Allgemeine Berichte | 24.04.2018

Ausstellung „Wirklichkeiten“ im Künstlerforum Remagen

Dreizehn Fotografen auf Spurensuche in der sogenannten Realität

Eröffnung am Sonntag, den 6. Mai

„Hidden people“ von Iwona Knorr befasst sich mit dem Glauben der Isländer an das an das „huldufólk“. privat

Remagen. Am Sonntag, den 6. Mai, wird im Künstlerforum Remagen eine Fotokunst- Ausstellung mit dem Titel „Wirklichkeiten“ eröffnet: Dreizehn KünstlerInnen haben dabei ihren Fokus auf Phänomene der einen täglich umgebenden Wirklichkeit gerichtet. Die Ergebnisse ihrer Spurensuche zeigen spannende bis ungewöhnliche Einblicke in das jeweilige fotografische Schaffen. Zur Einführung spricht Kunstvermittlerin Heike Henze-Bange.

Mike Baginy ist ursprünglich Natur- und Landschafts-Fotograf. In Remagen präsentiert er zwei parallele Bild-Serien von Gebäuden beziehungsweise Stadtansichten, die er – einmal in Farbe und einmal in schwarz-weiß – als zwei Wirklichkeiten gegenüber stellt.

Frank Baquet fordert einen dazu auf, neue Wege in der Wahrnehmung zu beschreiten: Hinter der malerischen Anmutung seiner Bilder konfrontiert er den Betrachter mit Realitäten in ungewohntem Kontext, die zu ihrer Entschlüsselung ein „sehendes Sehen“ (nach Max Imdahl) bedürfen.

Weit entfernte Realitäten zeigt der der Remagener Ethnologe und Entwicklungshilfeberater Frank Bliss. Er präsentiert eine Auswahl von 50 Fotografien aus 40 Jahren ethnologischer Feldforschung in Ägypten und dem tadschikischen Pamirgebirge.

Maks Dannecker arbeitet vorzugsweise seriell. Seine Passion liegt in der digitalen Analyse von Fotografien und deren technischer Abstraktion. In Remagen zeigt der Architekturfotografie und Monochrome.

Real oder nicht? Iwona Knorr´s Arbeiten befassen sich thematisch mit dem mystischen Glauben der Isländer an das „huldufólk“. Dies sind unsichtbare Wesen, denen nachgesagt wird, sich um ein harmonisches Miteinander von Menschen und Natur zu sorgen.

Pieter Jos van Limbergen führt die Banalität und Schönheit des Alltags vor: Er zeigt die vierteilige analoge Fotosequenz „Haltestelle“ in S/W, mit zum Teil nachkolorierten Details, die spontan in Köln-Neu Ehrenfeld mit Blick auf eine temporäre Bahn-Haltestelle am Ehrenfeldgürtel aufgenommen wurde.

Almuth Leib präsentiert eine Serie digitaler Foto-Montagen und bietet hiermit ein eindrucksvolles optisches Spiel mit den geometrischen Strukturen, die sich aus der Architektur des abgelichteten Raumes der „Galeria Nervion“ in Sevilla, Spanien, ergeben.

Uschi Lüdemann hat als interdisziplinär tätige Künstlerin bereits zahlreiche Orte der Welt bereist und ihre Bilder an vielen namhaften Orten weltweit ausgestellt. In Remagen zeigt sie Doppel-Belichtungen, bei welchen sich Natur, Landschaft und das vom Menschen gemachte überlagern und teilweise sogar miteinander verschmelzen.

Durch die Verfremdung von Realitäten erschließt Cordula Meffert einen erweiterten Zugang zur bildlichen Wahrnehmung. Mittels Langzeitbelichtung und Überlagerung lässt sie ästhetische Aufnahmen mit emotionaler Wirkung entstehen.

Gabriele Pütz spielt gerne mit dem Sinn von Worten, der Sprache, deren Bedeutung und Umdeutung. In ihrer Serie „Wegweisungen“ zeigt sie unter anderem technische Markierungen aus dem Alltag, die normalerweise nicht als Wegweiser dienen und welchen sie eine neue philosophische (Be-)Deutung zuweist.

In seiner Foto-Serie „Interim“ zeigt Uwe Sülflohn Tableaus mit jeweils sechs Motiven, die durch die Gleichzeitigkeit ihrer Präsenz auf subtile Weise zu neuen Sinn-Verknüpfungen im Kopf des Betrachters führen. Dabei stehen häufig Naturphänomene technischen Apparaturen gegenüber.

Mit ihren Arbeiten aus der Serie „day by day“ fängt Eva M. Töpfer ein flüchtiges Lichtspiel aus Hell, Dunkel und unzähligen Grautönen ein, welches einen ursprünglich ganz alltäglichen Gegenstand in einen geheimnisvollen, geradezu mystischen Raum verwandelt.

Initiator und Kurator der Ausstellung, Horst Peter Vitt, stellt ebenfalls mit seinen Gästen aus: Bei den „Wirklichkeiten“ präsentiert er augenzwinkernd seine Arbeit „Farbflecken auf Bodenfliesen“, die als Fotografie im Rahmen, aber auch ganz real vor Ort (auf dem Boden des Eingangsbereichs) zu bewundern ist.

Die Ausstellung „Wirklichkeiten“ startet am Sonntag, den 6. Mai, um 15 Uhr mit einer Einführung von Heike Henze-Bange. Teilnehmende KünstlerInnen: Mike Baginy, Frank Baquet, Frank Bliss, Maks Dannecker, Iwona Knorr, Pieter Jos van Limbergen, Almuth Leib, Uschi Lüdemann, Cordula Meffert, Gabriele Pütz, Uwe Sülflohn, Eva M. Töpfer, Horst Peter Vitt.

Die Ausstellung ist bis einschließlich 27. Mai immer an den Wochenenden zwischen 15 bis 18 Uhr zu sehen. Veranstaltungsort ist das Künstlerforum Remagen, Kirchstr. 3, Remagen. Weitere Informationen unter: www.kuefo-remagen.de.

Pressemitteilung

Künstlerforum Remagen e. V.

Almuth Leib präsentiert digitale Fotomontagen.

Almuth Leib präsentiert digitale Fotomontagen.

Ein Auszug aus der Fotosequenz „Haltestelle“ von Pieter Jos van Lim.

Ein Auszug aus der Fotosequenz „Haltestelle“ von Pieter Jos van Lim.

„Hidden people“ von Iwona Knorr befasst sich mit dem Glauben der Isländer an das an das „huldufólk“. Fotos: privat

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