Allgemeine Berichte | 29.06.2018

Die Kreisverwaltung Ahrweiler informiert

EULLa-Antragsverfahren für Landwirte startet

Förderung für Umwelt- und Naturschutz in der Landwirtschaft

Kreis Ahrweiler. Am 25. Juni ist das Antragsverfahren des EULLa-Programms gestartet. Landwirte Winzer können bis 20. Juli Förderanträge für Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen und zur Förderung des ökologischen Landbaus stellen. Die Kreisverwaltungen halten die Antragsformulare vor und geben Auskünfte zum Antragsverfahren.

„Mit dem Start des EULLa-Programms haben Landwirte die Chance, eine Förderung für die Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte zu erhalten, wenn sie dabei freiwillig zusätzliche Belange des Umwelt- und Naturschutzes sowie des Landschaftserhalts beachten. Damit haben wir ein Förderinstrument geschaffen, das den Schutz unserer Umwelt – insbesondere die biologische Vielfalt – in den Blick nimmt“, sagten Umweltministerin Ulrike Höfken und Landwirtschaftsminister Dr. Volker Wissing anlässlich des Antragsstarts.

Die Inhalte des EULLa-Förderprogramms

Über das Programm „EULLa“ (Entwicklung von Umwelt, Landwirtschaft und Landschaft) werden insgesamt 16 Teilmaßnahmen von fünf Vertragsnaturschutzmaßnahmen gefördert, einschließlich der Förderung des ökologischen Landbaus.

Förderanträge können für die folgenden Programmteile gestellt werden: Einführung und Beibehaltung; ökologische Wirtschaftsweise im Unternehmen; umweltschonende Steil- und Steilstlagenbewirtschaftung; Anlage von Gewässerrandstreifen, Anlage von Saum- und Bandstrukturen; Beibehaltung von Untersaaten und Zwischenfrüchte über Winter; Umwandlung von Acker in Grünland; umweltschonende Grünlandbewirtschaftung im Unternehmen und tiergerechte Haltung auf Grünland; Grünlandbewirtschaftung in den Talauen der Südpfalz, alternativer Pflanzenschutz, biotechnischer Pflanzenschutz im Weinbau; vielfältige Kulturen im Ackerbau; Vertragsnaturschutz Grünland, Vertragsnaturschutz Kennarten; Vertragsnaturschutz Acker; Vertragsnaturschutz Weinberg sowie Vertragsnaturschutz Streuobst.

Für die zehn landwirtschaftlichen Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM) steht für Neuanträge ein Finanzplafond von 2,5 Millionen Euro bereit. Für die Vertragsnaturschutzmaßnahmen sind mindestens eine halbe Million Euro und für den ökologischen Landbau zwei Millionen Euro für Neuanträge vorgesehen. Falls die eingehenden Anträge das zur Verfügung stehende Mittelvolumen überschreiten, greifen die festgelegten Auswahlkriterien. „Über die Auswahlkriterien soll bei einer sehr großen Zahl an Förderanträgen – anstelle eines ‚Windhundverfahrens‘ – eine Auswahl nach fachlichen Kriterien sichergestellt und der bestmögliche Einsatz der verfügbaren Mittel garantiert werden“, so Höfken und Wissing.

Zur Förderung der Biodiversität in der Agrarlandschaft tragen unter anderem die landwirtschaftlichen Programmteile „Anlage von Saum- und Bandstrukturen“ auf Ackerflächen und „Vielfältige Kulturen“ im Ackerbau bei. Insbesondere bei der Anlage von Blühstreifen legen die Landwirte Nahrungsquellen für Bienen und andere Insekten an und leisten somit einen wichtigen Beitrag für die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft.

Mit den Angeboten im Vertragsnaturschutz für die Produktionsbereiche Acker, Grünland, Streuobst und Weinberg wird darüber hinaus auf partnerschaftliche Umsetzung des Leitziels Naturschutz durch landwirtschaftliche Nutzung gesetzt. Dabei werden Aktivitäten von Landwirten und Winzern für den betrieblichen Naturschutz honoriert. Hierzu gehören zum Beispiel der Erhalt von artenreichen Feuchtwiesen, Magerweiden oder Halbtrockenrasen durch extensive Bewirtschaftung oder die Schaffung neuer Strukturen wie Lichtäckern, Ackerwildkrautstreifen oder Streuobstwiesen. Sie alle bieten den charakteristischen Arten unserer Agrarlandschaft wie Vögeln, Wildbienen, Käfern oder kleinen Säugetieren auf ihre Weise Nahrung, Lebensraum und Deckung. Die im Vertragsnaturschutz beantragten Flächen werden auf naturschutzfachliche Eignung geprüft. Eine positive Begutachtung ist Voraussetzung für die Förderung.

Fachliche Fragen zum Programm können mit den Beratern der Dienstleistungszentren für den ländlichen Raum (DLR) besprochen werden. Fragen zu den Vertragsnaturschutz-Programmteilen können entsprechend mit der Vertragsnaturschutzberatung im jeweiligen Landkreis geklärt werden. Zusätzlich werden in einigen Regionen Informationsveranstaltungen stattfinden. Die Termine werden noch bekannt gegeben.

Über Einzelheiten zu den Programteilen und den jeweiligen Ansprechpartnern können sich Interessenten auf der Internetseite www.eler-eulle.rlp.de bzw. www.agrarumwelt.rlp.de informieren.

Für weitere Infos zur Abwicklung der Förderverfahren stehen darüber hinaus folgende Ansprechpartner der Kreisverwaltung Ahrweiler zur Verfügung: Vertragsnaturschutz Grünland, Verena Baltes, Tel. (0 26 41) 975-282, E-Mail Verena.Baltes@kreis-ahrweiler.de; Vertragsnaturschutz Kennarten, Weinberg, Acker, Streuobst, Katja Beu, Tel. (0 26 41) 975-321, E-Mail Katja.Beu@kreis-ahrweiler.de; landwirtschaftliche Programme, Carmen Gros, Tel. (0 26 41) 975-288, E-Mail Carmen.Gros@kreis-ahrweiler.de; Steil- und Steilstlagenweinbau, Sonja Axeler, Tel. (0 26 41) 975-296, E-Mail Sonja.Axeler@kreis-ahrweiler.de.

Pressemitteilung der

Kreisverwaltung Ahrweiler

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Dauerauftrag
Holz Loth-Entsorgung
Kreishandwerkerschaft
Innovatives rund um Andernach
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Innovatives rund um Andernach
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Empfohlene Artikel
Schülerinnen und Schüler der Bienenklasse 3c der KGS Meckenheim sind am Standort Meckenheim der Bücherbrücke in die Bücher vertieft. Foto: Stadt Meckenheim
31

Meckenheim. Die Bücherbrücke Meckenheim/Alfter verzeichnet eine rege Nutzung durch Kindertagesstätten und Schulen im Rahmen der Leseförderung. Unter den teilnehmenden Einrichtungen befinden sich unter anderem Blütentraum, Hüppekästchen, Rasselbande und zahlreiche weitere Kindertagesstätten. An beiden Standorten der Bücherei steht der Mittwochvormittag im Zeichen der Vorschulprogramme, bei denen die Kinder bib(liotheks)fit gemacht werden.

Weiterlesen

Mit 17 Anträgen zur Neuaufnahme in diesem Jahr wurde fast der Spitzenrekord von 2020 geknackt.
51

Leutesdorf. Pascal Berger, Vereinsvorsitzender begrüßte alle Anwesenden zur Jahreshauptversammlung am 28. März und es wurde nach Feststellung einer ordnungsgemäßen Einladung und Bekanntgabe der Tagesordnungspunkte eine Gedenkminute den Verstorbenen gewidmet.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2299

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
135

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag
Rund ums Haus
Alles rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Titel
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
fit für`s Alter?
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Dauerauftrag 2026
Ostergrußanzeige
Osteraktion
Anzeige Lange Samstage
Unterstützeranzeige
Imageanzeige - Ostern
Stellenanzeige Personalreferent/in