Astrid-Lindgren-Grundschule Winningen
Dritte Klasse zu Besuch bei der Feuerwehr
Winningen. In der vergangenen Woche öffneten sich die Türen des Gerätehauses und der Fahrzeughallen der Freiwilligen Feuerwehr Rhein-Mosel (Löschzug Winningen) einmal nicht, weil zum Einsatz zu Brand oder technischer Hilfeleistung gerufen wurde, sondern es stand der Besuch der dritten Klasse der Astrid-Lindgren-Grundschule ins Haus. Pünktlich um 8.30 Uhr trafen die Kinder dort ein und wurden bereits von zwei zu diesem Ereignis wartenden Feuerwehrmännern empfangen.
17 Kindern mit ihrer Klassenlehrerin sowie der Elternvertreterin Mareike C. Otto galt es nun zu erklären und zu zeigen, was sich bei ihrer ortsansässigen Feuerwehr so tut, denn meistens ist ja nur das Martinshorn der Fahrzeuge zu hören. Doch was macht ein Feuerwehrmann, wenn die Sirene ertönt und/oder der Piepser auslöst beziehungsweise bei Übungen oder Arbeitseinsätzen? Begonnen wurde mit den Erklärungen zur persönlichen Schutzausrüstung, wobei auch einmal ein Helm angezogen werden durfte. Wie schwer sind denn die Einsatzjacken? Weiter ging es dann zu den einzelnen Fahrzeugen sowie dem Boot. Die von Thomas Monreal gemachten Erklärungen wurden oftmals durch vielseitige Fragen unterbrochen.
Vor dem Gerätehaus war das Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) geparkt und für die Kids ein spezielles Highlight. Vorgeführt wurden ihnen unter anderem die Funktion von Spreizer und Schere sowie der Atemschutzgeräte. Anschließend durfte jeder einmal im Feuerwehrauto sitzen. Auch hier fanden die Fragen zufriedenstellende Antworten.
Als die Kinder wissen wollten, wo denn das Löschwasser herkommt, war auch schnell ein Standrohr am Unterflurhydranten aufgebaut und eine große Pfütze für das begeisterte Publikum hergestellt. Monreal hatte für den „praktischen Teil“ zwei Feuerstellen vorbereitet. Einmal wurde ein kleiner Fettbrand demonstriert und auf die Gefährlichkeit, ihn mit Wasser zu löschen, hingewiesen. Anders dann schon ein Holzfeuerchen. Hier konnten die Kinder mit dem Schnellangriff des HLF einen (jeweils erfolgreichen) Löschversuch unternehmen.
Abschließend machten die Kinder noch Bekanntschaft mit „Mirko“ aus der Familie der Kumquads, der noch zu jung ist, um Feuerwehrmann zu werden. Zusammen mit seinem Erziehungsberechtigten FM Norbert Becker beantwortete er aber doch alle Fragen, die die Drittklässler bereits in der Schule vorbereitet hatten und nun vortragen konnten. Bevor sich die Kinder verabschiedeten und sich für den Besuch bedankten, stellten die Feuerwehrmänner schnell noch einen Tisch und einige Bänke im Gerätehaus auf, damit dort das Pausenbrot verdrückt werden konnte, denn Feuerwehr macht hungrig.
Die Feuerwehrleute fragten natürlich an, wer von den Kindern nach diesem Morgen Interesse an der Jugendfeuerwehr habe und dort einmal hineinschnuppern möchte. In der heutigen Zeit wird es immer schwieriger, Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene für die Arbeit bei der Feuerwehr zu begeistern. In die Jugendfeuerwehr eintreten kann jeder ab dem zehnten Lebensjahr, mit 16 Jahren wird dann in den aktiven Dienst aufgenommen. Jugendliche und Erwachsene werden gern ab dem 16. bis zum 50. Lebensjahr als aktiver Feuerwehrmann aufgenommen.
Sie erhalten nicht nur eine fundierte Ausbildung in der Brandbekämpfung sowie der technischen Hilfeleistung, sondern lernen auch den Zusammenhalt und Teamgeist kennen. Denn nur gemeinsam kann im Einsatzfall etwas bewirkt werden.
Nähere Informationen erhalten Interessenten bei jedem aktiven Mitglied Freiwilligen Feuerwehr des Löschzugs Winningen. Die nächste Übung ist am Sonntag, 18. März, um 8.30 Uhr Treffpunkt ist am Gerätehaus am Marktplatz.
