Allgemeine Berichte | 22.11.2016

Aktion „Hoffnungszeichen“ auch 2016 erfolgreich

Ein Leuchten in Kinderaugen zaubern

2001 gründete sich in Weidenhahn die Privatinitiative

Ein Leuchten in Kinderaugen zaubern

Weidenhahn. Berührt durch die Armut der Kinder auf dem Balkan, u.a. in Rumänien, Kroatien, Bulgarien, Bosnien-Herzegowina und dem Kosovo, kam Renate Driessler aus Weidenhahn auf den Gedanken, die Not der Kinder dort etwas zu lindern. Mit Gleichgesinnten gründete sie in Weidenhahn die Aktion „Hoffnungszeichen“.

Der Grundgedanke war von Anfang an, Sponsoren aus dem Westerwald und der gesamten BRD für diese Idee zu gewinnen, um Geld- und Sachspenden für die Aktion zu akquirieren.

Es sollen Päckchen gepackt werden, um diese an Kinder auf dem Balkan bis spätestens am Nikolaustag zu übergeben. Gezielt werden die Päckchen in Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern mit Kinderstationen und Blindenheimen verteilt.

Der Inhalt eines Päckchens besteht überwiegend aus kleinem Spielzeug, Schokoladen-Nikoläuse, Keksen, Plätzchen, Schokolade, Spekulatius, Gummibärchen und mehr. Pro Päckchen war ein Wert von ungefähr 10 Euro angepeilt.

Nach und nach sprach sich die Aktion „Hoffnungszeichen“ rum. So konnte die Anzahl der Päckchen von anfangs ca. 150 auf ca. 1100 gesteigert werden. Von 2001 bis 2016 konnten ca. 12500 Päckchen den glücklichen Kindern übergeben werden. Wenn man diese Zahl mal 10 Euro nimmt, dann hat die Initiative Päckchen im Wert von ca. 125.000 Euro zusammengestellt.

Die Akquise für die Aktion läuft praktisch ganzjährig durch. Wenn die Pakete im November abgeholt werden, beginnen schon wieder die Vorbereitungen für das folgende Jahr.

Renate Driessler hat im Laufe der Jahre enge Kontakte zu verschiedenen Lebensmittelmärkten geknüpft und inzwischen Superkonditionen für den Einkauf diverser Artikel ausgehandelt. Besonders großzügig wird die Aktion von einem großen Lebensmittelmarkt in Wallmerod unterstützt, vertreten durch den Marktleiter Mario Neuroth.

Im Laufe der Zeit hat sich alles weiter entwickelt, so wurden in der VG Selters mehrere Sammelstellen eingerichtet, wo die Päckchen abgegeben werden können, dabei handelt es sich um „Cafe Rockenfeller“ und Brigitte Brüse-Becker in Selters, Annemarie Baldus aus Herschbach/Uww., Gertrud Vohl aus Herschbach/Oww. Und Optik Gläser aus Westerburg.

Von den Sammelstellen werden die Päckchen nach Weidenhahn gebracht, dort schön in Weihnachtspapier gewickelt, beschriftet, und für den Transport fertig gemacht. Die Päckchen werden nicht lose transportiert, weil sonst alles durcheinander fallen würde. Deshalb müssen die Päckchen in große Umkartons umgepackt werden, was sehr viel Arbeit bedeutet. Auf den Umkartons wird die Anzahl der darin befindlichen Päckchen festgehalten, so kann man am Ende durch einfaches Addieren feststellen, wie viele Pakete auf die große Reise gehen.

Die Aktion „Hoffnungszeichen“ wird von den Maltesern Deutschland unterstützt. Mitte November kommt der Sozialpfarrer Krönung aus Kassel mit einem großen Transporter nach Weidenhahn.

Dort wird der Transporter mit den Kartons bis unter das Dach vollgeladen. Pfarrer Krönung fährt die Weihnachtspäckchen aus dem Westerwald dann zur Sammelstelle der Malteser nach Kassel. Von dort aus werden die Päckchen dann, dem Zweck entsprechend, zu den verschiedenen Kindereinrichtungen auf den Balkan gebracht.

Welche Freude und Dankbarkeit die kleinen Gaben den Kindern dort bereiten, kann man auf einigen Fotosbetrachten.

Das ist der Grund, warum Renate Driessler und ihre Mitstreiterinnen Jahr für Jahr ihre Aktion durchziehen.

Zusätzlich werden auch verschiedene Aktionen durchgeführt, um für „Hoffnungszeichen“ zu werben. U.a. wird bei der großen Radveranstaltung „Jedem sayn Tal“ eine Tombola durchgeführt, bei der es wertvolle Preise zu gewinnen gibt. Der Reinerlös dieser Tombola wird 1:1 für das Füllen der Päckchen verwandt.

Es ist eigentlich überflüssig, zu betonen, dass alle Beteiligten ihr Engagement absolut ehrenamtlich ausüben. Den intensiven Arbeits- und Zeitaufwand kann man gar nicht hoch genug bewerten.

Unterstützt wird Renate Driessler in Weidenhahn von Josie Tokarski, Jasmin Krah und Angelika Frensch, denen man auch Lob und Anerkennung aussprechen muss.

Besondere Erwähnung finden muss auch die Unterstützung der Aktion „Hoffnungszeichen“ durch die folgenden Schulen und Kindergärten: die Grundschulen in Höhn/Salz und Wallmerod, sowie die Kindergärten in Meudt, Montabaur, Wallmerod, Welschneudorf, Elz und Herschbach, sowie den „Flohzirkus“ in Wölferlingen, die „Gänseblümchen“ aus Maxsain und die „Wühlmäuse“ aus Schenkelberg.

Für ihr besonderes soziales Engagement wurden Manuela Höppner, Brigitte Brüse-Becker, Rosel Püsch, Annemarie Baldus und Renate Driessler 2011 durch VG-Bürgermeister Klaus Müller mit der Ehrenmedaille der VG Selters und einer Urkunde ausgezeichnet.

Diese Anerkennung ist für die Mitglieder von „Hoffnungszeichen“ Ansporn und Verpflichtung, sich weiter für die Ärmsten der Gesellschaft einzusetzen und etwas Freude in ihr häufig trauriges Leben zu bringen. Es ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, doch jedes glückliche Kinderlächeln ist Belohnung genug für alle Mitwirkenden.

Inzwischen werden auch bei uns angekommene Flüchtlingskinder mit den beliebten Päckchen bedacht.

Ein Leuchten in Kinderaugen zaubern
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