Bürgergemeinschaft Pro Heimbach-Weis ehrt langjährigen Vorsitzenden
Ehrenvoller Abschied nach 28 Jahren für Adolf Zils
Heimbach-Weis. Nach 28 Jahren als Vorsitzender und Mitbegründer der Bürgergemeinschaft Pro Heimbach-Weis wurde Adolf Zils kürzlich mit einer Urkunde zum Ehrenvorsitzenden aus dem Vorstand verabschiedet. Die Liste seiner Verdienste ist lang und das Erreichte ist „nachhaltig“. Denn egal ob Römerausgrabungen oder die 900-Jahr-Feier, aus der das jährliche Dorffest hervorgegangen ist, die Spuren seines Wirkens sind sichtbar geblieben. Eins war Adolf Zils in der Feierstunde im Burghofrestaurant wichtig. „Keine Schuld ist wichtiger als die, Dank zu sagen“, zitierte der 77-jährige den Dichter und Philosophen Marcus Tullius Cicero und wandte sich damit an jeden einzelnen geladenen Gast. Aktuelle und ehemalige Vorstandsmitglieder und Menschen, die die Bürgergemeinschaft Pro Heimbach-Weis über Jahre nach Kräften unterstützen, waren darunter. Dass Adolf Zils mit Erwin Kern, Franz-Josef Maxein und Heinz Nink drei Weggefährten seit der Gründung im Vorstand treu begleitet haben, spricht für sich. Als „Teamplayer“ mit dem jeder gern zusammen gearbeitet hat, bezeichnete Sascha Fiedler seinen Vorgänger.
Chancen erkennen - Neuland betreten
Als einen Menschen, der Träume hatte, Chancen erkannte und den Mut hatte, Neuland zu betreten. Sein Geschick, als Netzwerker Kontakte zu knüpfen, sei dabei hilfreich gewesen. Wenn es nach Ansicht von Sascha Fiedler in der Vereinsarbeit auch immer um ein Stück Selbstverwirklichung gehe, so überwiege beim Geehrten, das er seine Heimat wertvoller gemacht hat. Adolf Zils habe ganz nach John F. Kennedys Zitat gehandelt. „Frage nicht, was dein Land für dich tun kann – frage, was du für dein Land tun kannst“. Gesanglich und mit Ukulele zählte Ortsvorsteher Michael Kahn auf, was das alles war. Als Mitglied im närrischen Musik-Express hatte Adolf Zils in den 1980/90er Jahren Bühnengeschichte geschrieben. „Den Missständen, die wir besungen haben, hast Du dich dann seriös gewidmet“, würdigte Michael Kahn. In den Jahren nach der Eingemeindung war man darauf bedacht, in der neu gegründeten Stadt Neuwied nicht benachteiligt zu werden. Vor diesem Hintergrund, die Interessen Heimbach-Weis abseits aller Parteipolitik zu vertreten und für den Ort zu werben, ist auch die Vereinsgründung zu verstehen. Mit der Nordumgehung zur Verkehrsentlastung des Dorfes griff man gleich nach der Vereinsgründung ein Mammutprojekt auf, das zum Dauerbrenner werden sollte. Immerhin vermeldete Michael Kahn, dass jetzt endlich Baurecht besteht und die Stadt mit dem Grunderwerb beschäftigt sei. Deutlich schneller zum Erfolg kam man bei den Kanalanschlüssen. Für die neuen Abwasserkanäle flatterten einigen Heimbach-Weisern wenige Tage vor Weihnachten Bescheide in Höhe von bis zu 30.000 DM ins Haus. Dank Pro Heimbach-Weis und einem Fachanwalt wurde das finanzielle Unheil abgewendet. Als Leiter der Projektgruppe wurden die Feierlichkeiten im Jahr 1989 zu 900 Jahre Heimbach-Weis zu einem persönlichen Höhepunkt in 28 Jahren Bürgergemeinschaft. Adolf Zils dankte in seiner Abschiedsrede Josef Stehr, als Leiter des Limes-Team, für die Sichtbarmachung des Wachpostens WP43 im Heimbacher Wald. Teams und Projektgruppen sind im Verein Erfolgsgaranten. Sei es bei der Ortsgestaltung oder dem alljährlichen Frühjahrsputz.
Erfolgreicher Weihnachtsmarkt
Zu einem durchschlagenden Erfolg wurde der Weihnachtsmarkt in Rommersdorf. Alle zwei Jahre lockt das einzigartige Ambiente in der Abtei Menschen aus der ganzen Region nach Heimbach-Weis. Die Vogelspfadhütte, der Kreisel oder das Siebenschläfer Denkmal. Die Liste der umgesetzten Projekte unter Adolf Zils ist lang. Eine vollständige Aufzählung aller Errungenschaften ist an dieser Stelle gar nicht möglich.
Großartiges Engagement
Das großartige Engagement des umtriebigen Heimbach-Weisers blieb der Landesregierung nicht verborgen. 2010 wurde Adolf Zils mit der Ehrennadel für den ehrenamtlichen Dienst an der Gesellschaft ausgezeichnet. Vorsitzender Sascha Fiedler ließ nicht unerwähnt, dass der Verein seit Gründung von 120 auf 340 Mitglieder gewachsen ist.
Die Liebe und das Engagement für seine Heimat entwickelte sich bei Adolf Zils schon früh. 1977 wurde er erster Kinderprinz von Heimbach-Weis. Mit viel Herzblut für seine Heimat führte er den Verein fast drei Jahrzehnte. Als letzten Meilenstein freut sich Adolf Zils über die Integration der Projektgruppe „Ortsgestaltung“ von Uwe Siebenmorgen und Markus Blank. Abschließend richtete sich der Geehrte mit einem Wunsch an seine Weggefährten: „Die Reputation von Pro Heimbach-Weis ist hervorragend. Baut diese Reputation weiter aus“.
FF
Ortsvorsteher Michael Kahn gratuliert als langjähriger Musik-Express Gefährte auf ganz persönliche Art und Weise.
