Naturschutzverordnung zum Pöntertal ist in Kraft getreten
Ein großer Gewinn für die Natur
Andernach. Elf Jahre hat es gedauert, bis endlich die letzten juristischen Hürden überwunden waren. Am 6. Juni war es dann endlich soweit: Die Naturschutzverordnung zum Pöntertal trat in Kraft. Aus diesem Anlass trafen sich kürzlich Vertreter der Stadt Andernach, der zuständigen Genehmigungsbehörde SGD Nord Koblenz sowie des BUND Rheinland-Pfalz als Initiator, um vor Ort am Eingang des Pöntertals das Hinweisschild mit der Aufschrift „Naturschutzgebiet“ offiziell zu enthüllen.
Als im Jahre 2005 die ersten Überlegungen zur Reaktivierung des „Namedyer Sprudels“ bei der Stadt Andernach starteten, ahnte niemand, welche große Erfolgsgeschichte sich daraus entwickeln würde. Doch so einfach, wie man sich das anfangs vorstellte, war die Sache nicht. Schließlich sollte der neue Geysir mitten in einem bestehenden Naturschutzgebiet errichtet werden. In langwierigen Verhandlungen und „Vier-Augen-Gesprächen“ zwischen der Stadt Andernach und Vertretern des BUND fand man schließlich einen guten Kompromiss, um den notwendigen Ausgleich für den Eingriff in das Naturschutzgebiet Namedyer Werth zu erreichen.
Mit der Unterschutzstellung des Pöntertals konnte eine hochwertige und in ihrem Artenreichtum einmalige Landschaft dauerhaft für die Nachwelt erhalten werden. Diese einmalige Naturlandschaft konnte sich letztlich nur aufgrund der behutsamen und nachhaltig betriebenen Nutzung der natürlichen Ressourcen durch den Menschen entwickeln.
Vor allem diesen wertvollen Beitrag der Eigentümer und Nutzer der Wald- und Wiesenflächen des Pöntertals hoben sowohl der Präsident der SGD Nord, Dr. Ulrich Kleemann, als auch der Oberbürgermeister der Stadt Andernach, Achim Hütten hervor. Norbert Dümpelfeld bedankte sich im Namen des BUND Rheinland-Pfalz für die konstruktive und sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Stadt Andernach, die schließlich zu diesem großen Erfolg für Natur und Umwelt geführt hat.
Pressemitteilung
BUND Mayen-Koblenz
