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Vortrag in der Palottikirche am Haus Wasserburg

Die ökologischen Grenzen des Wachstums

Michael Müller referierte zum Thema „Ein Jahrhundert der Nachhaltigkeit oder ein Jahrhundert der Selbstzerstörung?“

Die ökologischen Grenzen des Wachstums

V.l. Michael Müller (Staatssekretär a. D., Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschland), Andreas Kirchgässner (Umweltnetzwerk Kirche Rhein-Mosel), Melanie Gehenzig (Haus Wasserburg) und Barbara Schartz (Themenschwerpunkt Schöpfung, Erwachsenenbildung, Bistum Trier.).Foto: privat

18.12.2018 - 17:00

Vallendar. „Wir sind weit über dem, was wir uns leisten können“, so Michael Müller, Staatssekretär a.D. und Bundesvorsitzender der Naturfreunde. Gemeint sind die Emissionen an klimaschädlichen Treibhausgasen, die die Menschen freisetzen.

Michael Müller referierte in der Palottikirche am Haus Wasserburg , einer Veranstaltung des Umweltnetzwerk Kirche Rhein-Mosel e.V., der katholischen Erwachsenenbildung und des Hauses Wasserburg.


Wertschöpfungstag am 1. August erreicht


Im Zeitalter des Anthropozän, dem Zeitalter, in dem wir leben und welches durch den Menschen geprägt ist, stoßen die Menschen an die ökologischen Grenzen des Wachstums. Drei dieser Grenzen wurden durch Michael Müller als maßgeblich genannt:

1. Die motorisierte Mobilität ist nahezu vollständig von Erdöl abhängig.

Diese Ressource ist allerdings begrenzt und bald schon wird die Förderung davon zurückgehen. Die Grenzen der heutigen Mobilität sind somit greifbar.

2. Der ökologische Fußabdruck der Menschheit ist sehr viel größer, als sie es sich leisten kann. Im Jahr 2018 war der sogenannte Welterschöpfungstag, an dem die Menschheit sämtliche Ressourcen, die die Erde wiederherstellen kann, aufgebraucht hat, am 1. August erreicht. Ab diesem Punkt wurde die Erde dementsprechend überstrapaziert. Für Deutschland wurde der Erschöpfungstag in diesem Jahr sogar schon am 2. Mai erreicht.

3. Die planetarischen Grenzen wurden bereits bei der Biodiversität, dem Stickstoffkreislauf, dem Süßwasseraufkommen und beim Klima überschritten.


Weit über dem Verantwortbaren


Besonders in Bezug auf das Klima nannte Müller einige Zahlen und Fakten: Bei der Pariser Weltklimakonferenz 2016 wurde bekannt gegeben, dass die Erderwärmung bereits ein Grad überschritten hat. Bis zum Jahr 2035 wird die 1,5-Grad-Grenze erreicht werden. Selbst wenn die Nationen ihre in Paris gegebenen Selbstverpflichtungen einhalten, wird die Erderwärmung noch bis zu 2,8 Grad voranschreiten.

Er zog an diesem Punkt die Schlussfolgerung, dass die Menschheit schon jetzt weit über dem sei, was zu verantworten ist. Der derzeitige Kurs ist also nicht haltbar. „Im Anthropozän ist die Selbstvernichtung der Menschheit denkbar, und nur der Mensch kann dies verhindern“, so Müller.

Michael Müller machte deutlich, dass die Demokratie hier weiterhin im Mittelpunkt stehen muss und nicht an den Herausforderungen scheitern darf, die der Klimawandel mit sich bringt. Eine soziale Emanzipation mit mehr Solidarität, Vernunft und Freiheit muss den Weg in eine neue Epoche weisen.


Demokratische Gesellschaft kann nachhaltig sein


Um die Frage, wie eine demokratische Gesellschaft im wirtschaftlichen Wachstum nachhaltig sein kann, zu beantworten, nannte er drei Punkte, die er für besonders wichtig erachtet:

Die Wirtschaft muss langfristig handeln und sich an erneuerbaren Strukturen ausrichten. Die Energieversorgung der Wirtschaft muss sonnenbasiert sein.

Zum Schutze der natürlichen Ressourcen müssen die Stoffkreisläufe geschlossen werden, sodass nicht mehr übermäßig Ressourcen abgebaut werden, deren Ersatz die Natur nicht bereitstellen kann.

Die Maßstäbe des wirtschaftlichen Erfolgs müssen am Schutz der Ressourcen ausgerichtet werden.

Aber auch diese drei Punkte müssen einhergehen mit einer Selbstbegnügung und Mäßigung.

Pressemitteilung Umweltnetzwerk Kirche Rhein-Mosel

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19.12.2018 08:22 Uhr
Uwe Klasen

Der „International Union for Geological Science“ (IUGS) obliegt die Einteilung der geologischen Zeitskala und die beschloss: Die aktuelle Epoche ist und bleibt das „Holozän“! Und unter dem negativen Einfluss, selten hinterfragter ökologistischer Glaubenssätze, vor allem den „Grenzen des Wachstums“, haben wir in Deutschland und Europa, nur noch sehr geringes Vertrauen in unsere eigene Fähigkeit, durch technologischen Fortschritt und ökonomische Aktivität größeren Wohlstand für alle Menschen zu schaffen. Die Denkschule des Pastor Thomas Malthus ist nicht jedem ein Begriff, aber immer noch beeinflusst diese das moderne „Grenzen-Denken“ und seine Theorie von den Grenzen des Wachstums erwies sich, wie so viele danach, als fehlerhaft!



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Kommentare
Uwe Klasen:
Zitat Andreas Biebricher:"Die ... Grünen ... maßen sich an, alleine zu definieren, was richtig ist, was man sagen darf und was nicht, kurz: was politisch und moralisch korrekt ist. Andersdenkende werden in die Ecke gestellt und stigmatisiert. Das ist intolerant und undemokratisch." --- Wie Recht Herr Biebricher damit hat! Und meine Anerkennung, den Mut zu haben dies so klar zu formulieren!
juergen mueller:
Dieses Thema geht uns ALLE an und ich stelle einfach mal in den Raum, dass die überwiegende Mehrheit der Ratsmitglieder, u.damit meine ich in erster Linie diejenigen der CDU,Freie Wähler sowie natürlich die AfD, die sich in Sachen Integration ja bereits einen Negativ-Namen gemacht hat u.macht im Aufsuchen einer Badeanstalt eine Minderheit ausmacht.Deshalb wäre eine Bürgerbefragung das Ziel gewesen.Das was hier mal wieder "im kleinen Rahmen" beschlossen wurde nenne ich intolerant u.undemokratisch.Die Aufklärungsarbeit von CDU-Biebricher ist widersprüchlich u.spiegelt seine alleinige Auffassung/Meinung dar,die zumindest mich nicht im geringsten interessiert,da sie kein Maßstab für die der Bürgerschaft darstellt.Politisch wurde sich (auch) mal wieder selbst übertroffen,indem Bade- u.Schulordnung Gegensätze aufzeigen,die inakzeptabel sind.Das was Sie,Herr Biebricher, hier predigen hat mit Offenheit,Respekt,Toleranz u.Aufeinanderzugehen nicht das Geringste zu tun.Das ist pure Polemik.
Uwe Klasen:
Mit den Worten einer (berühmten) Zeitgenossin: "Nun sind sie halt da! - Wir schaffen das!"

„Verschwunden – Letzte Spur Lahnstein“

JAHN, SABIENE :
Danke der Redakteurin für diesen guten Beitrag, der detailverliebt die Stimmung des Abends wiedergibt. Eine schöne Sprache hat sie. Ein kleiner Fehler ist leider unterlaufen. Nicht in Lahnstein fließen Rhein und Mosel zusammen, sondern in Koblenz. Das aber schmälert nicht den ansonsten gut recherchierten Beitrag. Glückwunsch Lahnstein, es war ein schöner Anlass in dieser tollen Stadt zu gastieren. Feiert froh durch das neue Jahr, Euerm Jubiläumsjahr! Beste Grüsse, Sabiene Jahn
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