Ein Lebensgefühl wie am Mittelmeer
Remagen. Ein Lebensgefühl wie am Mittelmeer – das durften am Wochenende tausende Menschen beim wunderschönen LebensKunstMarkt in der Remagener Innenstadt erleben.
Fast 200 angereiste Künstler und Kunsthandwerker sowie die Künstler in den Remagener Galerien verwandelten beim 22. LebensKunstMarkt in Remagen die Innenstadt in ein Mekka der Künste. Beeindruckend war die Bandbreite an dargebotenen Künsten und auch die Vielfalt an Kunsthandwerk. Veranstalter waren die Stadt Remagen um Marc Bors, Günther Balas und Lisa Marie Althoff vom städtischen Sachgebiet Stadtmarketing, Tourismus und Kultur sowie die Werbegemeinschaft „Remagen mag ich“ um den Vorsitzenden Volker Geber.
Allerdings sorgten die sehr heißen Temperaturen dafür, dass nicht ganz so viele Menschen den LebensKunstMarkt besuchten wie in den Vorjahren. Herrschte am Samstag in den Morgenstunden noch reger Betrieb, so ließ dieser ab den sehr heißen Mittagsstunden deutlich nach. Der Sonntag war zwar durchweg besser besucht, aber auch hier kamen scheinbar vor allem die Kunst- und Kunsthandwerk-Interessierten und weniger die Wochenendausflügler. Eines allerdings war bei allen Gästen sehr begehrt, und das waren die schattigen Plätze und kühle Getränke.
So konnten die, die der Hitze standhielten und den LebensKunstMarkt genossen, die Künste und das Kunsthandwerk auch in aller Ruhe bewundern. So gilt der Dank aber nicht nur den vielen Kunst- und Kunsthandwerkfreunden, die sich von der Hitze nicht abhalten ließen, sondern auch den rund 200 Künstlern und Handwerkern, die bei hochsommerlichen Temperaturen anreisten, ihre Stände aufbauten und zwei Tage in ihren Zelten bei Hitze aushielten, um ihre Künste den Gästen zu präsentieren.
Trotz der hohen Temperaturen zeigte sich Marc Bors sehr zufrieden mit dem Verlauf des LebensKunstMarktes. Wie gehabt seien rund 200 Künstler und Kunsthandwerker am Markt beteiligt gewesen, ebenso wie die Gäste aus der Provence, die für nächstes Jahr schon wieder ihre Teilnahme bekundet hätten.
Beeindruckend war die große Vielfalt der Künste und Malereien. Ob in Öl oder Acryl, ob auf Leinwand, ob Papierkunst, ob moderne oder Porträtmalerei – die Bandbreite der Künste, die überwiegend in der Kirchstraße, in den Galerien, in der Zeltgalerie auf dem Kirchenparkplatz, in der Kulturwerkstatt und im großen Zelt hinter der Kulturwerkstatt sowie auf der Freilichtbühne präsentiert wurde, war enorm.
Kunst, die begeistert
Auf der Freiluftbühne und im Zelt begeisterten immer wieder Stefanie Manhillen und Stefan Maria Glöckner mit ihren musikalisch-künstlerischen Installationen. In der Zeltgalerie an der Kirche konnte sich neben hochwertigen Kunstpräsentationen der Nachwuchs im Zelt des Arp-Museums künstlerisch ausprobieren. Eine tolle Bandbreite von Kunsthandwerk wurde überwiegend auf dem Parkplatz Grabenstraße und zum Teil auch in der Fußgängerzone präsentiert. Großformatige Projekte aus Holz sprachen ebenso an wie die Drechselstube, teilweise neben Holz sogar vergoldet, Glaskunst, Brennereikunst auf Holz, teilweise Keramik- oder Porzellankunst, gefilzte Bekleidung, Taschen oder gewebte Kostbarkeiten, mit der Nähmaschine gestickte Bilder, Schmuck in allen möglichen Variationen, Kunsthandwerk aus Leder, Blumenstecker, Hüte, handgesponnene Wolle – da war wirklich für alle etwas dabei. Ausgesprochen viel Kunsthandwerk gab es im Holzbereich; dort bestach regelrecht die künstlerische Vielfalt im Umgang mit dem Material Holz.
„Markt der Provence“ als Highlight
Ein ganz tolles Highlight war wie gewohnt der so beliebte „Markt der Provence“ in der Josefstraße, der schon am Freitagmittag seine Pforten geöffnet hatte. Dicht umlagert waren die Stände des provenzalisch-mediterranen Spezialitätenmarktes. Da lockten Oliven, Gewürze, getrocknete Tomaten, süßes und herzhaftes Gebäck, Fleischpasteten, Salami- und Käsespezialitäten, provenzalische Liköre sowie Wein und Pastis aus dem Süden Frankreichs. Da duftete es dermaßen nach Leckereien oder auch nach Gewürzen, nach Lavendel, gefüllt in Säckchen oder auch als Seife oder in Honig, dass den Gästen einfach das Wasser im Munde zusammenlief. Dazu gab es Tischdecken oder Stoffe mit mediterranen Motiven und wunderschöne Dekorationen. Der Süden Frankreichs wurde in der Josefstraße einfach lebendig. Sehr schön, dass die in Remagen schon bekannten Händler aus der Provence ihre Teilnahme am LebensKunstMarkt bereits für kommendes Jahr zugesagt haben.
Lebendig wurde es überall im Markt auch durch die Musik von Matthieu Pallas mit seinem Akkordeon. Für viel Freude sorgten auch Stelzenläuferin Fabula Fleur und Clownin Mademoiselle La Belle. Das liebten nicht nur die Kinder. Super ankamen am Sonntag die beiden Comedy- und Jonglage-Shows von Herrn Kasimir, der im Marktbereich das Publikum gerne in seine urkomischen Inszenierungen und seinen exzentrischen Blödsinn einbezog. Eine absolute Bereicherung war am Samstagabend auf der Rathausbühne der Auftritt des „Trio Créme Fráìche“, das mit französischen Chansons und Gipsy Jazz die Gäste auf dem Marktplatz begeisterte. Immer wieder ließen sich die beiden Musiker und die Musikerin gegenseitig Raum für absolut gekonnte Soli. Die Gastronomien rund um den Marktplatz und der Getränkestand jedenfalls hatten alle Hände voll zu tun, um die Gäste bei hochsommerlicher Hitze mit kühlen Getränken und leckeren Speisen zu versorgen.
Auch im LebensKunstMarkt-Bereich hatten die gastronomischen Betriebe allerhand zu tun. Beliebt waren natürlich die schattigen Plätze.
Neben den vielen künstlerischen und kunsthandwerklichen Angeboten hielten auch die Remagener Geschäfte ihre Pforten für die vielen Gäste geöffnet. AB
Auch französische Musik gehörte dazu. Foto: AB
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