Mitsing-Konzert des MGV Linz
Ein Feuerwerk der guten Laune
Linz.Mitreißende Ensemble-Nummern, wunderbare Duette und starke Soli wurden in der vollbesetzten Linzer Stadthalle präsentiert, in die der MGV Linz zu seinem Mitsing-Konzert eingeladen hatte. Dass unter den Zuhörern trotz des frühen Beginns keine Morgenmuffel saßen, merkte schon rasch der Kölner Mitsing-Star Björn Heuser, der mit seinen Liedern sofort das Publikum eroberte und zum Mitsingen animierte.
Als dann noch der Linzer Männerchor den Kölner Barde beim Bläck Föös-Hit „ Du bess die Stadt, op die mer stonn“ lautstark unterstützte, jubelten die Besucher. Somit gab es auch einen nahtlosen Übergang zu dem Auftritt des MGV. Da das Konzert unter dem Motto „Die Mischung macht’s“ stand, hatte es auch Helmut Muthers nicht ganz einfach, die Musikstücke aus verschiedenen Genres zu moderieren und die Zuhörer immer neu einzustimmen. Mit witzigen Anekdoten und Hintergrundgeschichten gelang ihm dies souverän in seiner Doppelfunktion, da er auch noch als 1. Beigeordneter die Stadtspitze repräsentieren musste.
Chorleiter Marco Zimmermann trieb immer wieder seine Mannen zu großer gesanglicher Leistung an, sodass der Spagat zwischen eher besinnlichen Liedern und solchen, die mit den schönsten Tönen kölscher Musik gewürzt waren, hervorragend gelang. So rief der John Lennon-Song „Happy Xmas – War is over“ mit den Solisten Marko Blum-Biermann und Willi Beylebens genauso Begeisterung hervor wie das Lied „Schön dat mer noch zesamme sin“.
Die zweite Hälfte des Konzerts eröffneten die „Gitarrenstrünzer“, die den musikalischen Bogen zwischen „Mer kumme us dem Morjenland“, den „Stääne“ und „En unserem Veedel“ spannten. Das Publikum sang auch hier kräftig mit und bedankte sich bei den acht Musikern mit tosendem Applaus.
Nächster Höhepunkt war der Beitrag des in Linz sehr bekannten Folk/Rock-Duos Miriam Brackelsberg und Ralph Müllenschläder, das nach Eigenkompositionen den Hit der Toten Hosen „Tage wie diese“ intonierte und Nenas „99 Luftballons“ in der Stadthalle aufsteigen ließ. Zu einem weiteren Highlight kam es dann am Schluss des zweieinhalbstündigen Konzertes, als die Chorsänger und das Gesangsduo das „Hallelujah“ von Leonard Cohen darboten. Gänsehaut-Feeling pur.
Natürlich gab es am Schluss noch die eine oder andere Zugabe. So durfte der „Stammbaum“ nicht fehlen, und mit „Kutt jot heim!“ verabschiedete sich der MGV mit Solist Bailey Stieldorf und die Gitarrenstrünzer von den begeisterten Gästen. Ein grandioses Konzert zum 200-jährigen Jubiläum des Chores und ein großes Fest.
