Allgemeine Berichte | 27.12.2023

Ehrung der „Stillen Stars“ im Rhein-Lahn-Kreis

Die Laudatoren Bärbel Scheele vom Runden Tisch für Flüchtlinge in Lahnstein und Jutta Niel, Stadträtin in Lahnstein, würdigten die Arbeit der beiden im Rahmen einer Feierstunde im Kreishaus. Neben den beiden Lahnsteinern wurden drei weitere Bürgerinnen und Bürger aus dem Rhein-Lahn-Kreis ausgezeichnet. Foto: privat

Rhein-Lahn-Kreis. Kürzlich zeichnete die Erste Kreisbeigeordnete Gisela Bertram in Vertretung von Landrat Jörg Denninghoff im Kreishaus in Bad Ems die beiden Lahnsteiner Bürger Elvira Baldauf und Walter Nouvortne für ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement aus.

Die Laudatoren Bärbel Scheele vom Runden Tisch für Flüchtlinge in Lahnstein und Jutta Niel, Stadträtin in Lahnstein, würdigten die Arbeit der beiden im Rahmen einer Feierstunde im Kreishaus. Neben den beiden Lahnsteinern wurden drei weitere Bürgerinnen und Bürger aus dem Rhein-Lahn-Kreis ausgezeichnet. In ihrer Laudatio schilderte Bärbel Scheele eindrucksvoll den Alltag der Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe. Diese Integrationshilfe, die in vielfältiger Weise geleistet wird, findet im Stillen statt. Es gibt keine direkt wahrnehmbare Außenwirkung. Es gibt keine öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen, die auf die Bemühungen und die Arbeit aufmerksam machen. Umso wichtiger war es, in der Laudatio zu hören, was in diesem Zusammenwirken von Flüchtlingen, die alle ein Schicksal im Herzen tragen, aber eben den gleichen Problemen des Alltags begegnen, ohne deren Abläufe und Ansprechpartner zu kennen. Elvira Baldauf hat diese Auszeichnung zu Recht erhalten, denn sie nimmt sich ohne zu fragen der Probleme an und bietet den Menschen in vielen Situationen Hilfe an. Sie packt dort an, wo Probleme auftauchen, egal ob am Tag oder in der Nacht. Das Handy ist der Dreh- und Angelpunkt all ihrer Arbeit im Stillen.

Walter Nouvortne wurde für sein ehrenamtliches Engagement bei den „Stillen Stars“ ausgezeichnet, weil er sich mit Mut und ganzer Kraft für andere einsetzt, wie zum Beispiel für den Erhalt des Jugend- und Kulturzentrums in Lahnstein am Standort Wilhelmstraße. Er organisierte eine große Spendenaktion und setzte mit vielen anderen die notwendigen Maßnahmen um, damit das JuKz mit seinen vielfältigen Angeboten vorerst dortbleiben kann.

Neben seiner Tätigkeit im Förderverein des Jugendkulturzentrums hat Walter Nouvortne weitere wichtige Beiträge geleistet. Er war Gründungsmitglied der „Baracke“ und später Vorsitzender des Fördervereins. Er setzte sich stets für die Kinder- und Jugendarbeit ein und entwickelte das Jugendzentrum zu einem Mehrgenerationenhaus.

Darüber hinaus engagiert sich Walter Nouvortne im alternativen Karneval, genannt Zores, wo er als Schlagzeuger in der Zores-Band aktiv ist. Auch in der Lehner Musikszene hat Walter Nouvortne maßgeblich mitgewirkt. Er war Gründungsmitglied und 1. Vorsitzender der Lehner Musikszene und hat über 30 Jahre lang Musik und Kultur gestaltet. Der Verein organisiert verschiedene Veranstaltungen wie Lahneck Live, die Stormy Monday Konzertreihe und das Internationale Bluesfestival.

Walter Nouvortnes Engagement hat sowohl sein berufliches als auch sein privates Leben geprägt. Er ist ein engagierter Familienvater und liebevoller Großvater. Ohne Menschen wie ihn und andere „stille“ Macherinnen und Macher würde in Lahnstein vieles nicht so gut funktionieren und blühen.

Lahnstein sähe trostloser aus, wenn Frau Baldauf und Herr Nouvortne nicht so aktiv wären.

„Die Lauten stehen jeden Tag in der Zeitung. Im Internet haben die Populisten die Oberhand. Hass und Krieg füllen die Sendezeit, Aber dass wir gut leben, dass wir etwas voranbringen, dass wir generationen- und nationenübergreifend miteinander und voneinander lernen, das verdanken wir Menschen wie den hier geehrten „Stillen Stars““, schloss Jutta Niel ihre Laudatio.

BA

Die Laudatoren Bärbel Scheele vom Runden Tisch für Flüchtlinge in Lahnstein und Jutta Niel, Stadträtin in Lahnstein, würdigten die Arbeit der beiden im Rahmen einer Feierstunde im Kreishaus. Neben den beiden Lahnsteinern wurden drei weitere Bürgerinnen und Bürger aus dem Rhein-Lahn-Kreis ausgezeichnet. Foto: privat

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