Kasbach feierte nach erfolgreicher Bürgermeisterverhaftung im Bürgerhaus
Ein Feuerwerk der guten Laune
Trotz steigenden Hochwassers ließen sichKarnevals-Komitee und Gäste das Feiern nicht vermiesen
Kasbach. Am ersten Freitag des Jahres wurde die Kasbacher Karnevals-Session mit einem Paukenschlag eingeläutet. Wie in jedem Jahr übernahmen hier die Jecken als erste in der Verbandsgemeinde das Regiment. Die traditionelle Verhaftung des Bürgermeisters, die ausschließlich durch das Kasbacher Karnevals-Komitee vorgenommen werden darf, war am späten Nachmittag der Auftakt zu einem langen und feuchtfröhlichen Abend. Nach erfolgreicher Machtübernahme zogen die Jecken weiter ins Kasbacher Bürgerhaus, wo bis zu später Stunde kräftig weiter gefeiert wurde.
Das Kasbacher Karnevals Komitee, unter seiner Präsidentin Heike Winkelbach und der 1. Vorsitzenden Astrid Malzmüller, hatte das „Who is Who“ der Karnevalsvereine des Umkreises gerufen – und alle waren gekommen. Auch der steigende Rheinpegel und die mit Grundwasser volllaufende Unterführung konnten die Jecken nicht davon abhalten, sich zum Jahresauftakt zahlreich im farbenfroh dekorierten Bürgerhaus einzufinden.
Nach dem offiziellen Einmarsch und launiger Begrüßung begann das bunte und ausgelassene Programm unter dem diesjährigen Motto „Alle unter einem Hut – Freud on Spass beim Karnevals-Komitee“ mit den Auftritten der „Alten Garde“ aus Bad Hönningen und der kleinen Prinzengarde Kasbach, die direkt für ausgelassene Stimmung im Saal sorgen. Darauf hatte die KG Unkel bei ihrem Auftritt leichtes Spiel: Dieses Jahr feiert sie ihr 88. Jubiläum, ein biblisches Alter, das man ihrem Auftritt in keiner Sekunde anmerkte. Besonders Eva Feltens und Gianluca Reifert aus Bad Hönningen strahlten vor Begeisterung bei ihrem ausgefeilten Paartanz und bezauberten ihr Publikum.
„Blechgedöhns“ sorgte für Stimmung
Spätestens beim Auftritt der Roten Husaren aus Linz, die mit ihrem „Blechgedöhns“ anreisten, war auch beim letzten Jeck im Saal der Bann gebrochen. Das „Blechgedöhns“ hatte ein Medley aus Rock und Evergreens vorbereitet – die Musik fuhr vielen Narren direkt in die Beine. Bei „We will rock you“ von Queen ließ das rhythmische Klatschen der Jecken den Saal beben.
Dem stand der Auftritt des Bad Hönninger Karnevalsprinzen Christoph I., der mit seinen Köbessen anreiste, um nichts nach. Nach einer schmissigen Rede mit vielen Lachern bewies Prinz Christoph wahres Showtalent – er sang und tanzte sich in die Herzen des Narrenvolks.
Glitzernde Kostüme und spektakuläre Showeffekte
Die Dattenberger Garde bezauberte nicht nur mit ihrem Tanz, sondern auch mit ihren wunderbar glitzernden Kostümen und bot dem jecken Publikum eine tolle Show. Das Erpeler Prinzenpaar mit seiner Entourage verbreitete prächtige Laune im Saal – Axel I. und Andrea I. ließen es sich nicht nehmen, selbst zu den Instrumenten zu greifen und ihr Tambourcorps zu unterstützen.
Für eine aufregende Abwechslung sorgte der Auftritt der Tanzflöhe Ohlenberg. Mit ihrer modernen Showtanz-Einlage und den silbrig glitzernden Kostümen waren die Mädchen wahre Augenweiden.
Die aktuelle Regentin von Linz am Rhein, Prinzessin Yvonne I. vom Rennenberger Tal, mischte sich schon lange vor ihrem Auftritt unter das Jecken-Volk und genoss die fabelhafte Stimmung. Mit ihr schloss der Abend wahrhaft königlich ab – aber zuvor sorgte noch die große Prinzengarde Kasbach für den Höhepunkt des Showprogramms. Zu Trude Herrs „Ich will keine Schokolade“ zeigten die Tänzer eine fesselnde Performance im Rock‘n-Roll-Stil, die das Publikum von den Stühlen riss. Die erstaunlich hohe Anzahl von schmucken Tanzoffizieren ermöglichte der Garde einen hinreißenden Auftritt voller Hebefiguren, die in einer phantastischen Szene mit glänzenden Silberlamébahnen endete.
Nach dem abwechslungsreichen und stimmungsvollen Programm war den Kasbacher Jecken noch lange nicht danach, nach Hause zu gehen, und bis in die frühen Morgenstunden wurde in bester Stimmung weiter gefeiert.
