Allgemeine Berichte | 06.06.2017

Großzügige Geldspende an das Koblenzer Tierheim überreicht

Ein Herz für Tiere

Geschwister Gries überbrachten 6000-Euro-Scheck der Heinz-Gries-Stiftung für das „Schenke-Zeit-Projekt“

Die Vorstandsmitglieder des Tierschutzvereins, Horst Braun (l.), Florian Horster (r.) und Katja Hilger (vorne mit ihrem Hund Fossi) nahmen die Spende aus den Händen von (2. bis 4. v. l.) Susanne Gries, Sabine Liebsch und Peter Gries freudig entgegen. BSB

Koblenz-Rübenach. Drei tierliebe Geschwister statteten kürzlich dem Koblenzer Tierheim mit einem 6000-Euro-Spenden-Scheck der Heinz-Gries-Stiftung in der Tasche einen Besuch ab. Die Stiftungsratsmitglieder Peter Gries und Sabine Liebsch freuten sich, zusammen mit ihrer Schwester Susanne Gries, Vorstandsmitglied bei Griesson de Beukelaer, mit diesem Betrag das noch junge „Schenke-Zeit-Projekt“ des Tierheims unterstützen zu können. Ihr Vater, der 1935 in Kobern-Gondorf geborene Heinz Gries, übernahm 1967 in dritter Generation die Inhaberschaft des Gebäckherstellers Griesson (seit 1999 Griesson de Beukelaer) und gründete als erfolgreicher Unternehmer im Jahr 2004 die Stiftung, um der Gesellschaft einmal etwas zurückgeben zu können. Sie sollte vor allem die Nahrungsmittelforschung und Projekte zur regionalen Kulturgeschichte unterstützen. Bis heute liegen karitative und Tierschutzprojekte Heinz Gries und seiner Familie besonders am Herzen. Tierschutz ist für sie kein leeres Wort - sie leben ihn. Im Laufe der Jahre gab die Familie schon vielen Tierschutzhunden ein neues Zuhause. Als Katja Hilger, die nicht nur Vorstandsmitglied des Tierschutzvereins, sondern auch Mitarbeiterin bei Griesson de Beukelaer ist, von der Höhe der Spende erfuhr, war sie ganz baff: „Wow, großartig!“, habe sie gedacht. „Dass wir nicht auf dem Tisch getanzt haben, war so ziemlich alles“.

„Tierisch“ therapeutische Hilfe

Sie betreut das „Schenke-Zeit-Projekt“ mit viel Herzblut und erinnert sich noch gut daran, wie eine E-Mail an Griesson de Beukelaer den Stein irgendwie ins Rollen brachte und schließlich zu der Förder-Zusage der Heinz-Gries-Stiftung führte. Schon seit einigen Wochen sind die sieben ersten, entsprechend ausgebildeten Mensch-Hunde-Teams am Start, um mit den eigenen tierischen Freunden Freude und Abwechslung in den Alltag der in Seniorenheimen lebenden Menschen zu bringen. In Koblenz konnten die Teams unter anderem im Seniorenpflegeheim Bodelschwingh und bei dem Seniorensitz der Blindenhilfe „tierisch“ therapeutische Hilfe für Gruppen oder Einzelpersonen leisten. Die Resonanz sei ausschließlich positiv, versicherte Hilger. Die Menschen leben auf, wenn sie Kontakt zu Tieren haben, konnte Susanne Gries aus eigener Erfahrung bestätigen, denn die Stiftung unterstützt ähnliche Hundebesuchsdienst-Projekte schon in Ahrweiler und Mayen. Peter Gries lobte die Projektidee ebenso wie die übrige im Tierheim Koblenz geleistete Arbeit. Immer wieder einmal unterstützt die Stiftung das Tierheim und seine tollen Aktionen. Seine Familie und er engagieren sich selbst gerne hier. Zuletzt saß er jetzt am Tag des Tierheimfestes beim „Fun Dog-Casting“ in der Jury. Er sei beeindruckt, mit wie viel Detailverliebtheit und Bedacht sich die „Schenke-Zeit“-Projektbetreuer ans Werk gemacht haben.

Unterstützung ermöglicht weitere Ausbildung

Ein derartiges Engagement, das zunächst eigenfinanziert an den Start gegangen ist, gelte es zu unterstützen, zumal das Projekt gut zu dem diesjährigen Stiftungs-Motto „Brücken bilden“ passe. Zunächst wird die Stiftung es für die nächsten zwei Jahre mittragen. Wenn es gut läuft, sei tendenziell sicherlich auch eine Anschlussfinanzierung durch die Stiftung möglich, stellte Gries in Aussicht, obwohl aufgrund der deutschen Zinspolitik gerade nicht sehr üppig aus dem Vollen geschöpft werden könne. Dank der Zuwendung der Heinz-Gries-Stiftung können im nächsten Jahr, so Katja Hilger, eine neue Schulung durchgeführt und weitere Teams auf ihren, viel Sensibilität fordernden Einsatz vorbereitet werden. Ihren Besuch wollten die Gries-Geschwister unbedingt auch dafür nutzen, den im März 2015 in Koblenz-Rübenach eingeweihten Tierheim-Neubau zu besichtigen. Von den Behausungen für Kaninchen und andere Kleintiere über die neue Vogelvoliere, die Katzenstuben und Hundezimmer bis zu dem kleinen Tierheimshop, den Räumen für die tierärztliche Versorgung und die Lagerhaltung zeigte Tierheimleiterin Kirstin Höfer jeden Winkel. Etliche tierische Bewohner, darunter der schwarze, schwerst vermittelbare, als „Schattenhund“ bezeichnete Jacques, stellte sie den Besuchern mit umfangreichen Erklärungen vor. Sogar Jungtaube „Fussel“ wollte bewundert werden. „Ich hätte nie gedacht, dass ein Tierheim derart komplex ist“, staunte Peter Gries. Im Außenbereich des Tierheims freuten sich die verschiedenen Hunde in den Freiläufen über die große, ihnen plötzlich zuteilwerdende Aufmerksamkeit. So herrschte allseits gute Stimmung.

Es bleibt noch viel zu tun

Doch nach wie vor gibt es Punkte, an denen es nicht wirklich rund läuft, wie die Vorstandsmitglieder des Tierschutzvereins den Besuchern aufzeigten. Seit rund anderthalb Jahren wartet das Tierheim beispielsweise auf die Baugenehmigung der Stadt für ein Kleintierdorf. Ähnlich kompliziert verlief die Genehmigung für den Standort einer Koppel für drei Shetlandponys wegen der mit dem Pferdetritt einhergehenden Bodenverdichtung. Der Naturschutz hatte Vorrang, sodass die ursprünglich vorgesehene Fläche auf dem Gelände nicht für die Ponys genutzt werden durfte. Genauso mache die rund um das Tierheim ansässige Feldlerche gelegentlich Pläne zunichte, wenn es um die Aufstellung von Zäunen und die Bepflanzung geht, wie Florian Horster, Schriftwart des Tierschutzvereins und ehrenamtlich engagierter „Hunde-Kümmerer“, darlegte. Die Gesamtheit der an diesem Tag gewonnenen Eindrücke bestätigte den Spenden-Gebern der Heinz-Gries-Stiftung, wie wichtig und sinnvoll es ist, den im Tierheim geleisteten Tierschutz dauerhaft zu unterstützen.

BSB

Ein Herz für Tiere

Ein Herz für Tiere

Die Vorstandsmitglieder des Tierschutzvereins, Horst Braun (l.), Florian Horster (r.) und Katja Hilger (vorne mit ihrem Hund Fossi) nahmen die Spende aus den Händen von (2. bis 4. v. l.) Susanne Gries, Sabine Liebsch und Peter Gries freudig entgegen.Fotos: BSB

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Julia Doll : Lieber Roman, ja absolut, sehe ich ganz genauso
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Ignaz Wrobel: Bedauerlich und fragwürdig finde ich, dass offenbar nicht die konstruktive Mitarbeit (!!!) in kommunalen Gremien zur grundlegenden Mitwirkung bei solchen Entscheidungen gesucht wird. Ich würde mich...
  • W. Harkort: Danke für diesen Kommentar. Gab es auch Einwendungen wegen seltener Ameisen? Irgendwann in naher Zukunft werden diese Leute ihre Entscheidung bereuen. Dann ist es aber zu spät.
  • Walter Knieps: Warum erst jetzt ?!?!
Dauerauftrag
Imageanzeige
Daueranzeige 2026
Schulze Klima -Image
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Innovatives rund um Andernach
Maikirmes Franken
Empfohlene Artikel
Meckenheim geht beim Fußverkehrs-Check mit, von links: Christoph Overs, Leiter der Geschäftsstelle und der Koordinierungsstelle Zukunftsnetz Mobilität NRW Rheinland, die städtische Mobilitätsmanagerin Liena Humke, Umweltplanerin und Mobilitätsmanagerin Nele Allerchen, Bürgermeister Sven Schnieber und der Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW Oliver Krischer. Foto: go.Rheinland GmbH / Smilla Dankert
46

Meckenheim. Es ist die umweltfreundlichste Fortbewegungsart der Welt. Deshalb soll das Gehen in Meckenheim nun mehr Aufmerksamkeit bekommen: Beim landesweiten Wettbewerb um einen professionellen „Fußverkehrs-Check“ wurde Meckenheim vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Zukunftsnetz Mobilität NRW als teilnehmende Stadt ausgewählt.

Weiterlesen

Die Vierklässler entdecken die Römerwelt.  Fotos: Grundschule Rheinbrohl
35

Rheinbrohl. Ein außergewöhnliches Projekt voller Entdeckungen, Abenteuer und lebendiger Geschichte liegt hinter den vierten Klassen der Astrid-Lindgren-Schule Rheinbrohl. In den vergangenen Wochen verwandelte sich der Unterricht in eine kleine Römerwelt. Im Rahmen eines umfangreichen Römerprojekts tauchten die Kinder tief in das Leben der alten Römer ein und erfuhren Geschichte nicht nur aus Büchern, sondern mit allen Sinnen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: ROB
45

Spezialeinsatzkräfte überwältigen randalierende Frau

01.05.: Kreis Euskirchen: 65-Jährige greift Polizisten mit Messer an

Zülpich. In der Nacht zum Freitag (1. Mai) um 1.47 Uhr erhielt die Polizei Euskirchen einen Notruf wegen einer randalierenden Frau in einem Mehrfamilienhaus in der Bachstraße. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte griff die Frau die Polizeibeamten mit einem Messer an. Die Beamten blieben unverletzt.

Weiterlesen

Daueranzeige
Rund ums Haus
Titelanzeige
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus
Dachdecker (m/w/d)
Industriemechaniker
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
100 Jahre Eifelverein Dernau
T-Roc & R-Line / Meckenheim
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
100 Jahre Eifelverein Dernau
10 Jahre NoWi Bau
10 Jahre NoWi