Am Wochenende wurde die Ausstellung „Unkel im Wandel der Zeit“ eröffnet
Die Veränderungen der Stadt sind zu sehen
Auch über Pfingsten s im Ladenlokal Justen am Oberen Markt zu sehen
Unkel. Hochbetrieb herrschte am späten Samstagvormittag im Ladenlokal Justen, dem ehemaligen Café Knäpper, am Oberen Mark. Eingeladen dorthin hatte die Entwicklungsagentur (EA) um die beiden Vorsitzenden, Clemens Freiherr von Weich und Daniel Schmitz, zusammen mit dem Geschichtsverein um den Vorsitzenden Piet Bovy und Stadtarchivar Wilfried Meitzner zur Eröffnung der Ausstellung „Unkel im Wandel der Zeit - Die Veränderungen unserer Stadt“. Namentlich begrüßen dazu konnte Clemens Freiherr von Weich Bürgermeister Gerhard Hausen, den Beigeordneten Siegfried Brenke, den Vorsitzenden des Willy-Brandt-Forum, Christoph Charlier, und seinen EA-Vorgänger Rex Stephenson. Sein Dank galt neben dem Bauhof für das Aufstellen der Stellwände vor allem Hermann Justen, der die frisch sanierten Räume für die Ausstellung zur Verfügung gestellt hatte.
„Die Aufnahme in das Bund/Länder-Programm „Historische Stadtbereiche – Städtebaulicher Denkmalschutz“ ergibt für die Unkeler Altstadt nach dem Aufschwung durch die erste Sanierungsphase 1988-98 ganz neue Perspektiven. Das war der Grund für uns diese Ausstellung zu konzipieren, die 14 Tage und damit auch über Pfingsten für auswärtige Besucher während des design-Marktes zu sehen ist“, erklärte der EA-Vorsitzende. Eingeleitet wird die Ausstellung von zwei romantischen Rheinbildern. „Diese Rheinromantik ist zwar nicht alles, aber doch prägend für die Stadt“, erinnerte Clemens von Weich.
Die Ausstellung beginnt thematisch im Norden mit der „Rauchwaren-Zurichterei und Färberei“ von Paul Profitlich. Auf einer Stellwand sind Fotografien des Unteren Marktes, dem heutigen Willy-Brandt-Platz, zu sehen. An dessen westlicher Stirnseite habe früher ein romantisches Fachwerkhäuschen gestanden, dass in den 70.er Jahren einem Bankenhaus hatte weichen müssen. „Natürlich kann man das bedauern, aber ohne diese Änderung würde es dort das Willy-Brandt-Forum nicht geben“, gab er zu Bedenken.
Abschließend sind in der Ausstellung neben aktuellen Luftaufnahmen von Unkel und einer aus der Zeit vor der ersten Sanierung noch Fakten zur allgemeinen Entwicklung der Stadt zu sehen.
Im Titel der Ausstellung „Unkel im Wandel der Zeit“ sei die Dynamik beinhaltet. Veränderungsprozesse seien notwendig aber kein Selbstzweck. Es gelte mit Augenmaß auszuloten, was zu bewahren sei und wo man mit der Zeit gehen müsse. „Wer Gutes bewahrt, aufgeschlossen gegenüber Neuerungen ist und menschlich bleibt, indem er die Menschen mitnimmt, schafft den Spagat zwischen Tradition und Trend. Und wem dieser gelingt, der bleibt attraktiv“, schloss Gerhard Hausen sein Grußwort. Zu sehen ist die Ausstellung insgesamt zwei Wochen, vom Pfingstsamstag, 19. Mai, bis Pfingstmontag, 21. Mai, und noch am Samstag, 26. Mai, jeweils von 11.30 bis 17 Uhr sowie an den Wochentagen nach Vereinbarung über info@entwicklungsagentur-unkel.de.
DL
