10 Jahre Stommel Stiftung in Urbar
Ein Wochenende voller Events
Stommel-Stiftung zeigt die vielseitigen Facetten ihres Engagements
Urbar. Vor etwas mehr als 10 Jahren erhielt der ehemalige Bürgermeister von Urbar, Karl-Josef Kohl, einen Anruf aus Amerika. Am anderen Ende der Leitung hörte er seine nach Seattle ausgewanderte Cousine Wilma Bradley, geb. Stommel. Sie machte ihm einen Vorschlag. Wenn er es schaffen würde, durch ein interessantes Projekt das Andenken an ihre Großeltern, Karl und Maria Stommel aufrechtzuerhalten, dann würde sie dies mit 1.000.000 $ unterstützen. Gesagt, getan! Karl-Josef Kohl, bekannt als praktisch agierender Mensch, nahm sofort Kontakt zu Thomas Messingschlager auf und man wurde sich einig, eine Kulturstiftung zu gründen und durch einen Förderverein Mitstreiter zu mobilisieren. Schnell wurde klar, dass so ein Projekt ein Zuhause haben musste und dass man weitere Unterstützer gewinnen musste. Kurze Zeit später entstand so der schicke Bau gegenüber dem Bürgerhaus, die Stommel Stiftung. Zeitnah wurde ein Förderverein gegründet. Als Stiftung für Musik, Kultur und Bildung wurde der Bau bald mit Leben gefüllt. Helena`s Musikschule freut sich darüber, nun auch in Urbar eine adäquate Unterrichtsstätte nutzen zu können. Es gibt Raum für die Organisation von Kunstausstellungen, Konzerten und Lesungen. Außerdem können Workshops für Kinder durchgeführt werden und auch die Terrasse zum Platz vor dem Bürgerhaus hin bietet sich wunderbar an, um als Bühne für OpenAir-Konzerte zu fungieren.
Am Wochenende wurde nun zum Jubiläum allen Sparten Gelegenheit gegeben, sich zu zeigen. Es begann mit einem wunderschönen literarischen Nachtkonzert am Freitagabend mit dem Titel „Oh Freunde, nicht diese Töne“. Der aus Kino und Fernsehen bekannte Schauspieler Julian Weigend las aus der Erzählung „Fräulein Bäuerin“ von Alexander Puschkin, während nach den einzelnen Episoden den Inhalt untermalende, passend dazu ausgesuchte Musikstücke verschiedener Komponisten vom Cellisten Benedict Kloeckner, der Pianistin Anna Fedorova und dem Bassisten Nicholas Santangelo Schwartz in hervorragender Qualität dargeboten wurden. Nach diesem imposanten Einstieg folgte am Samstag ein Programm, bei dem jeder Urbarer etwas für sich herauspicken konnte, das ihm gefiel.
Zur Ehrung an die Stifterin Wilma Bradley stand dieser Tag unter dem Motto: „Ein Hauch von Amerika“. Im Vorfeld hatten bereits die SchuKis und die Grundschüler an einer Mal-Aktion zum Thema „Frieden“ teilgenommen. Die Ergebnisse wurden im Vorraum des Bürgerhauses dekorativ präsentiert und später auch prämiert. Auf dem Vorplatz gestaltete die Urbarer Künstlerin Susanne Wagner mittels Sprühtechnik eine große Weltkugel, um die Entfernung von Urbar nach Seattle zu verdeutlichen. Sie leitete die Kinder an, ganz viele Friedenstauben zu ergänzen. Zur leiblichen Stärkung gab es Popcorn, Donuts, Muffins und mehr, welche die fleißigen Mitglieder des Fördervereins der Stiftung gezaubert hatten. Auch die Kleinsten aus Urbar konnten sich beim Spieleangebot austoben. Einen musikalischen Höhepunkt am Nachmittag bot die Auswahl von Musikdarbietungen durch die Schüler und Schülerinnen von Helena`s Musikschule. Sehr souverän moderierten die jüngsten Akteure diesen Part.
Da bei Amerika auch immer schnell an Tanzrhythmen gedacht wird, fand die Idee, die CeramicDancers, eine Square Tanz-Gruppe aus Höhr-Grenzhausen, einzuladen und sich von ihnen zum Mittanzen motivieren zu lassen, große Resonanz. Den Ausklang des Tages bei wieder wunderschönem Wetter gestaltete die Jazz-Band Swing& More. Mit beschwingten Melodien, passend zur Jazz-Skizzen-Ausstellung von Franziskus Wendels in den Räumlichkeiten der Stommel Stiftung, konnten die Organisatoren von Stiftung und Förderung mit großer Zufriedenheit das Jubiläumswochenende ausklingen lassen.
Weitere Infos, Bilder und Termine unter www.stommel-stiftung.de
Pressemitteilung Stommel Stiftung
Square Dance zum Mittanzen.
Ausklang mit Swing&More.
