Allgemeine Berichte | 13.03.2019

Besuch am Erich-Klausener-Gymnasium Adenau

„Die vergessene Generation“ berichtet

Adenauer Zeitzeugen bringen Schülern die Wichtigkeit einer verantwortungsvollen Demokratie näher

Gebannt lauschen die Gymnasiasten den bewegenden Berichten der Zeitzeugen.Foto: Dreschers

Adenau. Heutzutage leben wir glücklich und in Frieden. Das erscheint uns völlig normal und wir vergessen vielleicht, dass unsere Demokratie in einem vereinten Europa die Grundlage dafür ist. Das Erich-Klausener-Gymnasium-Adenau freute sich daher besonders, als Anneliese Dockter, Gertrud Heckmann, Helene Seuter und Gisela Kohn der Adenauer Zeitzeugen-Gruppe „Die Vergessene Generation“ zu Besuch kamen. Ihr Ziel: Bei jungen Menschen die Erinnerung an die NS-Diktatur wach zu halten und dadurch ihr Interesse an Politik und ihre Verantwortung für die Demokratie zu stärken. Vor rund 120 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 10, Geschichtskursen der MSS 12 und interessierten Abiturientinnen und Abiturienten berichteten sie von ihren Kindheitserlebnissen. Durch den Geschichtsunterricht waren die Schülerinnen und Schüler über die die NS-Zeit informiert und hatten persönliche Fragen formuliert, die im Gespräch beantwortet wurden.

Als „interessant, aber auch auf eine besondere Weise berührend“ (Lotta, Klasse 10) lässt sich die Wirkung auf das Publikum beschreiben. Anders als der Unterricht, konnten die Zeitzeugen ihrem Publikum eine persönliche Perspektive auf die NS-Zeit und damit auf den Zweiten Weltkrieg eröffnen. Bittere Not und Entbehrungen, aber auch strikte Zwänge in den Lebenswegen infolge einer verlorenen Republik und eines autoritären Regimes wurden den Schülerinnen und Schülern eindringlich vor Augen geführt und machten betroffen. Damals bezahlte Dr. Erich Klausener (Namensgeber der Schule und ehemaliger Landrat des Kreises Adenau) für seinen Mut, sich gegen die Nazis zu stellen und sich für eine weltoffene Republik einzusetzen, mit dem Leben.

Zum Abschluss gaben die Zeitzeuginnen den jungen Menschen eine wichtige Botschaft mit auf den Weg: „Ihr habt heute so viele Möglichkeiten. Wir hatten dies nicht. Ihr lebt in Freiheit und im Wohlstand. Bewahrt das. Macht etwas aus eurem Leben und nutzt eure Chancen“.

Gebannt lauschen die Gymnasiasten den bewegenden Berichten der Zeitzeugen.Foto: Dreschers Foto: WERNER DRESCHERS TANNENWEG 6 535

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