Bürgerinitiative „Lebenswerte Stadt“ lädt zur Sehschule in Bad Neuenahr
Ein Meisterschüler und sein Werk
Vortragsabend zu Kuranlagen, Baumeister und Epoche am 9. Februar
Bad Neuenahr. Zu ihrer Zeit waren die Bauwerke von 1933/38 vis-à-vis des Badehauses avantgardistisch. Und bis heute sind sie und ihr Architekt baukulturell herausragend.
Daran besteht kein Zweifel, auch wenn die Bauten dringend heutigen Standards in vielfacher Hinsicht anzupassen sind und dafür ein Eimer Farbe nicht reicht. Hermann Weiser, mit jungen 24 Jahren Sieger des Neuenahrer Architekturwettbewerbs zur Neugestaltung des Kurparkareals, wurde von einer Jury prämiert, die die deutsche Architektenelite versammelte.
Bereits diese Tatsache lässt erahnen, welch große Bedeutung dem „rheinischen Carlsbad“ zukommt. Über den ungewöhnlichen Wettbewerb und die eingereichten Entwürfe, über die verwirklichten Bauten und ihre Geschichte, über Weiser und über den Zeitgeist dieser Epoche hat das Leitungsteam der Bürgerinitiative „Lebenswerte Stadt“ umfangreich recherchiert und will in einem Vortrag am 9. Februar die Ergebnisse vorstellen. „Wir wollen aber auch diskutieren“, so das Leitungsteam, „was man heute mit dieser Bausubstanz machen kann. Vor uns liegen das Europäische Kulturerbejahr 2018, 100 Jahre Bauhaus 2019 (die Kuranlagen gehören wie Bauhaus zur Stilrichtung der Neuen Sachlichkeit) und die LaGa 2020. Da lohnt es sich noch einmal mehr zu investieren und eine geschickte Lösung zu finden, die Altes ehrt und mit Neuem kombiniert.“
Die Sehschule Kurgarten 01 findet statt am Donnerstag, 9. Februar, 19.30 Uhr, Hotel Goldener Anker, Bad Neuenahr. Kein Eintritt, Spenden erlaubt. Weitere Sehschulen zum Thema sind für März und April geplant.
Die Bürgerinitiative „Lebenswerte Stadt“ setzt sich für eine behutsame Entwicklung der Stadt und regionale Baukultur ein. Hier sind erste Informationen zum Thema zu finden: www.lebenswertestadt.jimdo.com.
