Allgemeine Berichte | 09.05.2018

Weihbischof Peters segnet Gebäudekomplex in Niederfell

Ein Traum wird wahr

Inklusives und barrierefreies Wohnprojekt der Kührer Fürsorge GmbH in der Markstraße 4 besteht seit Februar

Wohnen inmitten der Gemeinschaft: Die Bewohner und Betreuer des Neubaus an der Markstraße mit Weihbischof Peters. Julia Fröder/Bistum Trier

Niederfell. „Hier würde ich glatt einziehen“, so der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters beim Rundgang durch den Neubau. Er segnete die Räume des inklusiven und barrierefreien Wohnprojektes der Kührer Fürsorge GmbH in der Markstraße 4. Seit Februar haben Menschen mit und ohne geistiger Beeinträchtigung unterschiedlichen Alters hier ihr Zuhause gefunden. „Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen“, freute sich Hausoberin Schwester Radegundis Ulberth von den Dienerinnen des heiligsten Herzens Jesu. Der Orden ist Gesellschafter der GmbH. „Ich bin ganz stolz auf die Niederfeller!“ Sie sei froh, dass der Ort die neuen Einwohner in ihre Gemeinschaft aufnähme. „Es ist schön, dass ich hier direkt in der Gemeinde wohnen darf“, bestätigte Max einen Vorteil des dezentralen Wohnkomplexes. „Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zu den Anwohnern“, erklärte Claudia Horbach, Bereichsleiterin Wohnen. Zum Auftakt der Fußballweltmeisterschaft haben sich schon die Nachbarn angemeldet, dann werden alle gemeinsam die Begegnung Deutschland gegen Mexiko verfolgen.

In vier Appartements leben jeweils zwei Bewohner zusammen. Sie teilen sich Küche und Bad. Daneben gibt es 16 Einzelzimmer und moderne Gemeinschaftsräume sowie ein großes „Wellnessbad“ mit Sternenhimmel über der Badewanne. „Diese Möglichkeit wird gerne genutzt, um zu entspannen“, berichtete die Mitarbeiterin Anne Wecker.

Im Dachgeschoss gibt es drei Wohnungen, die extern vermietet sind. „Was in den Fachbüchern über Integration und Inklusion geschrieben wird, leben wir hier“, betonten die pädagogische Leiterin Claudia Schönershoven und der kaufmännische Leiter der Kührer Fürsorge GmbH, Helmut Boos.

„Hier könnt ihr sicher wohnen.“

Die Kosten für den Neubau beliefen sich auf etwa 4,1 Millionen Euro. „Das Haus wurde von der Schwesterngemeinschaft der Dienerinnen des heiligsten Herzens Jesu in Deutschland e.V. finanziert“, erklärte Anne Wecker. Das Herz-Jesu-Haus Kühr ist Mieter des Gebäudes.

„Umziehen ist immer spannend. Was muss ich mitnehmen? Wird es mir gefallen?“, griff Weibischof Peters die Fragen der Frauen und Männer auf. Er zog das Gleichnis aus dem Matthäusevangelium vom Haus, das auf Fels gebaut wurde, heran: Jesus erläuterte seinen Zuhörern, dass diejenigen, die seine Lehren in Taten umsetzten, einem Mann glichen, der sein Haus auf soliden Fels baute. Peters lobte, dass in diesem Haus Teilhabe und Selbstbestimmtheit sowie ein Leben in Würde im Sinne des Evangeliums möglich sei. Die Baumeister dieses Hauses hätten in einem doppelten Sinne gut gebaut und gute Arbeit geleistet. „Hier könnt ihr sicher wohnen.“ Zum Abschluss segnete der Weihbischof Kreuze aus den Gemeinschafts- und Privaträumen der Menschen. „Das Kreuz erinnert uns daran, dass wir in Jesus einen Freund an der Seite haben.“

Im Anschluss zeigte Daniel Weihbischof Peters im Anschluss stolz sein Appartement und die geräumige Wohnküche, die sich alle teilen. Beim Gang auf den großen Balkon und beim Blick über Niederfell zog Peters ein durchweg positives Fazit.

Neben Weihbischof Peters und Pfarrer Peter Adamski gratulierten Kommunalpolitiker und die Landesregierung den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie den Mitarbeitern zu ihrem neuen Haus. Das nächste Projekt der GmbH ist schon in Planung: Im Herz-Jesu-Haus Kühr werden Räume für 34 Menschen mit hohem pflegerischen Bedarf entstehen.

Wohnen inmitten der Gemeinschaft: Die Bewohner und Betreuer des Neubaus an der Markstraße mit Weihbischof Peters. Foto: Julia Fröder/Bistum Trier Foto: Julia Fröder

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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