Gruppen aus Remagen und Antweiler wanderten gemeinsam
Eifelverein am Kältepol der Eifel
Remagen. Diesmal hat es toll geklappt, diesmal lag wirklich eine geschlossene Schneedecke in der Hohen Eifel, pünktlich zur angekündigten Winterwanderung des Eifelvereins Antweiler. Gerne folgte da auch der Eifelverein Remagen wieder dieser Einladung. Minus 15 Grad hatte jemand in Antweiler am frühen Morgen gemessen, und zu Beginn der Wanderung, an der sich nicht weniger als 57 Wanderer beteiligten, war es wirklich sehr kalt. Aber, entsprechend gut ausgerüstet, ist das kein Problem für Eifelfreunde. Nur wer sich eine etwaige Tropfnase nicht schnell genug putzte, riskierte die Bildung eines kleinen Eiszapfens. Vom dunkelblauen Himmel strahlte die Sonne. Ein Zehn-Kilometer-Rundweg führte hinauf auf die Höhen links der Ahr, durch verschneite Wälder, über weite Schneeflächen. Immer wieder ergaben sich großartige Ausblicke in die winterliche Landschaft. Auf dem verharschten Schnee hatte der Raureif Eiskristalle wachsen lassen, hauchdünne Blättchen mit feinsten, streng symmetrischen Konturen, größer als Briefmarken, und daneben lange spitze Nadeln. Traf die Sonne unter günstigem Winkel darauf, blitzten sie auf als seien es Diamanten. So erschien die ganze Landschaft wie von unwirklichem Zauber überzogen. Auch wenn sich kein Wild blicken ließ, so verrieten viele Spuren im Schnee doch, wer da mit Einbruch der Dämmerung von dieser Landschaft Besitz ergreift. Eine Herde kleinwüchsiger schottischer Hochlandrinder schaute über ihren Elektrozaun hinweg die Wanderer neugierig an. Ihre Hörner sind furchteinflößend spitz und riesengroß, trotzdem gilt die Rasse als ausgesprochen gutmütig. Mit ihrem zotteligen, langhaarigem Fell trotzen sie jedem Wetter, können ganzjährig im Freien gehalten werden und fühlen sich bei Schnee und Frost erst so richtig wohl. Selbst dann kalben sie auch ohne menschliche Hilfe auf der Weide.
Eintopf und Kaffee zum Aufwärmen
Zurück in der urigen Hütte des Antweilerer Eifelvereins war eine deftige Erbsensuppe mit Wurst natürlich hochwillkommen, und danach lockten ein kräftiger Kaffee und ein Dutzend verführerischer Kuchen. Mit großem Dank an die Gastgeber wurde die Heimfahrt angetreten.
Pressemitteilung
Eifelverein Remagen
