Volkesfelder Chor „Taktvoll“ hatte ins Dorfgemeinschaftshaus eingeladen
Ein ganzes Dorf swingt im Takt
Sängerinnen und Sänger erhielten Verstärkung vom Duo „Seite an Saite“ – Erster gemeinsamer Auftritt von Willi Scharrenbach und Sohn Lars
Volkesfeld. Dass die beiden Konzerte des Volkesfelder Chors „Taktvoll“ am vergangenen Wochenende restlos ausverkauft waren, verwundert eigentlich nicht. Schließlich haben die Sängerinnen und Sänger sich unter dem Dirigat von Chorleiter Markus Schlaf mit ihrem ebenso erfrischenden wie anspruchsvollen Repertoire weit über die Region hinaus einen hervorragenden Namen gemacht.
Was der moderne Klangkörper jedoch diesmal präsentierte, übertraf alles bisher Dagewesene. Ob es sich um das neu entdeckte Talent Louisa Schüller handelte, die mit einer anspruchsvollen Interpretation von „Skinny Love“ (Birdy) ihren Einstand gab, oder um Willi Scharrenbach (Gitarre), der zum ersten Mal im Duett mit seinem ebenfalls stimmgewaltigen Sohn Lars (Klavier) auftrat und das begeistert applaudierende Publikum mit „Sacrifice“ und „Perfect“ faszinierte – bei Markus Schlaf und seinem Chor muss man bei den alle zwei Jahre stattfindenden Konzerten immer wieder auf Überraschungen gefasst sein.
Der ganze Saal sang mit
Nach der musikalischen Begrüßung des trotz seines legeren Auftretens äußerst disziplinierten Chors mit bekannten Liedern, wie „Haus am See“, „Oft gefragt“ und „Lieblingsmensch“, sorgte die reizende Moderatorin und Sängerin Katrin Schumacher mit der anschließenden Vorstellung des Duos „Seite an Saite“ beim zunächst überraschten Publikum bereits nach wenigen Minuten für Schnappatmung. Conny Theisen (Gesang, Glockenspiel und Ukulele), die von dem hervorragenden Gitarristen Björn Klöckner äußerst einfühlsam begleitet wurde, ließ es zunächst mit „Für immer ab jetzt“ und
„All of me“ ruhig angehen. Mit dem bekannten Andreas-Bourani-Song „Auf uns“ löste die zauberhafte junge Gesangskünstlerin mit ihrer samtigen Stimme bei den Sängerinnen und Sängern von Taktvoll ein spontanes Mitsingen aus und verwandelte den Abend in ein musikalisches Happening der Extraklasse. Auch bei Mark Forsters Lied „Chöre“ ließ Taktvoll sich nicht lange bitten, und auch das Publikum konnte dem natürlichen Charme der Vollblutsängerin nicht widerstehen und schmetterte lautstark den Refrain: „Und die Chöre singen für Dich: Oho oho oho oho.“ „Ihr seid so dynamisch“ rief Conny Theisen den Sängerinnen und Sängern zu und lobte auch das Publikum mit dem ebenso herzlichen Kompliment: „Und Ihr seid so aufmerksam!“ Die „Liebe auf den ersten Ton“ und die gegenseitige Wertschätzung zwischen dem Duo aus Weiler in der Eifel und dem Volkesfelder Chor wurde im Verlauf des für alle Beteiligten ebenso wie für das Publikum unvergesslichen Konzertes immer wieder deutlich.
Nach einem weiteren Block, der von Taktvoll mit seiner nicht zu toppenden Gesangsfreude scheinbar spielend dargeboten wurde und Lieder wie, „Drück die Eins“ zu einem ebenso musikalischen Hochgenuss machten wie die Songs, „Zieh die Schuhe aus“ oder den ausschließlich von den Sängerinnen hinreißend intonierten bzw. gepfiffene Ina-Müller-Song „Schuhe“, ging es erst einmal in die Pause.
Irish Folk und Andreas Gabalier
Weiter ging es mit den kräftigen und äußerst melodischen Männerstimmen und dem irischen Volkslied „Sarah“, dem – wie bereits erwähnt – ein bemerkenswerter Auftritt von Lars Scharrenbach und seinem Vater Willi folgte.
Besonders berührend war auch der von Taktvoll neu einstudierte lyrische „Gänsehautfeeling“-Hit „Amoi seg‘ ma uns wieder“ (Andreas Gabalier), bei dem die ausdrucksstarken Stimmen von Ruth Krupp und Jutta Schuster besonders gut zur Geltung kamen.
Begeisterndes Finale
Nachdem Taktvoll den wunderbaren Abend mit atemberaubenden Interpretationen von „Halleluja“, „Hier kommt Alex“ und „So soll es bleiben“ ausklingen ließ und von dem völlig hingerissenen Publikum mit nicht enden wollenden Beifallsbekundungen und „Zugabe“-Rufen belohnt wurde, meldete das Duo „Seite an Saite“ aus Weibern sich noch einmal zu Wort, und setzte dem Konzert mit „This is the life“ von Amy Mc Donald und „One“ von U2 die Krone auf.
FRE
Der Song des TV-Stars Ina Müller, „Schuhe“, hatte es auch den taktvollen Sängerinnen angetan.
Lars Scharrenbach (Klavier) konnte sich mit seinem ausdrucksstarken Stimmvolumen selbst gegen die kraftvolle Stimme seines Vaters Willi (Gitarre) durchsetzen.
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