Gelungene Premiere der "Kirschblütenwanderung"
Ein Blütenmeer mit Panorama-Ausblicken
Über 50 Teilnehmer verschiedener Altersgruppen erfreuten sich am abwechslungsreichen Programm
Mülheim-Kärlich. Es war eine Premiere: Ergänzend zu den etablierten Wanderveranstaltungen im Frühjahr (Hüttenwanderung und Rheinwandern) fand nun in Mülheim-Kärlich erstmals eine „Kirschblütenwanderung“ statt. Der Zeitpunkt war optimal, denn es sind nur wenige Tage, in der die Blütenpracht in voller Schönheit zu sehen ist. Über 50 Teilnehmer konnten die Kirschblütenkönigin Franziska I. (Emmerich) und Horst Hohn am Ausgangspunkt der Wanderung begrüßen, wobei erfreulich viele Kinder zugegen waren. „Es gibt zwei Jahreszeiten, in welchen es in Mülheim-Kärlich besonders schön ist: in der fünften Jahreszeit und im Frühling“, so Horst Hohn zu Beginn der Wanderung.
Im Laufe des fünf Kilometer langen Rundweges lernten die Teilnehmer die Stadt dann auch von einer ihrer schönsten Seiten kennen. Ausgehend vom Hoorweiher ging es am Lützelbach zur Lukasmühle und von dort aus in ein traumhaftes Blütenmeer. Nach dem Aufstieg auf die Rübenacher Höhe wurden die Wanderfreunde mit einem tollen Panoramablick auf das Rheintal entschädigt. Des Weiteren gab es eine ganz besondere Überraschung: Am Modellflugplatz erfolgte eine kleine Vorführung durch die dortigen Ansprechpartner. Ein roter Doppeldecker, der sehenswerte Flugmanöver zeigte, begeisterte nicht nur die Kinder: Auch die Erwachsenen waren beeindruckt, mit welcher Präzision die ferngesteuerte Maschine bewegt wurde.
Traumhafte Aussichten
Auf dem weiteren Wanderweg hatte die Gruppe wieder traumhafte Ausblicke auf das Rheintal. Die Fernsicht reichte bis nach Neuwied und Leutesdorf. Ein weiterer Zwischenstopp wurde im Obstlehrpfad eingelegt. Getreu dem Motto „von der Blüte zur Frucht“ gab es dort eine kulinarische Überraschung für alle Teilnehmer: Frisch gebackener Kirschkuchen. Wer den Wissensdurst stillen wollte, erhielt von Andreas Linden fachmännische Auskünfte.
Der junge Mülheim-Kärlicher nahm gerne mit seiner Familie und seinen Freunden an der Kirschblütenwanderung teil und freute sich gemeinsam mit Franziska I. und Horst Hohn über den hohen Anteil auswärtiger Gäste.
So nahm beispielsweise ein ehemaliger Mülheim-Kärlicher an der Wanderung teil, der heute in Berlin lebt. Er besuchte seine Schwester in Koblenz und wurde auf die Wanderung aufmerksam, die ihn dann in seine „alte Heimat“ zurückführte.
Ihm fielen vor allem die unterschiedlichen Anbaumethoden der Obstbauern auf: In seiner Kindheit dominierten Hochstämme das Landschaftsbild, heute ist der plantagenmäßige Anbau mit kleinen Bäumen üblich. Doch egal wie groß oder klein die Obstbäume sind: Die Blütezeit ist ein einzigartiges Erlebnis, das sich in dieser Form und Intensität nur in wenigen Regionen Deutschlands erleben lässt.
Neuauflage in 2017 angeregt
Nach rund zweieinhalb Stunden erreichte die Gruppe den Ausgangspunkt der Wanderung und konnte den Abend für einen Besuch der heimischen Gastronomie nutzen. Und so mancher Teilnehmer stellte bereits die Frage, ob die „Kirschblütenwanderung“ auch im kommenden Jahr angeboten wird. Das Konzept einer familiengerechten Wanderung mit interessanten Einblicken am Wegesrand scheint anzukommen, weshalb auch die Kirschblütenkönigin Franziska I. eine Neuauflage im Jahr 2017 anregte. GH
Kirschblütenkönigin Franziska I. war eine gefragte Ansprechpartnerin am Zwischenstopp an der Schutzhütte des Obstlehrpfades.
Freuten sich nach zweieinhalb Stunden über eine gelungene Premiere der ersten Kirschblütenwanderung: (Von links) Torsten Mallmann, Kirschblütenkönigin Franziska I. und Horst Hohn.
