Thema Schokolade bei der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Andernach
Ein fairer Nikolaus für alle Kinder
Andernach.Passend zur Vorweihnachtszeit beschäftigte sich die Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Andernach in ihrer letzten Sitzung auch mit dem Thema Schokolade. Wo kommt sie her, wer produziert sie unter welchen Bedingungen.
Schon seit dem 12. Jahrhundert beschenken sich die Menschen am 6. Dezember im Gedenken an den Heiligen Nikolaus, den Bischof von Myra. Der Legende nach hat er einer armen Familie des Nachts Goldstückchen zum Fenster hineingeworfen. Goldstückchen schenken wir uns am Nikolaustag eher nicht, aber auf jeden Fall ist Schokolade mit dabei. Während die Kinder bei uns sich über die köstliche Schokolade freuen, müssen in Afrika rund zwei Millionen Kinder auf Kakaoplantagen schwere und gefährliche Arbeit verrichten, um den Kakao für unsere Schokolade zu erzeugen. Selbst haben diese Kinder noch nie Schokolade gegessen. Eine neue Studie des National Opinion Research Center (NORC) der Universität Chicago belegt, dass rund 1,5 Millionen Kinder allein in Ghana und in der Elfenbeinküste ausbeuterische Kinderarbeit auf Kakaoplantagen verrichten, das sind 45 Prozent der Kinder in landwirtschaftlichen Haushalten in den Kakaoanbaugebieten. Damit hat trotz der bisherigen Bemühungen von Regierungen und Unternehmen zur Bekämpfung der Kinderarbeit diese in den letzten zehn Jahren nicht abgenommen. Insbesondere der Anteil der Kinder, die gefährlichen Chemikalien ausgesetzt sind, ist in den vergangenen Jahren sogar stark gestiegen. Armut ist eine der Hauptursachen für Kinderarbeit. Damit Kinder nicht arbeiten müssen, benötigen die Kakaobauern und -bäuerinnen existenzsichernde Löhne, die die Produktions- und Lebenshaltungskosten decken. Hier setzt auch der Faire Handel an.
„Gerade an den besinnlichen Tagen sollten wir beim Schenken auch an diejenigen denken, die für uns die Rohstoffe für unsere Leckereien in harter Arbeit produzieren. Wer allen Kindern etwas Gutes tun möchte, der sollte bei Schokoladenprodukten auf das Fairtrade-Siegel achten. Sehr hohe Standards haben zudem auch Produkte von Gepa, fair+, Rapunzel, Weltpartner oder El Puente, die ihre Waren hauptsächlich in Weltläden und Bioläden anbieten.“, betonte Hans-Georg Hansen als Vorsitzender der Steuerungsgruppe. In Andernach gibt es faire Schokolade und weitere fair produzierte Waren im örtlichen Handel und natürlich im FairRegio Laden auf der Hochstraße.
Pressemitteilung
Fairtrade-Steuerungsgruppe
Andernach
