Allgemeine Berichte | 13.06.2018

Benefiz-Wandern und -Laufen der Robert-Koch-Realschule plus Linz

Direkte Hilfe für Kinder in Notlagen

Geschäftsführerin Edith Wingenfeld war begeistert von der Organisation und dem Engagement

CheforganisatorinJennifer Lehmler undEdith Wingenfeld begleiteten die Linz-Wandergruppe auf den ersten Metern. DL

Linz. „Benefiz-Wandern und -Laufen von Kindern direkt für Kinder“ war das Motto der Linzer Integrativen Robert-Koch-Realschule plus Anfang dieser Woche. Bereits das dritte Mal unterstützte sie mit ihren rund 650 Schülern am Montagvormittag eine „Aktion Hilfreich“ durch Spendenläufe rund um den Rasenplatz des Kaiserbergstadions und durch sechs Wandergruppen. In Anwesenheit von Edith Wingenfeld, der aus Mainz angereisten Geschäftsführerin von

„Direkt für Kinder“, machte sich die erste Gruppe unter Leitung von Sportlehrer Steffen Wilbert auf die Linz-Strecke. „Die hat sich auch eine zweite Gruppe ausgesucht, während zwei auf dem Rheinsteig Richtung Bad Honnef unterwegs sind, zwei weitere Richtung Bad Hönningen“, berichtete Sportlehrerin Jennifer Lehmler.

Professionelle Vorbereitung

Die Triathletin, die im August 2017 den 1. Raiffeisen Triathlon Neuwied über die olympische Distanz in ihrer Altersgruppe gewonnen hatte, unterrichtet seit zwei Jahren an der Robert-Koch-Realschule und hat zum ersten Mal die Organisation der Benefizveranstaltung übernommen. „Ich bin absolut begeistert, dass alles so gut funktioniert. Meine Kollegen sind alle involviert, nicht nur die Sportlehrer, die vor allem die Wanderer begleiten“, resümierte Lehmler am frühen Vormittag. Eröffnet hatte die Veranstaltung Konrektorin Joanna

Boehlke, indem sie morgens die ersten Läufer auf der 400-Meter-Bahn ins Rennen geschickt hatte.

Jeder Kilometer zählt

„Im Vorfeld haben sich die Schüler Sponsoren gesucht, die einen Beitrag in ihre Aktionskarte eintragen, mindestens zehn Cent pro Runde oder 50 Cent für einen Kilometer Wanderstrecke“, so Jennifer Lehmler. Manche hätten sogar drei bis vier Spendenkarten zusammenbekommen. Wie viel tatsächlich erlaufen und erwandert wurde, könne man erst viel später sagen, wenn alles addiert worden sei. Fest stehe aber, dass die Schüler voll engagiert bei der Sache seien. „Sie wissen eben, dass sie mit ihrer Teilnahme unabhängig von ihrem Alter oder ihren schulischen Leistungen Großes bewirken, indem sie dazu beitragen, dass ‚Direkt für Kinder‘

zielgerichtet, unbürokratisch und damit sehr schnell jährlich über 300 bedürftigen Kindern in akuten finanziellen Notlagen hilft“, so Edith Wingenfeld.

Unbürokratische Hilfe

Seitdem die gemeinnützige Gesellschaft vor acht Jahren ins Leben gerufen wurde, hat sie mit Spendengeldern in Höhe von 320.000 Euro über 2.000 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren, die meisten aus der näheren Umgebung der Spender, unterstützt, die sich in akuten finanziellen Notlagen befinden. „Mit sogenannten ‚Kindergutscheinen‘ können die jeweiligen Erziehungsberechtigten in entsprechenden Geschäften an der Kasse wie mit einer EC-Karte zahlen, und wir begleichen dann die Rechnung. So ist garantiert, dass Spendengelder direkt und zügig als Sachleistungen bei den betreffenden Kindern ankommen“, erläuterte die Geschäftsführerin.

Statistisch gesehen leide in Rheinland-Pfalz und ganz Deutschland jedes fünfte Kind nicht nur unter materiellem Mangel, sondern auch unter entsprechend abnehmender kultureller Versorgung, sozialer Kompetenz und Gesundheit. „Als wir unsere kleine gemeinnützige Gesellschaft Mitte 2010 gegründet haben, hätten wir auch nicht gedacht, dass wir nur drei Jahre später bis heute monatlich in Spitzenzeiten über 30 Kinder in akuten Notlagen mit Sachspenden versorgen“, berichtete Edith Wingenfeld. Mit den „Kindergutscheinen“ könnten Kleidung, Schuhe, Kinder- und Jugendzimmermöbel gekauft, Therapien, Freizeiten, Nachhilfeunterricht finanziert sowie Bücher, Hefte oder Instrumente besorgt werden.

„Unterstützt werden wir jedes Jahr von zwölf bis 15 Schulen, und wir sind natürlich ganz besonders dankbar, wenn wir auf eine solche Top-Organisation und so ein Engagement der Schüler treffen wie hier an der Robert-Koch-Realschule“, lobte die Geschäftsführerin das Linzer Kollegium und die Schüler, die noch bis 12.30 Uhr Zeit hatten, die Rundenzahl auf ihren Aktionskarten in die Höhe zu schrauben. DL

Cheforganisatorin Jennifer Lehmler und Edith Wingenfeld begleiteten die Linz-Wandergruppe auf den ersten Metern. Foto: DL

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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