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66 Jahre Sitzungen beim HCV

Ein absoluter Knaller

25.02.2019 - 15:15

Horchheim. Mit der Mottositzung „HCV in diesem Jahr – wie es früher einmal war“ bewies der Horchheimer Carneval-Verein in seinem 66. Jahr wieder einmal mehr, dass er in Koblenz zu den ganz großen Vereinen zählt. Sitzungspräsident Hubi Braun präsentierte auch an diesem Sitzungswochenende wieder einen Abend voller Highlight´s. Pünktlich um 19.11 Uhr marschierte der HCV unter den Klängen des Spielmannzuges des TUS Horchheim in die festlich geschmückte Narrhalla des Soldatenfreizeitheimes auf der Horchheimer Höhe.

Nach einer kurzen Begrüßung und Enthüllung der vier „untoten“ Elferräte: Karl Rosenbaum, Dick Melters, Bernd Poth, Leo Wingen und dem Ehren-Funkemariechen Sofie Ahlbach, startete Karl Krämer, ein Urgestein nicht nur in der karnevalistischen Bütt, sondern auch als Schauspieler ein Garant für hervorragenden Vortrag, mit seinen Geschichten aus seiner Praxis als Psychiater, und sorgte für die ersten Lacher im Publikum. Das beim HCV auch die Jugendarbeit ganz oben steht, konnte man beim Kinder- und Jugendtanz mit einer „Polka“ - trainiert von Karin Klinke und Maria Keßelheim - bestaunen. Sitzungspräsident Hubi Braun, der an diesem Abend mit einer alten Uniform und der ersten Narrenkappe an die Gründerzeit erinnerte, stieg nach dem Tanz als „Protokoller“ mit dem Versuch eines klassischen Protokolls, in die Bütt.

Musikalisch ging es anschließend mit den zwei Tenören, Olav und Achim Kullak von den Heimatfreunden aus Lay, im Programm weiter. Mit ihrem Gesang vom „Schokoladeneis“, was sich nicht gerade nach angenehmem Gesang anhörte, war dies ein heiteres Vater – Sohn Gespräch. Mit seinem Vortrag als „Josef Neumann“ berichtete Harald Hünerfeld auch in diesem Jahr wieder über seine Probleme mit den Pfaffendörfern. Die Jugendgarde, trainiert von Karin Klinke, entführte das Publikum mit einem rasanten Rock`n Roll Tanz in die „50er Jahre“.

Als „Landarzt“ referierte Thomas Buchner von den „Kesselheimer Kapuzemänner“ über die Problematik der schwindenden Landarztpraxen. Obwohl, wenn er sich in der Praxis heute umsieht, hat er nicht das Gefühl, dass da etwas dran ist, „denn ich kann mich heute Abend als Aushilfsarzt nicht über Patientenmangel beklagen“. Zum Schluss seines Vortrags zog er den „Bazillus“ aus seinem Koffer, mit dem er das Publikum noch einmal aufheizte.

Mit einer kleinen Schunkelrunde und dem Lied „Schunkeln ist Sch…“ brachte Christoph Poth den Saal in Stimmung, bevor Achim Bertgen als „Bischof von Kesselheim“ den Horchheimer Narren die Messe las. Fragen wie: Ist ein Geldautomat der Geldscheine ausgibt – ein Scheinwerfer, oder: wenn ein Reh Haare verliert, muss das dann in die Rehaklinik, waren Themen, die ihn sehr beschäftigten.


Verleihung der „Hoschemer Käs Plakette“


Auf den Sitzungen vom HCV werden normalerweise keine Ehrungen vorgenommen. Doch in diesem Jahr machte Sitzungspräsident Hubi Braun mit der Verleihung der „Hoschemer Käs Plakette“ eine Ausnahme. Die Plakette, die von Hans-Peter Münch gestiftet und von dem Horchheimer Goldschmied Josef Welling gestaltet wurde, ist derzeit die höchste Auszeichnung des HCV und wurde in diesem Jahr an Klaus Weide für seine Verdienste um den Sitzungskarneval, verliehen. Anke Holl, Lydia und Sascha Surmann gaben in ihrem Sketch „Funke sucht ein Zuhause“ dem zutraulichen und anschmiegsamen Funke (Sascha Surmann) vor tobendem Publikum, ein Zuhause.

Drei Zentner geballte Erotik, die auf der Suche nach einem Mann sind, davon konnte an diesem Abend nur „Et Tusnelda“ (Serap Boos) aus dem Langweiler Land, von den Kesselheimer Kapuzemänner, berichten. Als „Kowelenzer Jung“ sollte Thomas Than an dieser Stelle mit einem Protokoll in die Bütt steigen, doch leider konnte er an diesem Abend an der Sitzung nicht teilnehmen. So las dann Hubi Braun eine Passage aus dessen Vortrag, der eine karnevalistische Anekdote über Zivilcourage, beinhaltete, vor.


Prämierung der schönsten Kostüme


Auch eine schöne Tradition mittlerweile auf den Sitzungen des HCV ist die Prämierung der schönsten Kostüme an diesem Abend. Mit dem Maria Keßelheim (Trainerin Karin Klinke) tanzt ein Solomariechen auf der Bühne, dass im vierten Jahr auf Turnieren derzeit den hervorragenden 2. Platz in ihrer Klasse belegt.

Zu vorgerückter Stunde besuchte dann noch das Koblenzer Tollitätenpaar „Prinz Hubertus von Rhenus und Mosella“ sowie ihre Lieblichkeit „Confluentia Sabine“ die Sitzung auf der Horchheimer Höhe. Da am Freitagabend Hubi Braun an das Prinzenpaar Backmischungen für Muffins verteilte, brachten die Tollitäten am Samstag unter großem Applaus fertige Muffins mit. Nach diesem Empfang erzählte Christoph Poth als „Lehrer“ wieder einige Anekdoten aus Elternabenden, die schon sehr stressig verlaufen können.

Hubi Braun begrüßte an diesem Abend anschließend noch das Lahnsteiner Prinzenpaar „Prinz Klaus V. vom närrischen-Zugmarschall Amt“ und die „Lieblichkeit Lahno Rhenania Vera I“.

Vor dem großen Finale entführte die Garde mit ihrem flotten Tanz das Publikum unter großem Applaus in die 50er Jahre. Trainiert wurde dieser Tanz von Daniela Fondel. Mit Stimmungsliedern von Simone Krech gesungen, ging ein toller Abend zu Ende. Für die musikalische Unterhaltung sorgte an diesem Abend Otto Scheid, der kurzerhand für den erkrankten Kniff Rosenbaum eingesprungen ist.

Die alljährlichen Mottositzungen des HCV sind im Koblenzer Karneval einzigartig.

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Antje Schulz:
Es wird ja nicht nur über Gerlinde Seidel bei Demos e.V. auf Facebook berichtet. Aktuell hat Demos e.V. Erschreckendes über Stefanie Ehl, der Pressereferentin der rheinland-pfälzischen AfD-Landtagsfraktion, ans Licht der Öffentlichkeit befördert. Bei der AfD im Raum Westerwald herrschen rechtsextreme Zustände.
juergen mueller:
Kein Freund der AfD - im GegenteilDieses Hauen u.Stechen bringt überhaupt nichts,differenziert man nicht,dass es in der AfD radikale,nicht öffentliche Positionen gibt,die aber auf Grund von Äusserungen ihre offensichtliche Nähe zum Nazismus nicht verleugnen können.Zwischen der AfD u.der NSDAP gibt es erhebliche Unterschiede,weshalb man auch den Begriff Nazi u.Faschist nicht inflationär benutzen sollte.Hier hat man sich auf eine Personalie eingeschossen,die nur ein ganz kleines Licht im gesamten AfD-Apparat darstellt,Helfershelfer für eine Ideologie,der sich die AfD-Führung insgeheim verschrieben hat,die,noch nicht offen, zur Schau gestellt wird,außer HÖCKE,der zu unserer Vergangenheit offen steht,diese nicht verharmlost,was gefährlich ist,unterstützt durch das Wirken kleiner Partei-Soldaten,deren Infiltration mit Erfolg dazu beiträgt,wie man sieht,dass alte Werte wie Unzufriedenheit mit dem System zu einem Umschwung führen,deren Folgen viele nicht realisieren.
Wally Karl:
Warum schreibt hier einer vom anderen ab, sollte man sich in so turbulenten Zeiten nicht ein eigenes Bild von den Ereignissen verschaffen? Warum übernimmt man Informationen ungeprüft und schreibt sie in die Welt hinaus, weil man denunzieren will?

Kein Stellenwert für Kinder

juergen mueller:
Wie wäre es mit der STIFTUNG eines Sonnensegels - z.B. "Sparkassenstiftung", was woanders auch geht - z.B. wurde dies für den SAUERLAND-PARK möglich gemacht in der Größe von "54 qm" - hergestellt von der Firma "optimal Planen u.Umwelttechnik GmbH", die in diesem Fall sogar einen Teil der Kosten übernommen hat (Variante FESTSTEHEND - EINMAL installiert). Anstatt nur große Reden zu schwingen u.soweit zu gehen den Stellenwert für Kinder seitens der Stadt anzuzweifeln,ganz einfach SELBST tätig werden ... wenn es denn ehrlich gemeint ist, was ich stark anzweifle. KLEINE TATEN die man selbst weiterverfolgt u.ausführt,sind immer besser als GROSSE,die zu NICHTS führen. Dieses ganze unproduktive Geschwafel.mit dem man sich hier nur großkotzig in Szene setzen will ohne sich selbst unnötig zu überanstrengen ist einfach nur noch erbärmlich.
juergen mueller:
Ja - das ist doch mal ein Argument !!! Mondlandung machbar - aber Sonnenschutz am Wasserspielplatz NEIN. Ich frage mich nur, wen hat hier was geritten. Was hat die Mondlandung mit einem Sonnenschutz am Wasserspielplatz gemein? Im Freibad Oberwerth gibt es ein Planschbecken/Becken für Nichtschwimmer. Ist das mit einem Sonnenschutz überdacht? Nein - warum auch. Wie wäre es, wenn man sich einmal selbst darüber informiert, was ein Sonnenschutz/segel kosten würde, anstatt dies dem Eigenbetrieb zu überlassen (oder ist man sich zu schade dafür?). Auf anderen Spielplätzen soll es das ja bereits geben. EIGENINITIATIVE heißt das Zauberwort und das INTERNET hilft dabei.

Mehr Sicherheit für Heddesdorf

Lothar Geburzky:
Dies sollte nur der Anfang sein. Kinder ist unser höchstes Gut. Engerser Grundschule mit den beiden Kindergärten sollten auch sicherer gemacht werden. Wie alle Einrichtungen für unsere kleinsten im Stadtgebiet.
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