Präventionsprogramme „Mein Körper gehört mir“ in der Grundschule Forster Kirchspiel
„Die große Nein – Tonne“
Brohl. Auch in diesem Schuljahr war die „theaterpädagogische werkstatt“ mit ihren Präventionsprogrammen „Mein Körper gehört mir“ und „Die große Nein – Tonne“ wieder zu Gast in der Grundschule Forster Kirchspiel in Brohl. An drei Vormittagen erlebten die Dritt- und Viertklässler der Grundschule Forster Kirchspiel das theaterpädagogische Projekt „Mein Körper gehört mir“ gegen sexuelle Gewalt bei Kindern. Die Schaupieler zeigten in kurzen Spielszenen, immer nah am Alltag der Kinder, wie wichtig es ist auf sein eigenes Bauchgefühl zu hören, zwischen Ja- und Nein – Gefühlen zu unterscheiden, deutlich „Nein!“ zu sagen und sich Hilfe zu holen. Bei den Aufführungen wurde gemeinsam gesungen und viel gelacht, und es gelang den Schauspielern, die Kinder zum Mitdenken und Mitreden zu motivieren. Denn das wichtigste Ziel dieses Präventionsprogrammes ist es, „Kinder stark, selbstbewusst und handlungssicher zu machen, damit andere ihre Schwächen nicht ausnützen können“.
Dabei wurden den Kindern ganz konkrete praktische Hilfen an die Hand gegeben, die ihnen ermöglichen sollen, sich in Situationen, die in ihnen ein „Nein – Gefühl“ hervorrufen, Hilfe zu holen.
Auch für die Jüngsten hatten die Schauspieler der „theaterpädagogischen werkstatt“ Geschichten zum Lachen, Nachdenken und Mitfiebern mitgebracht. Die Erst- und Zweitklässler der Grundschule Brohl und die Vorschulkinder der KiTa Forster Kirchspiel erlebten in drei Spielszenen „Gefühle zeigen macht stark“. Dabei wurden die Kinder dazu ermuntert, eigene Empfindungen, Ab- und Zuneigungen zu äußern, an die eigene Kraft zu glauben und auch laut und deutlich „Nein!“ zu sagen, wenn jemand ihre persönlichen Grenzen überschreitet. Die „große“ Nein – Tonne“ wurde gefüllt mit all den blöden Gefühlen der Kinder. Dabei half der Zauberspruch: „Tonne, Tonne, Deckel auf, ich hab ein Nein-Gefühl im Bauch. Das will ich nicht! Das muss nicht sein! Drum werf ich’s rein mit Nein! Nein! Nein!“ Aber nicht alles darf in die „Nein – Tonne“. Zähneputzen? Die Kinder lernten auch, dass manche unbeliebte Regel durchaus sinnvoll und notwendig ist. Alle Lehrerinnen und Erzieherinnen waren sich nach dem Theaterbesuch darüber einig. Die „große Nein – Tonne“ unterstützt spielerisch eine positive Persönlichkeitsentwicklung der Kinder hin zu mehr Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen und dies auf sehr lustige und unterhaltsame Art.
Der Förderverein der Grundschule hatte den Großteil der anfallenden Kosten für dieses wichtige Projekt übernommen. Darüber hinaus beteiligt sich die Raiffeisenbank Eifeltor eG finanziell an der schulischen Präventionsarbeit.
Pressemitteilung
Grundschule Forster Kirchspiel
