Allgemeine Berichte | 05.05.2018

Die Kreisgruppe Ahrweiler des Landesjagdverbands Rheinland-Pfalz informiert

Ein Appell an Hundehalter und Bauern

Ein Kitz konnte gerettet werden. Landesjagdverband Rheinland-Pfalz

Region. Seit April ist die Brut- und Setzzeit im vollen Gange. Daher appelliert die Kreisjägerschaft Ahrweiler an alle Hundehalter, bitte grundsätzlich auf den ausgewiesenen Wegen zu bleiben und ihre Vierbeiner an der Leine zu führen. Vielfach befinden sich die Wildtier-Kinderstuben von Reh und vieler Bodenbrüter in direkter Nähe zu den Wanderwegen. Eine Wiese ist oftmals das Zuhause von Kitzen, welche zwar gut getarnt, frei laufenden Hunden jedoch schutzlos ausgeliefert sind. Auch für Muttertiere besteht Gefahr, da freilaufende Hunde puren Stress für sie bedeuten. Dies kann zu Fehlgeburten oder auch zu Wildunfällen führen. Anders hingegen kann die Begegnung mit Wildschweinen derzeit aussehen. Trifft ein Spaziergänger auf Wildschweine mit Nachwuchs und die beiden Spezies kommen sich zu nahe, verteidigen die Bachen ihre Frischlinge. Hunde, die sich zu nah heran wagen, könnten schwer verletzt oder sogar getötet werden. Auch vermeintlich „verloren“ gegangener Nachwuchs, welcher von Spaziergängern entdeckt wird, soll nach Möglichkeit in Ruhe gelassen werden. Oftmals hat die Mutter das Tier nur abgelegt und kommt zeitnah wieder. Im Zweifelsfall möchten Tierfreunde bitte den zuständigen Jagdpächter informieren, welcher den Zustand der Jungtiere kundig einschätzen kann. Darüber hinaus möchte die Kreisjägerschaft die Bauern wieder zur Kooperation aufrufen. Ziel ist es, die in Wiesen abgelegten Jungtiere vor dem Mähdrescher und den Mähmaschinen zu retten. Hintergrund ist die Tatsache, dass für Rehkitze das hohe Gras auf den Wiesen ein perfekter Lebensraum ist. In dem dichten Grün können sie sich vor Räubern verstecken und nahezu verschwinden – aber genau darin liegt auch die Krux für die Bauern. Verschüchtert vom Lärm, ducken sich die Kitze ängstlich zu Boden, was sie für den Bauern mit seinen Mähgeräten quasi unsichtbar macht. Hier bitten die Jäger die Bauern, rechtzeitig vor der Mahd mit den Jägern in Kontakt zu treten, damit der Jäger die Kitze aus den Wiesen holen kann. Dies kann über vielfältige Wege geschehen: Zum einen sollen die Felder und Wiesen von innen nach außen abgemäht werden, so dass das Wild nicht in einen Kessel in die Mitte getrieben wird, sondern nach außen flüchten kann. Weiter gibt es Wildscheuchen (1,50 Meter hohe Holzpfähle mit knisternden Müllsäcken), audiovisuelle Wildretter oder Kofferradios, die an den Wiesen aufgestellt werden. Diese halten die Wildtiere davon ab, die Grünflächen als Rückzugsgebiete zu nutzen. Rehmütter empfinden die Wiesen dann als nicht mehr sicher genug und ziehen mit ihren Kitzen um. Ein weiteres Mittel ist das Durchkämmen mit Hundeführern und dafür speziell ausgebildeten Hunden, welche die Wiesen nach jungen Hasen, Rehkitzen und Vogelnestern durchsuchen. Heike Knieps aus Holzweiler hat daher einen Trupp „Kitzretter/innen“ zusammengestellt, um den Jagdpächter bei diesen Aufgaben zu unterstützen. Ein Modell der Zusammenarbeit zur erheblichen Vermeidung von Tierleid, welches auch in anderen Jagdbezirken ausreichend Nachahmer finden könnte. Und auch die moderne Technik hat mittlerweile Einzug gehalten. Immer beliebter werden sogenannte Multicoptern (Drohnen). Mit Wärmebildkameras ausgestattet sind sie in der Lage, auch im hohen Bewuchs Jungtiere sicher und schnell zu finden.

Ein Kitz konnte gerettet werden. Foto: Landesjagdverband Rheinland-Pfalz

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