Allgemeine Berichte | 29.07.2024

Französischer Markt lockte Besucher aus nah und fern in die Kreisstadt am Rhein

Ein Stückchen Frankreich in Neuwied

Fürs Genießen standen edle Weine und auch Champagner zur Verfügung.  Fotos: JS

Neuwied. Der Duft von frischem Brot lag in der Luft und der Kaffeewagen verströmte ein angenehmes Kaffeearoma: Der Luisenparkplatz in Neuwied verwandelte sich am vergangenen Wochenende in ein kulinarisches französisches Paradies. Es war Zeit für den jährlichen französischen Markt, der in Neuwied bereits eine lange Tradition hat. Normalerweise auf dem Marktplatz angesiedelt, musste er 2024 auf den Parkplatz ausweichen. Um 10 Uhr am Samstag öffnete er seine Tore.

Samstag startete mit Regen

Der Zustrom der Gäste ließ zunächst auf sich warten, öffnete der Himmel am Samstag doch gnadenlos seine Schleusen. Aber die echten Fans ließen sich auch davon nicht aufhalten. Die Händler und Händlerinnen kamen von überall her. Da ist Marguerite Müller aus Obernai im Elsass an der Weinstraße. Die Bäckerin kommt seit Jahren hierher und verkauft ihr selbstgebackenes, leckeres Brot.

Köstlichkeiten locken mit herrlichem Duft

Gleich im Eingangsbereich lockte die französische Köstlichkeit mit ihrem herrlichen Duft. Geschützt durch ihre Regenschirme, standen einige Besucherinnen und Besucher vor dem Stand mit den Zwiebeln und dem Knoblauch oder probierten sich im Schutze des Zeltes durch hochwertige Öle und Liköre aus Bergheim. Aber nicht nur kulinarische Köstlichkeiten lockten die Menschen an. Hochwertige Tischdecken, Produkte aus Olivenholz, edler Schmuck oder die traditionellen Lavendelsäckchen, deren Duft die Kunden und Kundinnen innerhalb von Sekunden in die Weiten Frankreichs katapultierte, wurden angeboten. Fürs Genießen standen edle Weine und auch Champagner zur Verfügung. Unter einem Zeltdach ließ sich beides sogar trotz des nassen Wetters genießen.

Viele Händlerinnen und Händler sind Stammgäste auf dem Markt, kommen immer gerne wieder. „Es kommen hier einfach viele Leute“, erklärte Sandro Patzig. „Die bleiben lange, genießen den Wein, essen Flammkuchen. Und dass so viele Franzosen hier sind, macht es einzigartig. Das Gesamtkonzept passt.“ Diese Meinung teilte der Flammkuchenbäcker mit vielen anderen Händlern.

Fotogalerie: Französischer Markt in Neuwied 2024

Foto: Alles Fotos: JS

Sonntag brachte Sonne und Besucherstrom

Gestaltetet sich der Samstag wetterbedingt doch eher mäßig, starteten Wetter und Markt am Sonntag schließlich durch. Ein warmer Sommertag lockte die Neuwiederinnen und Neuwieder, aber auch Menschen aus dem Umland aus ihren Wohnungen und Häusern auf den Markt, um einen Hauch Frankreich zu genießen. Das Zelt mit den Biertischgarnituren war voll und auch die Sitzmöglichkeiten unter freiem Himmel waren besetzt. An der Crêperie bildeten sich lange Schlagen und die Menschen orderten Crépes mit Käse und Schinken oder Nutella. Der Käsekuchen am Stand von Gaby Benes gingen weg wie warme Semmeln. Die hausgemachten Kuchen, ohne jegliche künstliche Zusatzstoffe gebacken, passten hervorragend zu den Delikatessen unserer französischen Nachbarn.

Französisches Feeling und friedliche Stimmung

Um den Flair zu komplettieren, drehte der französische Drehorgelmann Silvan Pesentie seine Runden übers Gelände. Er ist seit Jahren dabei. Am Rande des Marktes, gleich im Eingangsbereich, befanden sich zwei Bahnen für die Sportart Boule. Hier konnten sich die Menschen an der französischen Kugelspielart versuchen.

Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes waren präsent, bekamen aber glücklicherweise nicht viel zu tun. „Es läuft alles sehr friedlich ab“, bestätigten sie. Die besondere Atmosphäre mit dem reichhaltigen Angebot ist auch das, was die Stammbesucher und Besucherinnen immer wieder anlockt. „Ich finde es toll, dass so viel organisiert wird von der Stadt. Das möchte ich unterstützen“, erklärte ein Gast, der mit seiner Begleitung ein Glas Wein genoss. Ähnlich äußerte sich Anas Akallal. Der Bonner verkaufte Produkte aus Olivenholz, das er aus Tunesien bezieht. „Die Kundschaft ist toll, der Markt ist gut“, sagte er. „Und die Organisation von der Stadt aus ist perfekt. Ich komme gerne wieder.“

Einen kleinen Wermutstropfen gab es allerdings. „Wir fanden es schöner, als der Markt noch auf dem Marktplatz war“, gestand eine Besucherin. „Wir hatten gehofft, das der Marktplatz bis zum Französischen Markt fertig wird.“ Das hatte nicht ganz geklappt, aber für 2025 stehen die Chancen gut, dass der Markt dann auch wieder auf dem Marktplatz stattfinden kann.

Produkte aus Olivenholz: Das Holz kommt aus Tunesien, der Händler aus Bonn.

Produkte aus Olivenholz: Das Holz kommt aus Tunesien, der Händler aus Bonn.

Original französische Spezialitäten gab es zu kaufen.

Original französische Spezialitäten gab es zu kaufen.

Fürs Genießen standen edle Weine und auch Champagner zur Verfügung. Fotos: JS

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