Allgemeine Berichte | 08.11.2023

Neuer Roman in der Stadtbibliothek Koblenz vorgestellt

Dieter Aurass präsentierte „Wasserstoff“

Dieter Aurass. Foto: privat

Koblenz. Eine Lesung mit dem Krimiautor Dieter Aurass ist immer kurzweilig, amüsant und informativ zugleich. Das beweist der pensionierte BKA-Beamte einmal mehr, als er in der Stadtbibliothek Koblenz seinen aktuellen Roman Wasserstoff“ vorstellt. Nach aufwendigen Recherchen hat der Autor ein brandaktuelles Thema realitätsnah in eine spannende Geschichte verpackt.

Passend zur Jahreszeit trägt Aurass zunächst eines seiner „mörderisch guten“ und meist witzigen Gedichte über den Fenstersturz eines „Weihnachtsmannes“ vor und beweist damit, dass er nicht nur Krimis schreiben kann. Erst als die Lachsalven des begeisterten Publikums verklungen sind, gewährt Aurass einen Blick hinter die Kulissen der Entstehung seines Romans Wasserstoff. Er erzählt, wie er auf die Idee zu der Geschichte kam, wie er sich mit Hilfe eines Wasserstoffspezialisten dem Thema genähert hat und verrät, dass seine Fiktion beim Schreiben des Manuskripts vor zwei Jahren inzwischen von der Realität „überholt“ wurde. Nach einer Pause (mit ausgesuchten Weinen des Winzers Andreas Mader) liest Aurass aus seinem Roman Ost-West ein Zwiegespräch zwischen zwei DDR-Funktionären. Dabei schlüpft Aurass sprachlich gekonnt in die „sächselnde“ Stimme eines Hauptmanns, schildert in einer weiteren Textpassage atmosphärisch dicht einen Mord aus der Sicht des Opfers und erzeugt „Gänsehautfeeling“. Er erläutert die sieben goldenen W“, die jeder Kriminalist kennen sollte, und erinnert sich an kuriose und interessante Begegnungen bei seinen Ermittlungen im Rahmen der Spionageabwehr und Terrorismusbekämpfung.

Am Ende der Veranstaltung outet sich Aurass als „Bewunderer“ von Eugen Roth, Heinz Erhardt und Loriot. Der Autor zahlreicher Bücher zeigt einmal mehr, wie vielseitig er ist. Er liest einen Mini-Krimi aus einem „kriminellen Adventskalender“: Eine Frau, die sich kurz vor dem Fest des Friedens und der Liebe an ihrem Mann rächen will, weil sie sein(?) Weihnachtsgeschenk gefunden hat.

„Ach, da fällt mir mein Lieblingskrimi ein“ Aurass ist auch nach zwei Stunden noch „in seinem Element“ und präsentiert nach Vorsicht Kamera noch zwei weitere Mini-Krimis: Hochzeitsrede und Gattenmord. Ein kurzweiliger Abend, eine gelungene Kombination im Spannungsfeld zwischen dramatischen Ereignissen und lustigen Geschichten.

BA

Dieter Aurass. Foto: privat

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