Andernacher Kulturamt informiert
Die Vermessung der Welt
Aufführung des Schauspiels am 14. April in der Mittelrheinhalle
Andernach. In einer Aufführung der Landesbühne Rheinland-Pfalz, Neuwied, zeigt das Kulturamt der Stadt Andernach am 14. April um 20 Uhr das Schauspiel „Die Vermessung der Welt“ nach dem Bestseller von Daniel Kehlmann. Ende des 18. Jahrhunderts machen sich zwei herausragende deutsche Wissenschaftler daran die Welt zu vermessen. Beide sind höchst individuelle und herausragende Persönlichkeiten. Aber grundsätzlich in Meinung und Arbeitsmethode verschieden. Während Alexander von Humboldt sich durch den Urwald kämpft, den Orinoko befährt, Kopfläuse zählt, in jedes Erdloch kriecht, Menschenfressern begegnet und auch vor dem Chimborazo nicht halt macht, bleibt Karl Friedrich Gauß lieber zu Hause. Er ist Mathematiker und Astronom. Er braucht nur ein Fernglas, ein Stück Papier und eine Mütze, damit ihm nicht die Ohren frieren. Das ist für ihn Wissenschaft.
Alt, berühmt und ein wenig sonderbar geworden, treffen sich beide im September 1828 in Berlin zum Deutschen Naturforscher-Kongress. Selbstverständlich wollte Karl Friedrich Gauß nicht dorthin. Monatelang hatte er sich geweigert, aber Alexander von Humboldt war hartnäckig geblieben, bis er in einem schwachen Moment und in der Hoffnung, der Tag käme nie, zugesagt hatte. Doch kaum steigt Karl Friedrich Gauß aus seiner Kutsche, verstricken sie sich in die politischen Wirren Deutschlands nach dem Sturz Napoleons. Mit hintergründigem Humor zeichnet Kehlmann das Bild zweier bedeutender Männer mitsamt ihren Sehnsüchte und Schwächen.
Weitere Informationen im „Kulturpunkt“, Historisches Rathaus, Hochstraße 52-54, Andernach, Tel. (0 26 32) 92 23 70 und www.andernach.de. Kartenvorverkauf, Tel. (0 26 32) 92 22 26 oder Fax: (0 26 32) 94 96 08, E-Mail: kultur@andernach.de oder ticket@andernach.de. Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch, 9 bis 16 Uhr, Donnerstag, 9 bis 18 Uhr und Freitag, 9 bis 13 Uhr.
Pressemitteilung
Kulturamt der Stadt Andernach
