Allgemeine Berichte | 19.08.2025

Forum Senioren Meckenheim auf Tour

Ein Besuch am romantischen Rhein, bei Willy und in Little Britain

Die Gruppe vor dem Willy-Brandt-Forum in Unkel.  Foto: privat

Meckenheim. Die vom Forum Senioren Meckenheim organisierte Tagestour am 13. August 2025 führte über Unkel und Linz nach Vettelschoß.

Sehenswerte Rheinpromenade und berühmte Persönlichkeiten

Die Stadtführung durch die kleine Rotwein – und Kulturstadt Unkel übernahmen der Vorsitzende des Unkeler Geschichtsvereins, Werner Geißler und die Stadtführerin Frau Breuer. Gestartet wurde an der Rheinpromenade. Sie besticht nicht nur durch ihren wunderbaren Blick auf das Siebengebirge und den Rolandsbogen. Sie ist auch vollständig autofrei und lädt daher besonders zum Flanieren ein. Die besondere Lage am Rhein und wohl auch der Wein und die rheinische Lebensart lockten viele Persönlichkeiten nach Unkel. Darunter waren u.a. Stefan Andres, Heinrich Böll, Willy Brandt, Ferdinand Freiligrath, August Neven DuMont, Leonhard Reinirkens oder Annette von Droste-Hülshoff. Auch Konrad Adenauer hat nach seiner Absetzung als Oberbürgermeister von Köln durch die Nationalsozialisten nahezu ein Jahr im Pax-Gästehaus in Unkel verbracht.

Unkeler Weltbürger und Friedensnobelpreisträger

Nach dem Mittagessen im Restaurant Zur Traube stand ein Besuch im „Willy-Brandt-Forum“ an. Das Forum erinnert an den bekanntesten zeitgenössischen Bewohner Unkels, den ehemaligen deutschen SPD-Politiker, Bundeskanzler und Friedensnobelpreisträger Willy Brandt. Er lebte von 1979 bis zu seinem Tod 1992 in Unkel.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen das private Arbeitszimmer Willy Brandts aus seinem Wohnhaus in Unkel und das Porträt von Georg Meistermann. Die Fotos und Zeugnisse seiner beiden Besuche in Erfurt 1970 und 1990 sind ebenso eindrucksvoll wie die Dokumentation seiner neuen Ostpolitik und des Kniefalls von Warschau. Umfassend wird seine Biografie nacherzählt und zeithistorisch eingeordnet. Von der Geburt in Lübeck über seine Flucht über Norwegen nach Schweden, das Engagement für die Arbeitsbewegung und sein Kampf gegen den Nationalsozialismus. Nach dem Krieg wird sein Aufstieg innerhalb der SPD vom Berliner Bürgermeister bis zum Bundeskanzler und Friedensnobelpreisträger (1971) geschildert. Besonders bewegend sind die Bilder und Filme vom Fall der Berliner Mauer, den er wenige Jahre vor seinem Tod noch persönlich erlebt hat.

Mit der Kasbachtalbahn von Linz nach Kalenborn

Vom Bahnhof Linz setzte sich die Kasbachtalbahn mit den Teilnehmern nach Kalenborn in Bewegung. Dieser Schienenbus aus den 60er Jahren überwindet auf der knapp 9 km langen Strecke immerhin 400 Höhenmeter. Ganz schön steil ist die Fahrt, die nach rund 20 Minuten am Endbahnhof Kalenborn endet. Direkt gegenüber der Endhaltestelle präsentiert sich ein ganz besonderes Inselreich: Little Britain.

Tea time in Little Britain

außergewöhnlich und ein wenig spleenig, aber auf jeden Fall very british, zeigt sich Little Britain im Vettelschoßer Ortsteil Kalenborn am Ende der Schienenbusfahrt. Hier erwarteten die Meckenheimer nicht nur Doppeldeckerbusse, Königliche Kronen, Harry Potter und Paddinton Bären, sondern etwas ganz Besonderes: High Tea: Reichlich Tee, dazu scones, clotted cream, diverse kleine Kuchenstücke und natürlich Sandwiches höchst dekorativ auf Etageren drapiert, warteten auf die staunenden Gäste. Die Dekoration im Tea Room tat ihr Übriges, um sich wie auf der britischen Insel zu fühlen. Eine Besichtigung der Doppeldeckerbusse und des verwunschenen Gartens rundeten den Besuch in Little Britain ab. Gegen 18.30 Uhr endete die erlebnisreiche Tagesfahrt wieder in Meckenheim.

 Foto: privat

Foto: privat

Die Gruppe vor dem Willy-Brandt-Forum in Unkel. Foto: privat

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