Euro investiert, um die Versorgungssicherheit ihrer Bürgerinnen und Bürger jederzeit zu gewährleisten.

Aber auch die Erschließung weiterer Trinkwasservorkommen sowie die Entwicklung von Möglichkeiten zur alternativen Wassernutzung, wie beispielsweise der Brauchwasserförderung für Bewässerungszwecke, um wertvolles Trinkwasser zu substituieren, stehen im ständigen Fokus der Kreiswerke. So wurde bereits im Jahre 2019 eine Potenzialstudie in Auftrag gegeben, deren Ergebnis dem Werkausschuss vorgestellt wurde. Grundlage dieser Potenzialstudie war zu untersuchen, inwieweit neue Trinkwasserbrunnen im Landkreis Cochem-Zell erschlossen werden können. Von dem beauftragten Büro für angewandte Geologie, Wasser und Boden in Boppard wurden hier zwei Bereiche im Landkreis Cochem-Zell als geeignet identifiziert, zum einen der Bereich am Jungferweiher in Ulmen sowie am Ulmener Maar, zum anderen im Wasserschutzgebiet Senheim.

Bereits 2021 wurden in Ulmen drei Versuchsbohrungen niedergebracht, die nach entsprechenden Pumpversuchen und Qualitätsprüfungen erfolgsversprechend sind. Der Ausbau eines Trinkwasserbrunnens an dieser Stelle wurde mit Beschluss des Werkausschusses am 22.03.2023 beauftragt. Mit den Bauarbeiten wird bereits im August dieses Jahres begonnen werden können.

Auf Antrag der CDU-Fraktion (Erstellung eines nachhaltigen und zukunftsfähigen Wassermanagementkonzeptes) im Kreistag Cochem-Zell wurde über die Erkundung eigener Trinkwasservorkommen hinaus auch die aktuelle Versorgungsstruktur der Kreiswerke untersucht, um möglicherweise weitere Verbesserungspotenziale in Bezug auf das Wassermanagement des vorhandenen Wasserdargebotes zu finden.

Bereits seit dem Jahr 2021 bewilligen die Kreiswerke auf Antrag Zuschüsse zur Schaffung von Speichervolumen, um beispielsweise Regenwasser für Bewässerungszwecke im Garten, für zulässige Nutzungen im Haushalt aber auch für die Bewässerung von Sport- und Freizeitanlagen. Diese Initiative geht auf einen entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion im Kreistag zurück und wird insbesondere von privaten Haushalten zur Sammlung des anfallenden Regenwassers gut in Anspruch genommen. Auch Eigeninitiativen zur Bewässerung von Sportanlagen wurden bereits gefördert. Dafür stehen jährlich 70.000 Euro zur Verfügung.

Die Aktivitäten der Kreiswerke Cochem-Zell zeigen sehr deutlich, dass die dauerhaft und nachhaltige Versorgungssicherheit der Bevölkerung mit Trinkwasser als zentrale Aufgabe der Wasserversorgung durch die Kreiswerke gesehen und wahrgenommen wird und schon rechtzeitig auf die Anforderungen in der Zukunft ausgerichtet wurden. Insofern ist und bleibt die Trinkwasserversorgung im Landkreis Cochem-Zell durch die Kreiswerke gesichert.

Die in den Jahren 2018 und 2022 verfügten Nutzungsbeschränkungen für Bewässerungszwecke wurden im Wesentlichen erforderlich, da die Wasserverbrauchsmengen in Höhe regelmäßiger Tagesverbräuche von 10.000 -11.000 m³ sich in der Spitzenlast auf bis zu 14.000 m³ erhöht haben. In dieser Situation ist es technisch kaum noch möglich, die Pumpenleistung weiter zu erhöhen, um mehr Wasser zu fördern. Auch das Wasserversorgungsnetz für den Transport des Wassers ist nicht auf derartige Spitzenwerte ausgelegt. Zudem kann eine dauerhafte Überförderung der Brunnen zu nachhaltigen Schäden führen.

Die Versorgung mit Trinkwasser für Mensch und Tier sowie der Brandschutz war jederzeit gewährleistet; Nutzgärten und Friedhöfe waren beispielsweise von dieser Beschränkung nicht betroffen.

Pressemitteilung des

Kreis Cochem-Zell

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