Allgemeine Berichte | 17.10.2018

Malteser Jugend Meckenheim übt in rund 20 Einsatzübungen

Ein Tag voller „Notfälle“

„Rettungsdienst-Wochenende“: Nachwuchs übt für den Ernstfall

Die Jugendlichen transportieren unter Begleitung einer Betreuerin eine Verletzte ab.Fotos: Felix Benthe

Meckenheim. In rund 20 realistisch nachgestellten Notfallszenarien haben 15 Mitglieder der Malteser Jugend eine Nacht wie auf einer richtigen Rettungswache verbracht. Auf die Jugendlichen, die jederzeit einsatzbereit waren, warteten verschiedene Notfälle, die das Unfalldarstellungsteam vorbereitet hatte.

Jedes Jahr ist das „Rettungsdienst-Wochenende“, das bereits zum fünften Mal stattgefunden hat, für die Malteser Jugendlichen aus Meckenheim das Highlight im Herbst. So auch in diesem Jahr, denn die Betreuerinnen und Betreuer hatten sich alle Mühe gegeben, um die Jugendlichen in zahlreichen Einsätzen ihr erlerntes Wissen auf die Probe stellen zu lassen.

Beim Rettungsdienst-Wochenende begannen sie zunächst mit einer Einweisung in die beiden Rettungswagen, die die Rettungswache Rheinbach zur Verfügung gestellt hatte, sowie in den Digitalfunk.

Ab diesem Moment mussten die jungen Sanitäterinnen und Sanitäter jederzeit bereit für eventuelle Alarmierungen sein. Immer dann, wenn sie über die Nacht nicht gerade mit ihren Betreuern im Rettungswagen unterwegs waren, konnten sie ihre Zeit mit gemeinsamem Spielen, Filmegucken und Essen in der Dienststelle verbringen, wo sie auch ihre Schlafplätze eingerichtet hatten.

Heißer Auftakt: Zusammenarbeit mit der Feuerwehr wurde geübt

Los ging es am Nachmittag gegen 16.30 Uhr, als die Jugendlichen sich gerade auf der Dienststelle eingelebt hatten. Unter dem Stichwort „Brand 4 – Hallenbrand“ wurden sie mit beiden Rettungswagen und gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr auf den befreundeten Obsthof Manner alarmiert, wo das Vorbereitungsteam bereits ein kontrolliertes Feuer entzündet und fünf Verletztendarsteller positioniert hatte.

Am Einsatzort angekommen, arbeiteten die Mitglieder der Jugendfeuerwehren aus Merl und Altendorf-Ersdorf und die Malteser Jugend gemeinsam den Einsatz ab und konnten dabei ihr Teamwork üben.

Im Anschluss an den ersten Einsatz fuhren die rund 30 Jugendlichen beider Hilfsorganisationen gemeinsam an die Malteser Dienststelle, um dort gemeinsam zu Abend zu essen. Von dort aus gab es für die Malteser Jugend zunächst noch zwei Rettungswagen-Einsätze, ehe dann der zweite große Alarm für beide Organisationen erfolgte, bei dem sie an einem Wanderparkplatz bei Altendorf gestürzte Personen aus einem Bachlauf retteten.

Übungen, so vielfältig wie reale Einsätze

Über die restliche Nacht und den folgenden Morgen hinweg folgten noch ungefähr 15 weitere Alarmierungen für die Mitglieder der Malteser Jugend, bei denen sie sowohl mit nur einem Fahrzeug, als auch manchmal mit beiden Rettungswagen ausrückten. Highlights waren dabei unter anderem zwei Notfälle, bei denen eine Wiederbelebung von Nöten war, eine gewaltsame Auseinandersetzung mehrerer Personen, die Behandlung einer betrunkenen Person und zahlreiche weitere Szenarien, die ebenso im täglichen Rettungsdienst vorkommen.

Am Ende des Wochenendes ziehen die Organisatoren und Jugendlichen ein positives Fazit. Auf die Frage, was das Ziel des Übungswochenendes gewesen sei, antwortet Jugendleiter Friederich-Salah Farah: „Dass die Mitglieder der Jugendgruppe für einen Tag das Leben auf einer Rettungswache erleben und in den Einsätzen sowohl ihre Zusammenarbeit, als auch ihre medizinischen Kenntnisse trainieren können.“, und ergänzt im Folgenden, dass genau dies auch gelungen sei: „Es war super, wie die Jugendlichen bei den immer wieder unterschiedlichen Notfällen zunächst überlegt haben, was sie machen sollten und im Anschluss die Maßnahmen nach ihren Kenntnissen durchgeführt haben!“

Auch die Jugendlichen blicken begeistert auf das Übungswochenende zurück: Der 15-jährige Johannes, der das erste Mal dabei war, erzählt: „Ich fand es gut, am Wochenende den Alltag wie auf einer Rettungswache zu erleben. Und in den Einsätzen konnte ich immer noch etwas dazu lernen!“ Auch die zweölfjährige Andrea war zum ersten Mal beim Übungswochenende dabei. Sie und die 17-jährigen Leonie schwärmen: „Wir wären am liebsten noch viel häufiger alarmiert worden!“. Schon jetzt schauen die Jugendlichen mit Vorfreude auf das nächste Jahr voraus, wo neben anderen Highlights, wie den Zeltlagern an Pfingsten und im Sommer, voraussichtlich auch wieder ein Rettungsdienst-Wochenende auf dem Programm stehen wird.

Ehrenamt trägt den Hilfsdienst

Die Jugendarbeit beim Malteser Hilfsdienst in Meckenheim wird, genauso, wie auch alle anderen Tätigkeiten des Vereins, rein ehrenamtlich organisiert. Das Organisationsteam zur Übung bestand aus rund zehn Verantwortlichen und zehn weiteren Verletztendarstellern, die sich am Wochenende und in der Vorbereitung Zeit für die Jugendlichen genommen haben. Als in Gruppen zusammengeschlossene Gemeinschaft werden in Meckenheim die vier Schwerpunkte der Malteser Jugend „Lachen – Lernen – Glauben – Helfen“ auf jugendgerechte Art vermittelt. Dazu gibt es sowohl einige Wochenendaktionen pro Jahr, als auch wöchentliche Gruppenstunden. Kinder von acht bis zwölf Jahren sind dienstags von 17 bis 18 Uhr und Jugendliche ab 13 Jahren mittwochs von 17.30 bis 19 in die Dienststelle der Malteser „Am Wiesenpfad 12“ eingeladen. Genauso, wie sich der Verein über neue Jugendliche freut, werden jederzeit auch Helfende im aktiven Dienst gesucht, die sich mittwochs ab 19.15 Uhr treffen.

Pressemitteilung des

Malteser Hilfsdienst e.V.

Fünf Verletzte gab es beim Brandeinsatz. Alle wurdenvon der Malteser Jugend medizinisch behandelt und seelisch betreut.

Fünf Verletzte gab es beim Brandeinsatz. Alle wurden von der Malteser Jugend medizinisch behandelt und seelisch betreut.

Die Jugendlichen transportieren unter Begleitung einer Betreuerin eine Verletzte ab. Fotos: Felix Benthe

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