Initiative „Rheinbach ohne Plastikmüll“ hatte zu Informationsveranstaltung geladen
Ein Rheinbach ohne Plastikmüll ist das Ziel
Rheinbach. Entstanden ist die Gruppe „Plastikmüllfreies Rheinbach“ aus der „Steuerungsgruppe Fairtrade“, die sich in Rheinbach etabliert hat. Damals hatte man erkannt, dass dieses Thema nicht zu der Gruppe „Fairtrade“ gehört. Bereits Mitte September des letzten Jahres fand eine Informationsveranstaltung zur Vermeidung von Plastikmüll im Himmeroder Hof statt, an der 29 Interessenten zugegen waren. Daraus wurde gefolgert, dass ein Interesse in der Bevölkerung vorhanden ist.
Ende Oktober 2019 fand die Gründungsversammlung der Gruppe „Plastikmüllfreies Rheinbach“ statt. Sprecher der Gruppe wurde Eckhard Siebert, seine Stellvertreter wurden Jörg Nawrath, der auch gleichzeitig Schriftführer ist, und Doris Kübler. Den Posten des Pressesprechers übernahm Dörthe Klaus. Später wurde der Name der Gruppe in „Rheinbach ohne Plastikmüll“ geändert.
Ziel der Gruppe ist es, Plastikmüll zu vermeiden, sowohl in Rheinbach als auch in der Umgebung. Hier sollen die Menschen sensibilisiert werden, im täglichen Leben Plastikmüll zu vermeiden und unter Umständen nach Alternativen zu suchen. Die Gruppe soll, in Zusammenarbeit mit der Stadt, der Ansprechpartner für Plastikmüllvermeidung sein. Dazu zählt auch die Aufgabe, den Bürgern aufzuzeigen, wie Plastikmüll im Alltag vermieden werden kann.
Am 28. November des letzten Jahres fand eine Versammlung statt, bei der folgende Aktionsgruppen gebildet wurden.
1. Fastfood: Die Gruppe will mit den Rheinbacher Fastfood-Betrieben Kontakt aufnehmen. Ziel sei die Müllvermeidung bzw. das Mülleinsammeln der Betriebe im Sinne der ordnungsbehördlichen Verordnung der Stadt Rheinbach.
2. Plastikmüll in der Landwirtschaft/Landschaft: Vermüllte Landflächen sollen identifiziert werden und wenn möglich Kontakt mit Eigentümer/Landwirt aufgenommen werden.
3. Öffentlichkeitsarbeit: Informationen zur Müllvermeidung, Recycling sollen in der Form von Plakaten, Flyern an Bürger, Schulen, Kindergärten, Kirchen weitergegeben werden. Hierbei sollen vorhandene Quellen im Internet genutzt werden, unterstützt durch Plakataktionen.
4. Veranstaltungen: Ziel sei es, die Veranstaltungen in Rheinbach und den Ortsteilen möglichst plastikmüllfrei zu veranstalten, z.B. Karneval, Rheinbach Classics, Kirmes, Weihnachtsmarkt. Hier soll Kontakt mit dem Veranstalter aufgenommen werden. Der Vorsitzende des Rheinbacher Gewerbevereins merkte an, dass bei dem letzten Fastfood-Festival wesentlich weniger Müll angefallen sei als im Vorjahr. „Uns liegt es auch am Herzen, so wenig wie möglich Müll bei unseren Veranstaltungen zu produzieren. Dies betrifft im besonderen Maße den Plastikmüll durch Einweggeschirr.
5. TOBYC: Hierbei handele es sich um einen Kölner, der Zigarettenkippen sammelt. Kippen bestehen aus Kunststoff. Diese werden zu Aschenbechern verarbeitet und dann ausgeliefert, um darin wieder Kippen zu sammeln. Es liegt ein Vorschlag vor, dies auch in Rheinbach zu versuchen. Vereine, Geschäfte, Schulen, Feuerwehr, könnten für eine Teilnahme angesprochen werden.
6. Praxisgruppe: Die Gruppe beschäftige sich mit der praktischen Umsetzung von „Plastikspartips“ im Haushalt. Im Alltag fallen schon ganz selbstverständlich im Haushalt Mengen an Plastikmüll an, die vermieden werden können. So können z.B. viele Reiniger durch wenige Zutaten selbst hergestellt werden. Zusammen mit anderen macht es einfach mehr Spaß Dinge auszuprobieren. In der Gruppe sollen praktische Tipps ausprobiert werden. Hier konnten schon erste Ergebnisse vorgestellt werden. Am 16. Mai findet in der VHS ein Lehrgang mit dem Titel „Umweltfreundliche Reinigungsmittel einfach selber herstellen“ statt. Die Leitung obliegt Doris Kübler und Melanie Olbrich.
Kontakt zum Gewerbeverein wurde aufgenommen, um auf dem Rheinbacher Weihnachtsmarkt Plastikmüll einzusparen. Einige Maßnahmen werden bereits in diesem Jahr umgesetzt.
Auf dem Biohof Bois in Meckenheim fand jetzt ein Ortstermin statt, um Informationen zu sammeln. Ein erstes Gespräch mit Herrn Merella von TOBYC wurde geführt. Erste Kontakte zu „Plastikmüllfreies Alfter“ wären schon aufgenommen worden.
Der Sprecher der Gruppe Eckhard Siebert erläuterte die gewaltige Bedrohung, die Plastikmüll in unserer Umwelt anrichtet. „Es werden Plastikteile in Mägen von Tieren, die im zweiten Schritt in die menschliche Nahrung gelangen, gefunden. Schnüre im Meer in denen sich die Tiere verfangen. Mikroplastik, der in die Flüsse und Meere gelangt und sich in den Tieren einlagert“.
Ergänzend gab der anwesende Bürgermeister Stefan Raetz seine Erfahrungen bei Besuchen in Togo an.
„Bei meinen Reisen mit der Togo-Hilfe e.V. nach Afrika haben wir Gebiete gesehen, die übersäht waren mit kleinen Plastiktüten. Bei dem Sturm der letzten Tage hier bei uns wurden Plastiktüten und Folien von einem Recycling Hof in der Nähe davon geweht und verfingen sich zu tausenden in den Sträuchern entlang der Autobahn“, berichtete Raetz.
Und er ergänzte seine Ausführungen mit dem Vorschlag, man könne die Fastenzeit als Plastikfasten nutzen.
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