Bürgerverein Meckenheim
Ehemalige Chinesische Botschaft in Bad Godesberg besucht
Meckenheim. Pünktlich um 15 Uhr öffnete sich das große Schiebetor der ehemaligen Chinesischen Botschaft in Bad Godesberg für 45 Besucher des Meckenheimer Bürgervereins. Seit 2015 ist die ehemalige Botschaft an der Kurfürsten-Allee eine Außenstelle der Chinesischen Botschaft, die 1999 nach Berlin umgezogen ist.
Der Attaché Song Wang begrüßte alle Gäste und führte nach einer kurzen Einführung durch die Gebäude. 1982 hatte die Volksrepublik China ihre Botschaft um das Rigalsche Palais errichtet und 1984 feierlich eröffnet. Das Rigalsche Palais hatte der Krefelder Seidenbaron Ludwig-Maximillian Freiherr von Rigal-Grundlach 1849 nach den Wünschen seiner Frau Melanie als Sommersitz gebaut, zusammen mit einer evangelischen Kirche, die die erste in Bad Godesberg war.
Nach der Eröffnung der Botschaft enthielt das Rigalsche Palais die Konsularabteilung, die Schalter sind noch sichtbar, ansonsten sind die Räume leer. Bunt bepflanzte Schalen und Kästen und ein gepflegter Park umgeben die Gebäude. Das ehemalige Botschaftsgebäude enthält Repräsentationsräume, zu denen auch ein Teehaus sowie ein großer Veranstaltungssaal gehören, die für Kulturveranstaltungen und Bankette benutzt werden. An den Wänden hängen große farbige Fotos aus der Provinz Anhui, sie erinnern an eine Ausstellung über diese Provinz im Jahr 2016.
Heute arbeiten sieben Personen in der Außenstelle der chinesischen Botschaft. Sie kümmern sich auch um die Gebäude. Ihre eigentliche Aufgabe ist es, wie Wang mitteilte, Kulturveranstaltungen zu planen und zu organisieren. Für 2017 ist zum Beispiel ein musikalischer Austausch mit Jugendorchestern geplant.
